Elon Musk kündigte auf X an, dass das TeraFab-Projekt in einer Woche offiziell starten wird, mit dem Ziel, die weltweit größte Halbleiterfertigungsanlage zu bauen, die jährlich 100 bis 200 Milliarden Chips produziert.
(Frühere Zusammenfassung: Musk ist der erste Milliardär mit einem Vermögen von über 500 Milliarden Dollar! Tesla, SpaceX und xAI im Resonanzmodus)
(Hintergrund: Musk plant, SpaceX möglicherweise bereits im März heimlich an die Börse zu bringen! Bewertung zielt auf 1,75 Billionen Dollar ab)
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In sieben Tagen: Elon Musk kündigte gestern (14.) Abend auf X mit den Worten „Terafab Project launches in 7 days“ an, dass sein neuestes Halbleiterprojekt bald startet.
Laut Quellen ist das Kernziel von TeraFab, in den USA eine riesige Fertigungsanlage zu errichten, die jährlich 100 bis 200 Milliarden Chips produziert. Es wird behauptet, dass die Kapazität die Gesamtheit aller TSMC-Fabriken in Taiwan übersteigen wird.
TeraFab Project launches in 7 days
— Elon Musk (@elonmusk) 14. März 2026
Der direkte Antrieb für TeraFab ist Teslas langjähriger Druck bei der Chipversorgung. Vom Produktionschaos des Model 3, dem Ausbau des Dojo-Supercomputers bis hin zur Massenproduktion des Optimus-Roboters – Teslas Bedarf an fortschrittlichen Chips hat die bestehenden Lieferketten längst überfordert.
TSMC, Samsung und andere große Wafer-Fabriken sind stark ausgelastet, NVIDIA und AMD beobachten die Kapazitäten genau. Fast alle Kernbereiche von Tesla sind dadurch eingeschränkt.
Wenn TeraFab Wirklichkeit wird, bedeutet das, dass Musk die Kontrolle über die kritische Chip-Produktion übernimmt – ähnlich wie er mit SpaceX die traditionelle Raumfahrt-Lieferkette durch eigene Raketentriebwerke revolutioniert hat.
Allerdings ist TeraFab von Anfang an umstritten. Musk hat öffentlich vorgeschlagen, eine 2nm-Waferfabrik zu bauen, die keine herkömmlichen Reinräume benötigt, und behauptet, er könne „in der Wafer-Fabrik eine Zigarre rauchen“. Diese Aussage stieß in der Halbleiterbranche auf heftige Kritik.
Man muss wissen, dass die 2nm-Technologie extrem empfindlich gegenüber Partikeln ist. Staub, Hautschuppen oder Rauch-Asche können große Mengen an Wafern unbrauchbar machen. Reinräume sind kein konservatives Extra, sondern eine technische Notwendigkeit.
Branchenexperten meinen, Musks Äußerungen zeigen entweder ein mangelndes Verständnis der physikalischen Grenzen der Chip-Produktion oder sind eine bewusste PR-Strategie: extreme Aussagen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, gefolgt von „realistischeren“ Versionen.
Auch die Zielzahl von 100 bis 200 Milliarden Chips jährlich erscheint fragwürdig. TSMC lieferte 2024 etwa 30 bis 40 Milliarden Chips. Wenn TeraFab mit einer neuen Fabrik diese Menge übertreffen will, braucht es bahnbrechende Fertigungstechnologien, enorme Investitionen und mehrere Jahre Bauzeit.
Aus praktischer Sicht könnten die Strategien für TeraFab drei Richtungen einschlagen:
Erstens, Lizenzvereinbarungen mit bestehenden Chip-Herstellern wie Intel oder TSMC, um Fertigungstechnologien zu nutzen, anstatt alles neu zu entwickeln.
Zweitens, vertiefte Zusammenarbeit mit Intel Foundry Services (IFS), um bestehende Fabriken und Prozesse schnell zu erweitern.
Drittens, Kapitalbeteiligungen an bestehenden Produktionslinien, um durch Finanzinvestitionen Priorität bei der Kapazitätsnutzung zu erhalten.
Alle drei Ansätze verzichten auf den Bau herkömmlicher Reinräume und setzen stattdessen auf die Integration vorhandener Ressourcen und Skalierung – eine Strategie, die Musk in anderen Bereichen ebenfalls verfolgt.
Der Zeitpunkt von TeraFab fällt genau in den Trend der US-amerikanischen Halbleiter-Politik. Wenn Musk TeraFab als Teil einer Strategie präsentieren kann, die die Abhängigkeit von Taiwan verringert, könnte das auf politischer Ebene Vorteile bringen.
Der explosionsartige Anstieg der KI-Rechenleistung schafft ebenfalls Legitimität: Der weltweite Chip-Mangel ist längst kein reines Unternehmensproblem mehr, sondern eine Frage der nationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Tesla, NVIDIA und AMD stehen alle vor ähnlichen Engpässen. Wenn TeraFab auch nur einen Teil der Produktionskapazität ersetzen kann, eröffnet sich ein großer Markt. Die Frage ist: Was wird Musk in den nächsten sieben Tagen wirklich präsentieren? Ein detaillierter Fahrplan oder nur eine weitere PR-Inszenierung? Das ist die große Ungewissheit, auf die die Halbleiterbranche gespannt wartet.