Gate News Nachrichten, 18. März, veröffentlichte der leitende US-Aktienstratege von Morgan Stanley, Michael Wilson, eine Marktanalyse, die eine gegenteilige Ansicht zur aktuellen Marktpanik vertritt. Wilson ist der Meinung, dass die heftige Korrektur am Markt sowohl zeitlich als auch räumlich reif ist und sich der Markt eher dem Boden nähert als am Anfang eines Abwärtstrends steht. Daten zeigen, dass 50 % der Aktien im US-Russell-3000-Index (US Large-Cap-Index) um mehr als 20 % vom 52-Wochen-Hoch gefallen sind, auch im S&P 500-Index liegt dieser Anteil bei über 40 %, was darauf hindeutet, dass die Hälfte der Aktien in einem Bärenmarktbereich ist und die oberflächlichen Kursverluste die weite Verbreitung der internen Verluste unterschätzen. Wilson schätzt, dass dieser Verkaufsdruck eine “Korrektur im Bullenmarkt” darstellt, die im vergangenen Herbst mit der Straffung der Liquidität begann und deutlich vor der jüngsten Eskalation geopolitischer Konflikte. Er weist darauf hin, dass die derzeitige kapitulierende Verkaufswelle meist das Ende einer Korrektur markiert und nicht den Anfang. Anders als bei früheren Rezessionen, die mit Gewinnverschlechterungen einhergingen, wachsen die Gewinne der S&P 500-Komponenten derzeit um 13 % und beschleunigen sich sogar. Wilsons Ansicht basiert auf zwei Hauptannahmen: Der Konflikt im Zusammenhang mit Iran bleibt kontrolliert, und die internationalen Ölpreise bleiben unter 100 US-Dollar pro Barrel. Sollte der Ölpreis 100 US-Dollar überschreiten und sich darüber stabilisieren, könnte die Korrektur am Markt in eine ernsthaftere Krise umschlagen.