Der Kryptowährungssektor erlebte nach den Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell über die Unfähigkeit der Zentralbank, Bitcoin unter den aktuellen Vorschriften zu besitzen, einen starken Rückgang. Diese Klarstellung der Politik, die während einer Pressekonferenz nach der FOMC-Sitzung am 19. Januar 2025 gemacht wurde, löste eine bedeutende Marktkorrektur aus, die monatelange bullische Stimmung zunichte machte und große Krypto-Positionen in die Liquidation trieb.
Die regulatorische Haltung der Federal Reserve erschüttert das Vertrauen in Krypto
Powells Kommentare bezogen sich speziell auf Fragen zu den Wahlkampfversprechen von Präsident Donald Trump, eine US-Bitcoin-Strategiereserve aufzubauen. Der Fed-Chef erklärte, dass solche politischen Entscheidungen eine Kongressentscheidung erfordern würden, die Zentralbank unter den bestehenden Rahmenbedingungen nicht teilnehmen könne. Diese regulatorische Haltung widersprach den früheren Markterwartungen, die durch Trumps Wahlkampfversprechen im Juli 2024, 100 % aller vom US-Regierung gehaltenen oder erworbenen Bitcoins zu behalten, genährt wurden.
Die unmittelbare Reaktion des Marktes war deutlich. Bitcoin fiel nach Powells Ankündigung um 3 %, was eine Kaskade von Verkäufen im gesamten Kryptowährungsbereich auslöste. Diese Korrektur war besonders heftig für Altcoins, die im Vergleich zum führenden digitalen Vermögenswert überproportional unter Druck gerieten.
Massive Liquidationsereignisse deuten auf Marktextreme hin
Der starke Rückgang führte zu einem Verlust von über 700 Millionen US-Dollar an bullischen Positionen in den Kryptowährungs-Futures-Märkten. Bitcoin selbst fiel unter 100.000 USD, stabilisierte sich jedoch während der frühen asiatischen Handelsstunden, während alternative Token noch stärkere Verluste verzeichneten. XRP, DOGE und Solana zogen bis zu 5,5 % zurück, während BNB und Ethereum etwa 2,5 % verloren.
Chainlink erlitt die schwerwiegendsten Verluste und fiel um 10 %, während der Markt die regulatorischen Kommentare Powells verarbeitete. Dieser plötzliche Umschwung kehrte frühere Gewinne um, die durch den von Trump unterstützten World Liberty Financials Kauf von 2 Millionen LINK-Token ausgelöst wurden, was zeigt, wie schnell sich die Stimmung im Kryptomarkt ändern kann.
Daten von CoinGlass offenbarten eine wichtige Marktdynamik: Kleinere Altcoins und Meme-Token verzeichneten höhere Liquidationsverluste als Bitcoin- und Ethereum-Futures, was darauf hindeutet, dass Retail- und Leveraged-Trader während der Korrektur unverhältnismäßig hohe Verluste erlitten haben. Liquidationsereignisse dieser Größenordnung deuten typischerweise auf Marktextreme hin—entweder Panikverkäufe oder Panikkäufe—und können potenzielle Wendepunkte anzeigen.
Marktperspektiven zu Politik und Erholung
Branchenanalysten äußerten unterschiedliche Meinungen zur weiteren Entwicklung des Marktes. Nick Ruck, Direktor bei LVRG Research, vermutete, dass Powells Kommentare möglicherweise einen lokalen Höchststand markierten, insbesondere wenn eine US-Bitcoin-Strategiereserve tatsächlich vom Tisch ist. „Obwohl eine Zinssenkung normalerweise eine bullische Reaktion auslösen würde, reagierte der Markt stark auf die regulatorische Haltung des Fed-Chefs“, sagte Ruck.
Andererseits hielten Händler bei Singapore-basiertem QCP Capital eine langfristig positive Sichtweise. Das Unternehmen riet den Marktteilnehmern, bei temporären Abschwüngen an ihren Positionen festzuhalten, und betonte, dass 2025 insgesamt eine konstruktive Phase für die Bewertung von Kryptowährungen sein könnte, insbesondere mit dem Amtsantritt von Trumps Regierung.
Technische Erholung und kurzfristige Bounce-Dynamik
Nach dem ersten Verkaufssignal erlebte Bitcoin eine starke technische Erholung und stieg auf etwa 69.000 USD, nachdem Short-Positionen zwangsweise geschlossen wurden. Dieser Short Squeeze trieb auch verwandte Vermögenswerte nach oben, darunter Altcoins wie ETH, SOL, DOGE und ADA sowie kryptobezogene Aktien wie Circle und Coinbase.
Allerdings warnte Joel Kruger von LMAX Group, dass diese Erholung technisch getrieben sei und nicht durch fundamentale Faktoren gestützt werde, was sich in bärischer Positionierung und dünner Liquidität widerspiegle, anstatt durch klare positive Katalysatoren. Einige Fondsmanager, so Joshua Lim von FalconX, begannen, in volatile Altcoins und Derivate zu rotieren, um von der Erholungsphase zu profitieren.
Kritische Widerstandsniveaus bestimmen den weiteren Kursverlauf
Die Nachhaltigkeit der Bitcoin-Erholung hängt von bestimmten technischen Meilensteinen ab. Bitcoin muss die Widerstandsniveaus bei 72.000 USD und 78.000 USD überwinden, um ein stärkeres strukturelles Aufwärtstrend-Signal im Kryptowarkt zu senden. Bis Mitte Februar 2026 zeigte der breitere Kryptosektor Anzeichen einer Stabilisierung, wobei die meisten großen Token in den letzten 24 Stunden Gewinne verzeichneten, was auf eine mögliche Erholungstendenz hindeutet.
Der kurzfristige Kursverlauf für Kryptowährungen hängt davon ab, ob Institutionen Powells Haltung als dauerhaften Gegenwind oder nur als vorübergehende politische Klarstellung sehen, die der Markt letztlich verdauen und überwinden kann.
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Krypto-Marktumkehr: $700M Liquidationskaskade folgt der Bitcoin-Politik des Fed
Der Kryptowährungssektor erlebte nach den Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell über die Unfähigkeit der Zentralbank, Bitcoin unter den aktuellen Vorschriften zu besitzen, einen starken Rückgang. Diese Klarstellung der Politik, die während einer Pressekonferenz nach der FOMC-Sitzung am 19. Januar 2025 gemacht wurde, löste eine bedeutende Marktkorrektur aus, die monatelange bullische Stimmung zunichte machte und große Krypto-Positionen in die Liquidation trieb.
Die regulatorische Haltung der Federal Reserve erschüttert das Vertrauen in Krypto
Powells Kommentare bezogen sich speziell auf Fragen zu den Wahlkampfversprechen von Präsident Donald Trump, eine US-Bitcoin-Strategiereserve aufzubauen. Der Fed-Chef erklärte, dass solche politischen Entscheidungen eine Kongressentscheidung erfordern würden, die Zentralbank unter den bestehenden Rahmenbedingungen nicht teilnehmen könne. Diese regulatorische Haltung widersprach den früheren Markterwartungen, die durch Trumps Wahlkampfversprechen im Juli 2024, 100 % aller vom US-Regierung gehaltenen oder erworbenen Bitcoins zu behalten, genährt wurden.
Die unmittelbare Reaktion des Marktes war deutlich. Bitcoin fiel nach Powells Ankündigung um 3 %, was eine Kaskade von Verkäufen im gesamten Kryptowährungsbereich auslöste. Diese Korrektur war besonders heftig für Altcoins, die im Vergleich zum führenden digitalen Vermögenswert überproportional unter Druck gerieten.
Massive Liquidationsereignisse deuten auf Marktextreme hin
Der starke Rückgang führte zu einem Verlust von über 700 Millionen US-Dollar an bullischen Positionen in den Kryptowährungs-Futures-Märkten. Bitcoin selbst fiel unter 100.000 USD, stabilisierte sich jedoch während der frühen asiatischen Handelsstunden, während alternative Token noch stärkere Verluste verzeichneten. XRP, DOGE und Solana zogen bis zu 5,5 % zurück, während BNB und Ethereum etwa 2,5 % verloren.
Chainlink erlitt die schwerwiegendsten Verluste und fiel um 10 %, während der Markt die regulatorischen Kommentare Powells verarbeitete. Dieser plötzliche Umschwung kehrte frühere Gewinne um, die durch den von Trump unterstützten World Liberty Financials Kauf von 2 Millionen LINK-Token ausgelöst wurden, was zeigt, wie schnell sich die Stimmung im Kryptomarkt ändern kann.
Daten von CoinGlass offenbarten eine wichtige Marktdynamik: Kleinere Altcoins und Meme-Token verzeichneten höhere Liquidationsverluste als Bitcoin- und Ethereum-Futures, was darauf hindeutet, dass Retail- und Leveraged-Trader während der Korrektur unverhältnismäßig hohe Verluste erlitten haben. Liquidationsereignisse dieser Größenordnung deuten typischerweise auf Marktextreme hin—entweder Panikverkäufe oder Panikkäufe—und können potenzielle Wendepunkte anzeigen.
Marktperspektiven zu Politik und Erholung
Branchenanalysten äußerten unterschiedliche Meinungen zur weiteren Entwicklung des Marktes. Nick Ruck, Direktor bei LVRG Research, vermutete, dass Powells Kommentare möglicherweise einen lokalen Höchststand markierten, insbesondere wenn eine US-Bitcoin-Strategiereserve tatsächlich vom Tisch ist. „Obwohl eine Zinssenkung normalerweise eine bullische Reaktion auslösen würde, reagierte der Markt stark auf die regulatorische Haltung des Fed-Chefs“, sagte Ruck.
Andererseits hielten Händler bei Singapore-basiertem QCP Capital eine langfristig positive Sichtweise. Das Unternehmen riet den Marktteilnehmern, bei temporären Abschwüngen an ihren Positionen festzuhalten, und betonte, dass 2025 insgesamt eine konstruktive Phase für die Bewertung von Kryptowährungen sein könnte, insbesondere mit dem Amtsantritt von Trumps Regierung.
Technische Erholung und kurzfristige Bounce-Dynamik
Nach dem ersten Verkaufssignal erlebte Bitcoin eine starke technische Erholung und stieg auf etwa 69.000 USD, nachdem Short-Positionen zwangsweise geschlossen wurden. Dieser Short Squeeze trieb auch verwandte Vermögenswerte nach oben, darunter Altcoins wie ETH, SOL, DOGE und ADA sowie kryptobezogene Aktien wie Circle und Coinbase.
Allerdings warnte Joel Kruger von LMAX Group, dass diese Erholung technisch getrieben sei und nicht durch fundamentale Faktoren gestützt werde, was sich in bärischer Positionierung und dünner Liquidität widerspiegle, anstatt durch klare positive Katalysatoren. Einige Fondsmanager, so Joshua Lim von FalconX, begannen, in volatile Altcoins und Derivate zu rotieren, um von der Erholungsphase zu profitieren.
Kritische Widerstandsniveaus bestimmen den weiteren Kursverlauf
Die Nachhaltigkeit der Bitcoin-Erholung hängt von bestimmten technischen Meilensteinen ab. Bitcoin muss die Widerstandsniveaus bei 72.000 USD und 78.000 USD überwinden, um ein stärkeres strukturelles Aufwärtstrend-Signal im Kryptowarkt zu senden. Bis Mitte Februar 2026 zeigte der breitere Kryptosektor Anzeichen einer Stabilisierung, wobei die meisten großen Token in den letzten 24 Stunden Gewinne verzeichneten, was auf eine mögliche Erholungstendenz hindeutet.
Der kurzfristige Kursverlauf für Kryptowährungen hängt davon ab, ob Institutionen Powells Haltung als dauerhaften Gegenwind oder nur als vorübergehende politische Klarstellung sehen, die der Markt letztlich verdauen und überwinden kann.