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Axiology erhält EU-DLT-Lizenz zur Behebung von Ineffizienzen in den Kapitalmärkten
In einem regulatorischen Meilenstein für das europäische Finanzsystem wurde das litauische Fintech-Unternehmen Axiology im Rahmen des EU-Distributed-Ledger-Technology-(DLT)-Pilotprogramms autorisiert, eine vollständig integrierte digitale Handels- und Abwicklungsplattform zu betreiben. Damit ist Axiology das zweite Unternehmen in der Europäischen Union, das diese Bezeichnung erhält – und das erste in den baltischen und nordischen Regionen.
Unter der Leitung des ehemaligen Zentralbankers Marius Jurgilas will das Unternehmen den Zugang zu Kapitalmärkten für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und Privatanleger durch eine regulierte, blockchain-basierte Infrastruktur revolutionieren. Die Lizenz wurde von der Bank Litauens in Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) erteilt.
Barrieren im Marktzugang abbauen
Die Kapitalmärkte in Europa kämpfen seit langem mit Fragmentierung, hohen Kosten und prozeduralen Ineffizienzen. Diese Hürden treffen vor allem kleinere Emittenten und Investoren, die nicht die Skalierungsmöglichkeiten haben, um traditionelle Nachhandelsysteme zu nutzen. Axiologys Plattform adressiert diese Barrieren, indem sie alte Infrastruktur durch ein digitales Framework ersetzt, das Ausgabe, Handel und Abwicklung vereinfacht.
Mit der neuen Lizenz kann Axiology ein auf Distributed Ledger basierendes Handels- und Abwicklungssystem – bekannt als DLT TSS – betreiben, das Notar-, Verwahr- und integrierte Abwicklungsfunktionen umfasst. Die Plattform basiert auf einer permissioned Version des XRP Ledger (XRPL), einem Blockchain-Protokoll, das für seine Sicherheit und die Fähigkeit, hochvolumige Finanztransaktionen zu verarbeiten, bekannt ist.
Durch die Eliminierung von Zwischenhändlern und die Automatisierung der Nachhandelsprozesse senkt Axiology die Kosten für den Bond-Lifecycle um über 40 % und ersetzt zweitägige Abwicklungszeiten durch Echtzeit-Transaktionen.
Von regulatorischer Vision zur Marktrealität
Das im Jahr 2023 eingeführte DLT-Pilotprogramm der EU ist Teil eines umfassenderen Vorhabens, die Infrastruktur der Finanzmärkte zu modernisieren. Es gewährt ausgewählten Unternehmen rechtliche Ausnahmen, um blockchain-basierte Plattformen innerhalb eines kontrollierten Rahmens zu entwickeln und zu testen. Ziel ist es, praktische Erkenntnisse zu gewinnen, die ein dauerhaftes regulatorisches Modell informieren können.
Axiology hat bereits an mehreren Pilotprojekten mit Zentralbanken teilgenommen. Dazu gehören Tests mit der Nationalbank Georgiens und der Banco de la República in Kolumbien sowie von der EZB geleitete Experimente mit dem digitalen Euro und Szenarien für die Emission von Staatsanleihen unter Verwendung des Trigger-Mechanismus der Bundesbank.
Die Bewertung der ESMA im Juni 2025 stellte fest, dass das DLT-Pilotprogramm erfolgreich Innovationen in der KMU-Finanzierung und der Nachhandelsautomatisierung gefördert hat – Ziele, die eng mit der Mission von Axiology verbunden sind.
Zugang zu digitalen Anleihen für Privatanleger und KMU erleichtern
Die Infrastruktur von Axiology ermöglicht es Finanzunternehmen, digitale Anleihen auszugeben und zu handeln, ohne eigene Plattformen aufbauen zu müssen. Diese Fähigkeit ist besonders aktuell, da die Anleiheemissionen in Europa zunehmen. Mittelständische Unternehmen und Staatsanleihen-Emittenten nutzen die Märkte für Kapital, doch die bestehenden Systeme schränken die Teilnahme von Privatanlegern ein.
Jurgilas erklärt, dass die Plattform dieses Missverhältnis behebt. Privatanleger suchen nach höher verzinsten Instrumenten, greifen aber oft zu riskanten Alternativen wie CFDs, Binären Optionen oder volatilen Krypto-Assets. Axiology bietet einen regulierten Kanal für den Zugang zu festverzinslichen Produkten, sodass Anleger am Anleihemarkt teilnehmen können – durch regelkonforme, kleine Ticketangebote.
Das Unternehmen führt auch Gespräche mit dem litauischen Finanzministerium über die Emission digitaler Staatsanleihen. Diese könnten niedrigere Nennwerte haben und für Privatpersonen konzipiert sein, um öffentliche Finanzierungsziele, einschließlich Verteidigungsausgaben, zu unterstützen.
Auf dem Weg zu einer einheitlichen digitalen Marktinfrastruktur
Das übergeordnete Ziel von Axiology ist die Schaffung einer nahtlosen, paneuropäischen Infrastruktur, die aktuelle politische Absichten mit praktischen Marktbedürfnissen verbindet. Laut Jochen Metzger, Vorstandsmitglied bei Axiology und Global Head of Markets bei NowCM, wird die nächste Welle der Finanzinnovation von einer robusten digitalen Infrastruktur abhängen, die Fragmentierung beseitigt und die Effizienz steigert.
Die Technologie des Unternehmens ist modular aufgebaut und für die Integration konzipiert. Sie ermöglicht Emittenten, Broker-Dealer, Crowdfunding-Plattformen und digitale Maklerfirmen, neue Produkte einzuführen, ohne ihre Systeme grundlegend zu überarbeiten. Diese Flexibilität soll Partner im Europäischen Wirtschaftsraum anziehen, während das Unternehmen ab Herbst 2025 eine schrittweise Expansion plant.
Diese Seite kann Inhalte Dritter enthalten, die ausschließlich zu Informationszwecken bereitgestellt werden (keine Zusicherungen oder Garantien), und sie sind nicht als Billigung der darin geäußerten Ansichten durch Gate oder als finanzielle bzw. fachliche Beratung zu verstehen. Weitere Informationen finden Sie im Haftungsausschluss.
Axiology erhält erste DLT-Lizenz in der Baltic-Nordic-Region und setzt sich für die Reform der EU-Kapitalmärkte ein
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Axiology erhält EU-DLT-Lizenz zur Behebung von Ineffizienzen in den Kapitalmärkten
In einem regulatorischen Meilenstein für das europäische Finanzsystem wurde das litauische Fintech-Unternehmen Axiology im Rahmen des EU-Distributed-Ledger-Technology-(DLT)-Pilotprogramms autorisiert, eine vollständig integrierte digitale Handels- und Abwicklungsplattform zu betreiben. Damit ist Axiology das zweite Unternehmen in der Europäischen Union, das diese Bezeichnung erhält – und das erste in den baltischen und nordischen Regionen.
Unter der Leitung des ehemaligen Zentralbankers Marius Jurgilas will das Unternehmen den Zugang zu Kapitalmärkten für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und Privatanleger durch eine regulierte, blockchain-basierte Infrastruktur revolutionieren. Die Lizenz wurde von der Bank Litauens in Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) erteilt.
Barrieren im Marktzugang abbauen
Die Kapitalmärkte in Europa kämpfen seit langem mit Fragmentierung, hohen Kosten und prozeduralen Ineffizienzen. Diese Hürden treffen vor allem kleinere Emittenten und Investoren, die nicht die Skalierungsmöglichkeiten haben, um traditionelle Nachhandelsysteme zu nutzen. Axiologys Plattform adressiert diese Barrieren, indem sie alte Infrastruktur durch ein digitales Framework ersetzt, das Ausgabe, Handel und Abwicklung vereinfacht.
Mit der neuen Lizenz kann Axiology ein auf Distributed Ledger basierendes Handels- und Abwicklungssystem – bekannt als DLT TSS – betreiben, das Notar-, Verwahr- und integrierte Abwicklungsfunktionen umfasst. Die Plattform basiert auf einer permissioned Version des XRP Ledger (XRPL), einem Blockchain-Protokoll, das für seine Sicherheit und die Fähigkeit, hochvolumige Finanztransaktionen zu verarbeiten, bekannt ist.
Durch die Eliminierung von Zwischenhändlern und die Automatisierung der Nachhandelsprozesse senkt Axiology die Kosten für den Bond-Lifecycle um über 40 % und ersetzt zweitägige Abwicklungszeiten durch Echtzeit-Transaktionen.
Von regulatorischer Vision zur Marktrealität
Das im Jahr 2023 eingeführte DLT-Pilotprogramm der EU ist Teil eines umfassenderen Vorhabens, die Infrastruktur der Finanzmärkte zu modernisieren. Es gewährt ausgewählten Unternehmen rechtliche Ausnahmen, um blockchain-basierte Plattformen innerhalb eines kontrollierten Rahmens zu entwickeln und zu testen. Ziel ist es, praktische Erkenntnisse zu gewinnen, die ein dauerhaftes regulatorisches Modell informieren können.
Axiology hat bereits an mehreren Pilotprojekten mit Zentralbanken teilgenommen. Dazu gehören Tests mit der Nationalbank Georgiens und der Banco de la República in Kolumbien sowie von der EZB geleitete Experimente mit dem digitalen Euro und Szenarien für die Emission von Staatsanleihen unter Verwendung des Trigger-Mechanismus der Bundesbank.
Die Bewertung der ESMA im Juni 2025 stellte fest, dass das DLT-Pilotprogramm erfolgreich Innovationen in der KMU-Finanzierung und der Nachhandelsautomatisierung gefördert hat – Ziele, die eng mit der Mission von Axiology verbunden sind.
Zugang zu digitalen Anleihen für Privatanleger und KMU erleichtern
Die Infrastruktur von Axiology ermöglicht es Finanzunternehmen, digitale Anleihen auszugeben und zu handeln, ohne eigene Plattformen aufbauen zu müssen. Diese Fähigkeit ist besonders aktuell, da die Anleiheemissionen in Europa zunehmen. Mittelständische Unternehmen und Staatsanleihen-Emittenten nutzen die Märkte für Kapital, doch die bestehenden Systeme schränken die Teilnahme von Privatanlegern ein.
Jurgilas erklärt, dass die Plattform dieses Missverhältnis behebt. Privatanleger suchen nach höher verzinsten Instrumenten, greifen aber oft zu riskanten Alternativen wie CFDs, Binären Optionen oder volatilen Krypto-Assets. Axiology bietet einen regulierten Kanal für den Zugang zu festverzinslichen Produkten, sodass Anleger am Anleihemarkt teilnehmen können – durch regelkonforme, kleine Ticketangebote.
Das Unternehmen führt auch Gespräche mit dem litauischen Finanzministerium über die Emission digitaler Staatsanleihen. Diese könnten niedrigere Nennwerte haben und für Privatpersonen konzipiert sein, um öffentliche Finanzierungsziele, einschließlich Verteidigungsausgaben, zu unterstützen.
Auf dem Weg zu einer einheitlichen digitalen Marktinfrastruktur
Das übergeordnete Ziel von Axiology ist die Schaffung einer nahtlosen, paneuropäischen Infrastruktur, die aktuelle politische Absichten mit praktischen Marktbedürfnissen verbindet. Laut Jochen Metzger, Vorstandsmitglied bei Axiology und Global Head of Markets bei NowCM, wird die nächste Welle der Finanzinnovation von einer robusten digitalen Infrastruktur abhängen, die Fragmentierung beseitigt und die Effizienz steigert.
Die Technologie des Unternehmens ist modular aufgebaut und für die Integration konzipiert. Sie ermöglicht Emittenten, Broker-Dealer, Crowdfunding-Plattformen und digitale Maklerfirmen, neue Produkte einzuführen, ohne ihre Systeme grundlegend zu überarbeiten. Diese Flexibilität soll Partner im Europäischen Wirtschaftsraum anziehen, während das Unternehmen ab Herbst 2025 eine schrittweise Expansion plant.