Laut Bloomberg haben Oracle und OpenAI beschlossen, die Erweiterung ihres Flaggschiff-KI-Datenzentrums in Abilene, Texas, abzubrechen. Aufgrund der hohen Ausgaben für die KI-Infrastruktur steht Oracle unter Cashflow-Druck und bereitet Massenentlassungen vor. Die Oracle-Aktie hat sich seit dem Höchststand im September 2025 um mehr als 50 % verringert.
Oracle und OpenAI beenden Ausbau des Texas-Datenzentrums
Laut Bloomberg ist der ursprüngliche Plan von Oracle und OpenAI, den Ausbau des Datenzentrums in Texas endgültig gescheitert.
Das Crusoe-Datenzentrum in Abilene, Texas, ist eines der bisher bekannt gewordenen Projekte. Oracle hat schnell Server in diesem Datenzentrum installiert, die von OpenAI für Training und Deployment ihrer Produkte genutzt werden. Seit Mitte 2025 verhandeln Oracle, Crusoe und OpenAI darüber, die Kapazität des Datenzentrums von 1,2 GW auf etwa 2,0 GW zu erweitern. 1 GW entspricht der Stromerzeugung eines Kernreaktors und kann etwa 750.000 Haushalte versorgen. Aufgrund von Verzögerungen bei der Finanzierung, geänderten Anforderungen und Problemen mit der Kühltechnik haben beide Seiten schließlich beschlossen, die Ausbauvereinbarung zu beenden.
Oracle erhöht Kapitalausgaben und steht unter Finanzierungsdruck
Um die Rechenleistung für Kunden wie OpenAI bereitzustellen, investiert Oracle massiv in den Aufbau von Datenzentren. Diese hohen Investitionen belasten jedoch die Finanzen erheblich. Wall Street schätzt, dass diese Investitionen in den kommenden Jahren zu negativen freien Cashflows bei Oracle führen werden, mit einer erwarteten Rendite erst ab 2030. Um die Finanzierungslücke zu schließen, plant Oracle, in diesem Jahr bis zu 50 Milliarden US-Dollar durch Aktien- und Anleiheemissionen aufzubringen. Aufgrund der hohen Kosten ist der Aktienkurs seit dem Höchststand im September 2025 um mehr als 50 % gefallen.
Oracle plant, Tausende von Mitarbeitern zu entlassen
Um den finanziellen Druck zu bewältigen, plant Oracle, Tausende Arbeitsplätze abzubauen und die Rekrutierung im Cloud-Bereich einzufrieren. Einige Stellen wurden bereits durch den Einsatz von KI-Systemen reduziert. Bis Ende Mai 2025 beschäftigte das Unternehmen weltweit etwa 162.000 Mitarbeiter.
Dieses Phänomen spiegelt den allgemeinen Trend in der Tech-Branche wider: Unternehmen optimieren ihre Budgets durch den Ausbau der KI-Infrastruktur und steigern die Effizienz, um Personal abzubauen. Auch der Tech-Gigant Block hat aufgrund von Budgetkürzungen umfangreiche Entlassungen vorgenommen.
(Block kürzt fast die Hälfte der Belegschaft und setzt auf KI-Automatisierung, Aktienkurs steigt um über 22 %)
Dieser Artikel über die geplanten Entlassungen bei Oracle und das Scheitern der OpenAI-Erweiterungspläne erschien zuerst bei Chain News ABMedia.