BlockBeats Nachrichten, 27. Februar: Ökonomen analysieren, dass selbst wenn der Produktivitätsboom durch künstliche Intelligenz Realität wird, es schwierig sein wird, die öffentlichen Finanzen der wichtigsten Volkswirtschaften grundlegend zu lösen. Es könnte jedoch mehr Zeit für Anpassungen verschaffen.
Der OECD-Ökonom Filiz Unsal sagte, wenn die durch KI getriebene Produktivitätssteigerung die Beschäftigung ankurbeln könne, könnten die Schuldenstände der OECD-Länder wie die USA, Deutschland und Japan bis 2036 im Vergleich zu den aktuellen Erwartungen um 10 Prozentpunkte sinken – aber das würde immer noch deutlich über dem aktuellen Niveau liegen.
Der Ökonom Idanna Appio, der bei der New Yorker Federal Reserve tätig war, erklärte, dass Produktivitätssteigerungen wie „Magie“ seien, die die fiskalische Lage erheblich verbessern könnten, aber „unsere Finanzprobleme weit über den Bereich hinausgehen, den die Produktivität beheben kann“.
Analysen deuten darauf hin, dass die Alterung der Bevölkerung die zentrale Herausforderung ist. Kevin Khang, Leiter der globalen Wirtschaftsforschung bei Vanguard, sagte, die Ursachen der Verschuldung lägen in der Alterung und den damit verbundenen Sozialleistungen. „Die Lösung dieses Problems erfordert eine Reform der Finanzen, und KI verschafft uns nur Zeit.“
Zudem bestehen Unsicherheiten bei Steuern und Ausgaben: Wenn KI zu einem Rückgang der Beschäftigung oder zu maximalen Gewinnen und Kapitalerträgen führt, könnten die Staatseinnahmen hinter den Erwartungen zurückbleiben; wenn die Produktivitätssteigerung die Löhne im privaten Sektor erhöht, steigen auch die Arbeitskosten der Regierung. Barclays warnte, dass eine Rezession vor dem KI-Boom eintreten könnte, was die Märkte frühzeitig auf die Fiskalentwicklung nervös machen könnte.