Gesangslehrer lobt A-Mei und A-Lin für ihre authentischen Live-Auftritte beim Silvester in Taitung. In einer Ära, in der AI-gestützte Tonbearbeitung allgegenwärtig ist, hat diese unretuschierte, leicht fehlerhafte, aber warmherzige Darbietung erfolgreich die reine emotionale Kraft der Musik zurückgebracht.
Ein international bekannter Gesangslehrer aus China und Taiwan, Rozette, der für seine Bewertungen chinesischer Sänger bekannt ist, hat kürzlich die Live-Auftritte von A-Mei (阿妹) und A-Lin (黃麗玲) beim Taitung Silvester positiv bewertet und diese als eine Darbietung voller „echter Stimmen“ gelobt.
Sie beobachtete, dass A-Mei und A-Lin ihre Stimmbänder voll ausnutzen und gegenseitig die Stimmung wahrnehmen. A-Lin greift beim Background-Gesang sanft ein, um sicherzustellen, dass die Stimme mit der Melodie harmoniert. Durch tiefes Monitoring des anderen arbeiten sie in Echtzeit zusammen und zeigen ihre kreative Fähigkeit vor Ort.
Rozette betont, dass sie bei beiden die Basisstimmenlage im Hintergrund aufgebaut haben und eine hervorragende Mikrofonkontrolle demonstrieren. Sie vergleicht A-Meis kraftvolle Ausstrahlung und die Bewahrung ihres dichten Tremolo mit der amerikanischen Sängerin Lady Gaga und meint, beide zeigen ihr wahres Ich.
Natürlich ist diese völlig unretuschierte Darbietung nicht perfekt. Bei kleinen Intonationsfehlern im Chor, die Rozette oft bei Sängern kritisiert, bleibt sie dennoch positiv und findet, dass eine fehlerhafte, authentische Performance sehr schön sein kann.
Rozette erwähnt, dass je mehr Technologie genutzt wird, desto stärker der Zwang auf Perfektion bei der Öffentlichkeit wächst, was bei den Internetnutzern Resonanz findet.
Ein Nutzer äußerte, dass viele Menschen nach der Gewöhnung an retuschierte, perfekte Töne in einer Ära, in der die Ästhetik immer flacher wird, wirklich solche Auftritte brauchen, um wieder den ursprünglichen Geist zu finden.
Ein anderer merkt an, dass der Zwang zur Perfektion spürbar ist, und beginnt, den Wert der Menschlichkeit bei Live-Auftritten zu reflektieren.
Bildquelle: Kommentare auf CZ Media YT-Kanal, Meinungen der Nutzer zu den Live-Auftritten von A-Mei und A-Lin beim Taitung Silvester
Ein weiterer Nutzer bemerkt, dass chinesische Talentshows zu sehr auf Perfektion getrimmt sind und die Echtheit verloren haben, was ihn dazu veranlasst, keine weiteren Sendungen mehr zu schauen. Er ist sehr dankbar, dass es noch Künstler wie A-Mei gibt; ein chinesischer Nutzer kommentierte auch auf Bilibili, dass Auto-Tune und Schönheitsfilter die Fehler unakzeptabel machen und sogar Angst und Bösartigkeit hervorrufen.
Dank technischer Fortschritte wie Auto-Tune bei Live-Auftritten beginnen viele Shows, die perfekte Performance der Sänger zu fordern. Bei „Singer 2024“ wurde beispielsweise angekündigt, dass die Sendung vollständig live und unretuschiert sei, doch Rozette hinterfragte bei ihrer Bewertung, warum bei der Performance von Na Ying (那英) bei dem Lied „Mo“ (默) Anzeichen von Nachbearbeitung zu sehen waren.
Bildquelle: Screenshot vom Mango TV Music YT-Kanal, Auftritt von Na Ying bei „Singer 2024“ mit dem Lied „Mo“
Auch beim japanischen Silvester-Programm „Kōhaku Uta Gassen“ fällt auf, dass viele Idols oft mit Backing Tracks oder Auto-Tune arbeiten, was im Vergleich zu anderen japanischen Bands und Sängern, die unretuschiert auftreten, eine größere Distanz zur echten Performance schafft.
Neben den unretuschierten Auftritten der Sänger wurde die entspannte, natürliche und ausschließlich für die Künstler dienende Atmosphäre beim Taitung Silvester von vielen Taiwanern gelobt. Zwar gibt es auch Kritik an „gesanglicher Schwäche“ oder Stimmen, die „nicht mehr so stark sind wie früher“, oder Stimmen wie: „Obwohl ich weiß, dass A-Mei jetzt so aussieht, kann ich es nicht sofort akzeptieren und muss mich erst daran gewöhnen.“ Dennoch gilt die Veranstaltung für viele Taiwaner als das beste Silvester-Event 2026.
Hinter dem großen Erfolg des Taitung Silvester steht die Künstlerin, die die meisten Konzerte gibt: A-Mei. Nach dem Countdown sang sie noch ein bis zwei Stunden extra, was den Anwesenden quasi eine kostenlose Konzert-Performance bot.
Einige Sänger, die beim Silvester auftraten, verrieten, dass A-Mei, A-Lin und Dai A-Ling bereits am Vortag mit Alkohol begonnen hatten und auch im Backstage noch kleine Schlückchen zu sich nahmen. Fans scherzten: „In Korea gibt es die Hexenjäger-Gruppe, in Taiwan die Spirituosen-Queen-Group.“
Weiterführende Literatur:
In der AI-Ära ist es wichtiger denn je, den kreativen Ursprung zu bewahren! Rückblick auf „King of the Underworld“ von Naoki Urasawa – Warum kann AI den Menschen nicht übertreffen?
IVE Yujin lehnt ChatGPT-Liebesbriefe ab und löst Diskussionen aus! Können AI menschliche Gefühle und die Unvollkommenheit nicht kopieren?