Denkst du, Technologie ist überbewertet? Plötzlich sind Technologiewerte fast so günstig wie einer der langweiligsten und am langsamsten wachsenden Teile des Aktienmarktes. Daten von FactSet zeigen, dass der XLK-ETF, der den S & P 500 Tech-Sektor abbildet, mit etwa 23-fachem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) gehandelt wird, während der XLP-ETF für Konsumgüter mit einem Vielfachen von rund 21 bewertet ist. Diese Bewertungsparität ist ungewöhnlich, da Technologiefirmen als Wachstumswerte gelten, während Investoren in Zeiten von Marktschwankungen eher auf Konsumgüter setzen, die ein geringeres Risiko und höhere Dividenden bieten. Die Wall Street ist in den letzten Monaten zunehmend besorgt über die künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Störungen bei Softwareaktien, was dazu führt, dass Investoren in stabilere, verlässlichere Unternehmen umschichten. Ein Blick auf einzelne Aktien spiegelt diesen seltsamen Trend ebenfalls wider. Nehmen wir Nvidia, das Aushängeschild für KI. Der Chiphersteller wird laut FactSet mit dem 23-fachen Kurs-Gewinn-Verhältnis bewertet. Walmart hingegen wird mit einem Vielfachen von über 42 mal den geschätzten Gewinnen des nächsten Jahres gehandelt. Zudem wird das zukünftige KGV von Nvidia niedriger ausfallen, da Analysten ihre Gewinnschätzungen nach dem neuesten Quartalsbericht erhöhen. Nvidia hat Gewinne, Umsätze und Prognosen vorgelegt, die die Erwartungen der Analysten übertroffen haben. Dennoch hat die Aktie nach diesem beeindruckenden Bericht kaum reagiert. Anders ausgedrückt: Das “E” in der KGV-Formel wird steigen, während das “P” ungefähr gleich bleibt – was das Vielfache nach unten treibt. Weitere Faktoren könnten Nvidia noch günstiger machen, so UBS Global Wealth Management. „Nvidia-Aktien haben sich in den letzten sechs Monaten deutlich abgewertet, da Investoren zunehmend besorgt sind über sogenannte Circular Financing, eine unsichere Kapitalrendite (RoI) bei KI-Ausgaben und die Ausgaben der Hyperscaler, die fast 100 % des operativen Cashflows ausmachen. Wir erwarten nicht, dass diese Bedenken kurzfristig verschwinden, und glauben, dass die Bewertung in den nächsten 12 Monaten weiter auf das aktuelle 24-fache KGV sinken könnte“, sagten UBS-Strategen.
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Bizarro-Welt: Technologie ist jetzt fast so günstig wie Konsumgüteraktien
Denkst du, Technologie ist überbewertet? Plötzlich sind Technologiewerte fast so günstig wie einer der langweiligsten und am langsamsten wachsenden Teile des Aktienmarktes. Daten von FactSet zeigen, dass der XLK-ETF, der den S & P 500 Tech-Sektor abbildet, mit etwa 23-fachem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) gehandelt wird, während der XLP-ETF für Konsumgüter mit einem Vielfachen von rund 21 bewertet ist. Diese Bewertungsparität ist ungewöhnlich, da Technologiefirmen als Wachstumswerte gelten, während Investoren in Zeiten von Marktschwankungen eher auf Konsumgüter setzen, die ein geringeres Risiko und höhere Dividenden bieten. Die Wall Street ist in den letzten Monaten zunehmend besorgt über die künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Störungen bei Softwareaktien, was dazu führt, dass Investoren in stabilere, verlässlichere Unternehmen umschichten. Ein Blick auf einzelne Aktien spiegelt diesen seltsamen Trend ebenfalls wider. Nehmen wir Nvidia, das Aushängeschild für KI. Der Chiphersteller wird laut FactSet mit dem 23-fachen Kurs-Gewinn-Verhältnis bewertet. Walmart hingegen wird mit einem Vielfachen von über 42 mal den geschätzten Gewinnen des nächsten Jahres gehandelt. Zudem wird das zukünftige KGV von Nvidia niedriger ausfallen, da Analysten ihre Gewinnschätzungen nach dem neuesten Quartalsbericht erhöhen. Nvidia hat Gewinne, Umsätze und Prognosen vorgelegt, die die Erwartungen der Analysten übertroffen haben. Dennoch hat die Aktie nach diesem beeindruckenden Bericht kaum reagiert. Anders ausgedrückt: Das “E” in der KGV-Formel wird steigen, während das “P” ungefähr gleich bleibt – was das Vielfache nach unten treibt. Weitere Faktoren könnten Nvidia noch günstiger machen, so UBS Global Wealth Management. „Nvidia-Aktien haben sich in den letzten sechs Monaten deutlich abgewertet, da Investoren zunehmend besorgt sind über sogenannte Circular Financing, eine unsichere Kapitalrendite (RoI) bei KI-Ausgaben und die Ausgaben der Hyperscaler, die fast 100 % des operativen Cashflows ausmachen. Wir erwarten nicht, dass diese Bedenken kurzfristig verschwinden, und glauben, dass die Bewertung in den nächsten 12 Monaten weiter auf das aktuelle 24-fache KGV sinken könnte“, sagten UBS-Strategen.