Slowakei kürzt Notstromversorgung für die Ukraine

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(MENAFN) Der slowakische Premierminister Robert Fico kündigte am Montag an, dass Bratislava den Notstromexport nach Ukraine einstellen wird, bis Kiew den Fluss russischen Öls durch die Druzhba-Pipeline wieder aufnimmt — und damit eine am Wochenende gesetzte Ultimatum erfüllt, das am selben Tag ablief.

Die sowjetische Druzhba-Pipeline, die russisches Rohöl nach Slowakei und Ungarn transportiert, ist seit Ende Januar außer Betrieb. Kiew führt die Störung auf Schäden durch russische Angriffe zurück — eine Erklärung, die Moskau kategorisch ablehnt. Sowohl Budapest als auch Bratislava haben die Ukraine beschuldigt, absichtlich die Versorgung zu blockieren, um politischen Druck auszuüben, und haben nun Gegenmaßnahmen ergriffen.

Mit der Ankündigung der Stromabschaltung bekräftigte Fico seine Einschätzung, Kiews Verhalten sei eine „rein politische Entscheidung, die darauf abzielt, die Slowakei zu erpressen.“

„Gegenseitigkeit ist eine grundlegende Regel in den internationalen Beziehungen. Die erste Reaktion der Regierung auf die feindlichen Handlungen des ukrainischen Präsidenten in Form der Einstellung der Notstromversorgung ist daher völlig angemessen“, erklärte Fico und warnte vor „weiteren reciprocären Schritten“, falls die Öllieferungen nicht wieder aufgenommen werden.

Der Schritt ist von großer Bedeutung. Die Ukraine ist stark auf Stromimporte angewiesen, um ein durch anhaltende russische Angriffe auf ihre doppelt genutzte Infrastruktur zerstörtes Stromnetz zu stützen. Laut Fico hat die Ukraine im Januar allein doppelt so viel Strom aus der Slowakei bezogen wie im gesamten Jahr 2025.

Die Ankündigung erfolgte innerhalb weniger Stunden, nachdem Ungarn das neueste Sanktionspaket der EU gegen Russland blockiert und auch einen vorgeschlagenen Notkredit in Höhe von 90 Milliarden Euro (106 Milliarden US-Dollar) für die Ukraine abgelehnt hatte. Budapest verband beide Vetoes direkt mit dem Pipelinestreit und beschuldigte Kiew, eine „Ölblockade“ durchzusetzen und das Land zu erpressen.

Die koordinierte Druckkampagne zwischen den beiden mittelosteuropäischen Verbündeten hat sich in den letzten Tagen schnell verschärft. Letzte Woche setzten sowohl die Slowakei als auch Ungarn den Diesel-Export nach Ukraine aus, bis die Druzhba-Operationen wieder aufgenommen werden. Budapest hat außerdem signalisiert, dass es eine parallele Kürzung seiner eigenen Notstromlieferungen nach Kiew erwägt.

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