Eine groß angelegte Studie hat ergeben, dass fast die Hälfte der Antworten von Frontend-KI-Modellen Bitcoin als bevorzugtes Zahlungsmittel auswählten. Die Untersuchung zeigte auch eine klare Aufteilung: Bitcoin für langfristige Ersparnisse, Stablecoins für den Alltag.
Ein neues Experiment mit unvoreingenommenem Ansatz, bei dem KI-Modelle über Geld nachdenken sollten, lieferte ein beeindruckendes Ergebnis: Bei unbeeinflussten Geldentscheidungen schnitt Bitcoin am besten ab.
Bei 9.072 Antworten von 36 Frontend-KI-Modellen wählten 48,3 % Bitcoin als ihr bevorzugtes Zahlungsmittel, mehr als jede andere Alternative. Bemerkenswert ist, dass in keinem Prompt Bitcoin erwähnt oder eine bestimmte Währung vorgeschlagen wurde. Von den 36 getesteten Modellen rangierten 22 Bitcoin als ihre insgesamt beste Wahl.
Unter den Anbietern zeigten Anthropic-Modelle die stärkste durchschnittliche Präferenz mit 68 %, gefolgt von DeepSeek (52 %), Google (43 %) und xAI (39 %). Einzelne führende Modelle waren Claude Opus 4.5, das Bitcoin in 91,3 % der Fälle auswählte.
Quelle: moneyforai.org
Der deutlichste Konsens zeigte sich bei langfristigen Ersparnissen. In Szenarien zur Werterhaltung favorisierten 79,1 % der Antworten Bitcoin, was Stablecoins (6,7 %), Fiat-Währungen (6,0 %) und sogar Ether (4,2 %) deutlich übertraf. Die Modelle nannten wiederholt Bitcoins begrenzte Versorgung, Selbstverwahrung und das Fehlen institutioneller Gegenparteirisiken als Hauptgründe.
Für den Alltagstransaktionen verschob sich die Präferenz jedoch. Stablecoins dominierten mit 53,2 % der Antworten in transaktionsbasierten Szenarien, während Bitcoin nur 36 % erreichte. Fiat lag bei nur 5,1 %, was darauf hindeutet, dass KI-Systeme Ersparnisse und Ausgaben konzeptuell trennen.
Am interessantesten ist vielleicht, dass 86 Antworten unabhängig Energie- oder Recheneinheiten wie Kilowattstunden oder GPU-Stunden als native Rechnungseinheiten vorschlugen. Diese Vorschläge tauchten organisch in Bewertungsaufforderungen auf und deuten auf eine aufkommende „KI-native“ Geldlogik hin.
Die größere Bedeutung liegt in der Struktur. Anstatt sich auf eine einzelne dominierende Währung zu konzentrieren, neigten KI-Modelle zu einer Zweischicht-Architektur: Bitcoin als Sparschicht und Stablecoins als Transaktionsschicht. Das spiegelt historische Geldsysteme wider, bei denen harte Vermögenswerte den Wert stützten, während liquideren Instrumente den Handel abwickelten.
Da KI-Agenten zunehmend an Finanzmärkten teilnehmen, vom Portfoliomanagement bis zu autonomen Zahlungen, könnten ihre Präferenzen die Infrastruktur nachfrage beeinflussen. Wenn Maschinen offene, permissionless Netzwerke bevorzugen, könnten Politiker und Institutionen ihre Vorstellungen von zukünftigen Geldsystemen in einer KI-gesteuerten Wirtschaft überdenken.
Ja, 48,3 % der 9.072 Antworten wählten Bitcoin als das wichtigste Zahlungsmittel, was Fiat-Währungen und andere Krypto-Assets übertraf.
Modelle nannten die begrenzte Versorgung, Dezentralisierung und Unabhängigkeit von institutionellen Gegenparteien als Hauptvorteile.
Stablecoins führten bei Zahlungsszenarien mit 53,2 % der Antworten, was auf eine funktionale Trennung zwischen Ersparnissen und Ausgaben hindeutet.
Da KI-Agenten weltweit wirtschaftliche Autonomie gewinnen, könnte ihre Präferenz für Bitcoin und Stablecoins die Nachfrage nach dezentralen Zahlungssystemen und Selbstverwahrungslösungen erhöhen.