Laut einer Analyse von Chaos Labs vom 11. März sind die kürzlichen Liquidationen bei Aave in Höhe von etwa 27 Millionen US-Dollar auf ein Konfigurationsproblem des CAPO-Risiko-Orakels zurückzuführen. Die Hauptursache liegt in inkonsistenten Aktualisierungsbeschränkungen auf der Ebene der Smart Contracts: Der Parameter snapshotRatio ist durch eine On-Chain-Beschränkung limitiert, die nur eine Erhöhung um 3 % alle 3 Tage zulässt, wodurch eine direkte Aktualisierung von etwa 1,1572 auf den Zielwert von 1,2282 nicht möglich ist; stattdessen kann er nur auf etwa 1,1919 erhöht werden. Währenddessen wurde der Parameter snapshotTimestamp erfolgreich auf einen Zeitstempel von vor 7 Tagen aktualisiert. Diese Diskrepanz zwischen Ratio und Zeitstempel führte dazu, dass die von CAPO berechnete Obergrenze des Wechselkurses (etwa 1,1939) etwa 2,85 % unter dem tatsächlichen Marktpreis lag, was die Liquidation von rund 10.938 wstETH auslöste. Im Verlauf des Ereignisses entstanden keine Forderungsausfälle für das Protokoll. Chaos Labs und BGD Labs haben sofort die maximale Kreditaufnahme von wstETH für die betroffenen Instanzen auf 1 gesenkt und die Parameter manuell mit Risk Steward angepasst, um den Kurs wiederherzustellen. Über BuilderNet wurden 141,5 ETH zurückgewonnen, die zur Entschädigung der betroffenen Nutzer verwendet werden. Der verbleibende Betrag wird durch die Aave-Tresorkasse gedeckt, wobei die vorübergehende Entschädigung durch das DAO voraussichtlich 345 ETH nicht übersteigen wird.