Pentagon verschärft sein Ultimatum an Anthropic im Streit um KI-Nutzung

Pentagon verschärft sein Ultimatum gegenüber Anthropic im Streit um KI-Nutzung

Iain Marlow

Freitag, 27. Februar 2026, 04:37 Uhr MEZ+9 2 Min. Lesezeit

In diesem Artikel:

ANTH.PVT

(Bloomberg) – Das Pentagon hat am Donnerstag seinen laufenden Streit mit Anthropic PBC verschärft und öffentlich eine Drohung ausgesprochen, das KI-Startup effektiv vom US-Militär-Lieferkettennetz auszuschließen.

In einem Beitrag in sozialen Medien warnte der Hauptsprecher des Verteidigungsministeriums, Sean Parnell, Anthropic vor einer Frist am Freitag um 17:01 Uhr in Washington, um dem Pentagon die uneingeschränkte Nutzung der AI-Tools Claude Gov von Anthropic zu ermöglichen, nachdem das Unternehmen zuvor auf gewisse Sicherheitsvorkehrungen bestanden hatte.

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„Dies ist eine einfache, vernünftige Bitte, die verhindern wird, dass Anthropic kritische Militäroperationen gefährdet und möglicherweise unsere Soldaten in Gefahr bringt“, schrieb Parnell. Ein hochrangiger Pentagon-Beamter bestätigte am Donnerstag, dass das Verteidigungsministerium seinem Angebot an Anthropic am Mittwoch die letzte Frist gesetzt hatte.

In den Gesprächen mit dem Pentagon hat Anthropic US-Beamte gebeten, ihre Produkte nicht für die Entwicklung von Waffen zu verwenden, die autonom feindliche Kämpfer anvisieren oder Massenüberwachung amerikanischer Bürger durchführen, so Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Das Pentagon hat sich gewehrt und verlangt, Claude – eines der wenigen KI-Tools, das für geheime Cloud-Arbeiten zugelassen ist – ohne Einschränkungen durch das Unternehmen nutzen zu können. Das Verteidigungsministerium hat auch gedroht, das Defense Production Act aus der Zeit des Kalten Krieges zu nutzen, um Anthropic-Software trotzdem einzusetzen.

Parnells X-Post am Donnerstag war die erste offizielle Erklärung des Ministeriums, die potenzielle Konsequenzen darlegte.

Das Pentagon hat kein Interesse an Massenüberwachung oder der Entwicklung „autonomer Waffen, die ohne menschliches Eingreifen operieren“, schrieb Parnell.

„Wir werden KEINEM Unternehmen erlauben, die Bedingungen für unsere operativen Entscheidungen vorzugeben“, fuhr er fort. „Sie haben bis Freitag um 17:01 Uhr ET Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Andernfalls werden wir unsere Partnerschaft mit Anthropic beenden und sie als Risiko in der Lieferkette einstufen.“

– Mit Unterstützung von Katrina Manson.

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