[Red Envelope] Bruder Bai liest Kapitel 12 des Tao Te Ching: Zu große Begierde ist die größte Gefahr beim Investieren!

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Zwölftes Kapitel Originaltext

Fünf Farben blenden die Augen,
fünf Töne lähmen das Gehör,
fünf Geschmäcker verwöhnen den Mund,
das Rennen und Jagen lassen das Herz verrückt werden,
seltene Güter behindern das Handeln.
Deshalb richtet der Weise den Bauch aus, nicht die Augen,
daher wählt er das eine und lässt das andere.

Im vorherigen Abschnitt haben wir die dialektische Einheit von Sein und Nichtsein erklärt, die Bedeutung des leeren Wissens, des Freiraums in der Handlung und des kontinuierlichen Lernens und Iterierens – dies ist die Voraussetzung für nachhaltigen und stabilen Gewinn.

Im Kapitel 12 macht Laozi direkt klar: Egal wie hoch dein Wissen, wie gut dein System, wie streng deine Regeln sind, sobald du von Begierden geleitet wirst, verlierst du trotzdem alles.

Der größte Fehler der Investoren ist die Unvereinbarkeit von Begierde und Fähigkeit. Dieses Prinzip haben wir bereits mehrfach erläutert und in den vorherigen Kapiteln wiederholt.

Dieses Kapitel ist das ehrlichste, realistischste und alltagsnäheste Kapitel des gesamten „Dao De Jing“. Es spricht keine abstrakten Theorien, sondern öffnet direkt das Herz der Investoren: Das größte Risiko am Markt ist nie eine schlechte Entwicklung, sondern deine innere Begierde – die Unvereinbarkeit von Begierde und Fähigkeit. Zu viel wollen, zu wenig geben; zu viel verdienen wollen, zu wenig verstehen.

Man kann sagen, jeder große Verlust, den du am Markt erlitten hast, hat hier seine Wurzel.

  1. Fünf Farben blenden die Augen: Je bunter der Markt, desto schwerer ist es, die Wahrheit zu erkennen
    Fünf Farben sind vielfältige, schillernde, blendende Farben. Zu viel, zu bunt, zu überwältigend – die Menschen werden verwirrt, sehen nichts mehr, das nennt man „Augenblindheit“.

Im Investment sind das die kontinuierlichen Limit-Plus-Tage, die immer wieder verdoppelnden „Teufelsaktien“, die voll Bildschirm vor Freude jubelnden Hotspots, die überall gehypten Branchen, die Atmosphäre, in der jeder ein Aktiengott zu sein glaubt – all das sind die „Fünf Farben“. Je bunter und greller diese Erscheinungen, desto verwirrter wird das Herz. Und wenn das Herz verwirrt ist, sind die Augen blind.

Der Markt ist geschickt darin, die gefährlichsten Wahrheiten hinter den schönsten Fassaden zu verbergen. Bei großen Kursanstiegen meinen manche, sie seien vom Himmel gesandt; in der Euphorie glauben manche, es sei anders als früher; im Höhepunkt denken manche, es werde ewig steigen, ja, sie entwickeln sogar einen „Glauben“. Wenn die Welle zurückgeht, merken sie, dass sie nur nackt geschwommen sind. Es ist nicht die Marktlage zu brutal, sondern du hast dich von den „Fünf Farben“ blenden lassen.

Wahre Meister lassen sich nicht von den äußeren Schwankungen täuschen. Sie sind nicht blind, weil ihr Herz nicht blind ist; ihr Herz ist nicht blind, weil sie die Regeln einhalten, die Begierden zügeln und die Gesetzmäßigkeiten klar erkennen.

  1. Fünf Töne lähmen das Gehör: Je mehr Lärm, desto schwerer ist es, die große Wahrheit zu hören
    Fünf Töne sind die Töne Gong, Shang, Jue, Yu, Bi – die verschiedenen Geräusche und Lärm.
    Wenn man zu viel, zu chaotisch, zu laut hört, wird man taub und kann die eigentliche Stimme nicht mehr hören.

Im Investment sind das die Prognosen verschiedener Experten, die überall kursierenden Gerüchte, die hektische Diskussion in Foren, die Mythen der schnellen Profite in Kurzvideos, die täglich unzähligen positiven und negativen Nachrichten – all das sind die „Fünf Töne“. Je mehr Lärm, desto unruhiger wird das Herz; je unruhiger das Herz, desto chaotischer die Urteile, desto leichter verliert man den Überblick.

Viele Kleinanleger verstehen den Markt nicht, sondern sind „taub“ geworden. Sie hören die eigene Systemstimme nicht mehr, sondern nur noch die Rufe anderer; sie hören die Warnungen der Regeln nicht mehr, sondern nur noch die Verlockung hoher Gewinne; sie hören die Warnungen vor Risiken nicht mehr, sondern nur noch den Impuls, alles zu investieren.

Die Ohren der Meister sind „geschlossen“. Nicht, weil sie nichts hören, sondern weil sie nur die Regeln hören, den Lärm ignorieren; nur das System vertrauen, Gerüchte ablehnen; nur die Gesetzmäßigkeiten sehen, die Emotionen ausblenden.

  1. Fünf Geschmäcker verwöhnen den Mund: Je mehr Reize, desto leichter verliert man die Urteilskraft
    Fünf Geschmäcker sind sauer, süß, bitter, salzig, scharf – die verschiedenen intensiven Geschmacksrichtungen.
    Zu starke, zu reizvolle Geschmäcker verderben den Geschmackssinn, man kann den wahren Geschmack nicht mehr erkennen – das nennt man „Mundwohl“.

Im Investment sind das die starken Reize, die viele suchen: die schnelle Gewinnmitnahme, die Euphorie beim Profit, die Aufregung bei Limit-Plus, die Sucht nach häufigen Käufen und Verkäufen. Je mehr Reiz, desto tauber wird man; je tauber, desto unkontrollierter die Handlungen.

Viele Kleinanleger handeln nicht wirklich nach Investitionsprinzipien, sondern jagen nur nach Reizen. Sie können einen Tag ohne Handel nicht ertragen, ohne Chart nicht ruhig bleiben, ohne Hotspot nicht nervös werden. Sie machen immer mehr Fehler, geraten in einen Teufelskreis.

Wahre Meister streben nicht nach Reiz, sondern nach Regeln; nicht nach Schnelligkeit, sondern nach Ordnung; nicht nach kurzfristigen Gewinnen, sondern nach langfristigem Überleben.

  1. Das wilde Jagen und Jagen lässt das Herz verrückt werden: Je verrückter der Handel, desto schneller das Ende
    Das wilde Jagen ist das Reiten und Jagen, das hemmungslose Rennen, das Ausleben der Begierden. Wenn man die Begierden bis zum Äußersten auslebt, wird das Herz verrückt, verliert die Vernunft.

Im Investment ist das der gefährlichste Zustand.

Was bedeutet „Herz verrückt“?
Sobald eine Aktie steigt, wird nachgekauft;
bei fallenden Kursen gerät man in Panik;
bei roten Kerzen steigt die Gier, bei grünen Kerzen wird verkauft;
bei Gewinn wird man übermütig, bei Verlust sucht man Rache;
bei jeder Entwicklung stürzt man sich voll rein, setzt alles aufs Spiel, riskiert alles.

Verrückte Herzen haben keine Regeln, keine Grenzen, keinen Respekt. Sie sehen nur den Profit, nicht die Risiken; nur den Impuls, nicht das Nachdenken; nur die Begierde, nicht die Selbstkontrolle.

Der Markt ist der beste Lehrer, aber auch der grausamste Richter. Das Universum ist unbarmherzig, der Markt hat keine Gefühle, er zeigt kein Mitleid, sondern handelt nach Gesetzmäßigkeiten. Er bestraft alles Ungehorsam und jede Verrücktheit. Wir haben dieses Thema bereits im Kapitel 5 behandelt.

  1. Seltene Güter behindern das Handeln: Fixierung auf schnelle Profite führt auf die falsche Spur
    Seltene Güter sind kostbare, seltene Schätze. Wenn man zu sehr danach strebt, handelt man unvernünftig, riskiert alles – das nennt man „Handelsbehinderung“.

Im Investment sind das schnelle Reichtümer, verdoppelnde Teufelsaktien, das blind verdiente Geld, das „ohne Arbeit“ verdient wird.

Viele Menschen kommen nicht zum Investieren, sondern träumen nur. Sie sind fixiert auf die Illusion, durch schnelle Profite reich zu werden, auf das Märchen vom „ohne Arbeit reich werden“, auf die Hoffnung, durch eine einzige Chance alles zu verändern.

Aus dieser Fixierung handeln sie ohne Lernen, ohne Nachdenken, brechen die Regeln, setzen alles auf eine Karte, kaufen bei Hochpunkten, ohne Stop-Loss, ohne Risikomanagement, ohne auf Ratschläge zu hören. Sie sehen die Falle nicht, sondern halten sie für eine Chance; sie sehen den Abgrund nicht, sondern halten ihn für einen Weg.

Der Markt ist der ehrlichste Ort: Das Geld, das du mit Glück verdient hast, wirst du mit Können wieder verlieren. Die Gewinne, die du dir auf Fixierung auf „Seltene Güter“ aufgebaut hast, wird der Markt dir mit Zinsen und Zinseszinsen wieder abnehmen.

Wahre Meister sind nicht gierig nach „seltenen Gütern“, sondern verdienen nur innerhalb ihres Wissens, handeln nur nach Regeln, bleiben innerhalb ihrer Fähigkeiten.

  1. Deshalb soll der Weise den Bauch wählen, nicht die Augen, und das Eine nehmen, das andere lassen
    Hier gibt Laozi die einzige Lösung für Investoren: den Bauch wählen, nicht die Augen, das Eine nehmen, das andere lassen.

Was bedeutet „die Augen“?
Das Streben nach Erscheinungen, nach Reizen, nach Eitelkeit, nach dem Erfolg in den Augen anderer. Hotspots jagen, auf schnelle Profite aus sein, chaotisch handeln, sich von Emotionen leiten lassen.

Was bedeutet „den Bauch“?
Das Streben nach Gesetzmäßigkeiten, nach Trends, nach Zyklen, nach Regeln, nach langfristigem Zinseszins. Das System bewahren, Disziplin wahren, das Wissen schützen, Ehrfurcht bewahren.

Der, der nur die Augen verfolgt, wird vom Markt erzogen; der, der den Bauch wählt, wird vom Markt belohnt. Das eine ist die falsche Wahl, das andere die richtige.

Dieses Kapitel will nicht die Sinnesfreuden preisen, sondern alle Investoren warnen. Das bunte Treiben blendet die Wahrheit; der Lärm im Ohr macht die Regeln unhörbar; die Reize im Mund rauben den klaren Blick; das wilde Jagen bringt den Zusammenbruch; die Fixierung auf seltene Güter führt ins Risiko.

Wenn du weißt, dass das falsch ist, dann sei im Markt ruhig, wenn es heiß ist; sei ruhig bei Versuchungen; beherrsche deine Begierden. Nutze Disziplin, Ruhe, Weisheit, um Gier, Zorn und Unwissenheit zu bekämpfen.

Halte an den Regeln, an der Disziplin, an dir selbst fest, nur so kannst du im Markt stabil bleiben, langfristig gehen und dauerhaft verdienen.

Im nächsten Kapitel wird Laozi weiter über die Gelassenheit bei Lob und Tadel sprechen, über die großen Gefahren und wie man ruhig bleibt bei Auf- und Abwärts, bei Gewinn und Verlust.

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