Leerverkaufsinstitut Culper Research warnt vor der „Todesspirale“ bei Ethereum: Verschlechterung des ETH-Wirtschaftsmodells könnte Unternehmensbestände beeinträchtigen

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Am 6. März veröffentlichte die Leerverkaufsfirma Culper Research ihren neuesten Bericht, in dem sie eine bärische Haltung gegenüber Ethereum (ETH) und seinen eng verbundenen Unternehmen einnimmt und vor einer sogenannten „Todesspirale“ warnt. Der Bericht ist der Ansicht, dass die jüngsten Skalierungs-Upgrades von Ethereum zwar die Transaktionskosten senken und die Blockkapazität erhöhen, gleichzeitig aber auch die Einnahmen aus Netzwerkgebühren erheblich schwächen, wodurch das Token-Ökonomiemodell ins Wanken gerät.

Culper weist darauf hin, dass die Einnahmen aus On-Chain-Gebühren auf Ethereum in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen sind, obwohl diese Gebühren einst eine wichtige wirtschaftliche Grundlage für die Bewertung von ETH darstellten. Mit sinkenden Gebühren sinken auch die Erträge zur Belohnung der Validierer, was langfristig die Motivation der Staker, das Netzwerk sicher zu halten, schwächen könnte. Das Unternehmen ist der Meinung, dass anhaltende Rückgänge bei den Validierer-Erträgen zu einer geringeren Teilnahme führen könnten, was wiederum die Netzwerksicherheit und das Marktvertrauen beeinträchtigt und eine negative Spirale in Gang setzen könnte.

Der Bericht richtet zudem den Fokus auf Unternehmen, die große Mengen an ETH halten. Culper offenbart, dass es gleichzeitig Short-Positionen auf das eng mit Ethereum verbundene börsennotierte Unternehmen BitMine Immersion Technologies eingegangen ist. Dieses Unternehmen hatte zuvor Ethereum in seine Finanzanlagen integriert und hält ETH im Wert von mehreren Millionen Dollar. Culper ist der Ansicht, dass, wenn der ETH-Preis weiterhin Druck ausgesetzt bleibt, auch die Bewertung dieser Unternehmen sinken könnte.

Außerdem erwähnt der Bericht die jüngsten On-Chain-Aktivitäten des Mitbegründers von Ethereum, Vitalik Buterin. Culper behauptet, dass Buterin in diesem Jahr Tausende von ETH verkauft hat, was von ihnen als ein bedeutendes Signal gewertet wird, das die bullische Stimmung am Markt schwächt. Der Bericht hinterfragt auch die Interpretation steigender On-Chain-Aktivität, da ein Teil des erhöhten Transaktionsvolumens möglicherweise durch Spam-Transaktionen, Address-Spamming oder Wash-Trades verursacht wird, anstatt durch echtes Nutzerwachstum.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Leerverkaufsberichts befindet sich der Kryptomarkt in einer Phase starker Volatilität. Mit den Fortschritten bei Ethereums Skalierung und der kontinuierlichen Expansion des Layer-2-Ökosystems bewertet der Markt erneut die Gebührenstruktur des Netzwerks, die Staking-Erträge und die langfristige Wertstütze. Die Debatte über die Nachhaltigkeit des ETH-Ökonomiemodells ist erneut in den Fokus der digitalen Asset-Märkte gerückt.

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