Culper Research shortet ETH, BitMine: Ethereum befindet sich im Todeskreislauf, Fusaka-Upgrade-Gebühren stürzen um 90%

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Short-Position-Organisation Culper Research hat ihre Leerverkaufspositionen auf Ethereum (ETH) und BitMine (BMNR) öffentlich gemacht und wirft Ethereum vor, durch das Fusaka-Upgrade die Transaktionsgebühren um über 90 % abstürzen zu lassen und die Token-Ökonomie erheblich zu schädigen. Die Organisation erklärt offen: „Vitalik verkauft, während Optimisten wie Tom Lee das nicht einmal bemerken“, und warnt vor einem zunehmenden Risiko einer Todesspirale.
(Vorheriger Kontext: BitMine investiert erneut 199 Millionen USD, um Ethereum zu kaufen! Doch kluge Investoren setzen auf Short-Positionen bei ETH.)
(Hintergrund: Ethereum hat das „Fusaka-Upgrade“ beschlossen, das 13 Verbesserungen umfasst, darunter EIP-7594, mit einer Erhöhung des Blockgrößenlimits auf 16 MB.)

Der Druck, dem Ethereum nach dem Fusaka-Upgrade ausgesetzt ist, betrifft nicht nur den Kurs, sondern führt zu einer grundlegenden Kritik an seinem langfristigen Wirtschaftsmodell. Am 5. März veröffentlichte die Short-Research-Organisation Culper Research ihre Leerverkaufspositionen auf ETH und BitMine-Aktien (Ticker BMNR), und fasst in ihrem Bericht klar zusammen: „Wir sind bearish, und die Daten untermauern das.“

Der Kernpunkt von Culper konzentriert sich auf das im Dezember letzten Jahres auf das Mainnet aufgespielte Fusaka-Upgrade. Obwohl dieses Upgrade die Verarbeitungskapazität von Ethereum erweitern sollte, führte es unerwartet zu einem Überangebot an Transaktionsgebühren, die innerhalb kurzer Zeit um etwa 90 % einbrachen. Für die Validatoren, die auf Gebühreneinnahmen angewiesen sind, ist die Auswirkung direkt und tiefgreifend.

Die Funktionsweise der „Todesspirale“: Das Problem liegt im Incentive-Design

Das Verständnis der Ethereum-Todesspirale hängt wesentlich von seinem Staking-Incentive-Mechanismus ab. Die Validatoren verdienen auf zwei Wegen: durch eine feste Blockbelohnung und durch eine variable Beteiligung an den Transaktionsgebühren. Wenn die Gebühren stark schrumpfen, sinken die Gesamteinkünfte auf ein Niveau, das es schwierig macht, neue Staker anzuziehen, und bestehende Validatoren könnten sogar ihre Beteiligung zurückziehen.

Culper befürchtet die Kettenreaktion, die einsetzt, wenn dieser negative Kreislauf in Gang kommt: Rückgang des Staking-Anteils → Abnahme der Netzwerk-Knoten → Verringerung der Sicherheitsmarge. Mit anderen Worten: Das Fusaka-Upgrade bringt zwar „mehr Kapazität“, doch könnte es gleichzeitig zu „wenig Anreizen“ führen.

Bemerkenswert ist, dass Culper Daten des On-Chain-Tracking-Tools Lookonchain zitiert, wonach Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin kürzlich rund 20.000 ETH verkauft hat, was bei aktuellem Kurs etwa 40 Millionen USD entspricht. Culper interpretiert diese Transaktion als stillen „Votum gegen den Status quo“: „Vitalik verkauft, während Optimisten wie Tom Lee die neue Realität von ETH noch nicht erkannt haben. Wir stehen auf der Seite von Vitalik.“

Streit um Daten: Was bedeuten aktive Adressen wirklich?

Tom Lee, Präsident von BitMine, ist seit jeher klar in seiner bullishen Haltung gegenüber Ethereum. Kürzlich verwies er auf das Wachstum des Handelsvolumens und die steigende Zahl aktiver Adressen als Beweis für eine Nachfrageerholung. Culper stellt dem eine Gegenposition entgegen.

Der Bericht behauptet, dass der jüngste Anstieg der aktiven Adressen bei Ethereum zum großen Teil auf „Address Poisoning Attacks“ zurückzuführen ist – eine Betrugsmasche, bei der Angreifer große Mengen ähnlicher Wallet-Adressen fälschen, um Nutzer zu verwirren und auf der Chain massenhaft sinnlose Interaktionen zu hinterlassen. Wenn man diese „Hintergrundgeräusche“ herausrechnet, bleibt die tatsächliche Nutzeraktivität fraglich.

BitMine, das etwa 4,4 Millionen ETH hält, hat laut Buchwert bereits einen unrealisierten Verlust von rund 7,4 Milliarden USD, mit einem Verlustanteil von fast 45 %.

Culper schließt mit einer Aussage von Tom Lee, die auf dessen eigener Logik basiert:

Wenn die steigende Aktivität auf der Chain nicht mit tatsächlicher Nutzung übereinstimmt, dann ist ETH laut deiner Messung in der Todesspirale – und genau das ist unsere Einschätzung.

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