Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Japan über hohe Zölle auf Auto- und Stahlimporte erreichen einen Siedepunkt. Der japanische Premierminister hat die Situation als “nationale Krise” bezeichnet, die das Rückgrat der japanischen Wirtschaft – die Automobilindustrie – schwer beeinträchtigen könnte. Als Reaktion darauf reist Japans oberster Handelsverhandler Rjosei Akazawa am 30. Mai, nur eine Woche nach der dritten Runde in Washington, für eine vierte Runde der Handelsgespräche zurück in die USA.
🔹 Handelsstreit eskaliert Akazawa plant ein Treffen mit dem US-Finanzminister Scott Bessent, wobei das zentrale Thema die Abschaffung des 25%-US-Zolls auf japanische Autos ist – eine Hürde, die Tokio als inakzeptabel für fairen Handel ansieht. “Unsere Haltung bleibt unverändert”, sagte Akazawa. “Wir fordern nachdrücklich die Abschaffung dieser Zölle. Aber wir streben auch eine Vereinbarung an, die beiden Seiten zugutekommt.” Die USA haben die Zölle eingeführt, um ihre heimischen Industrien zu schützen, aber japanische Beamte argumentieren, dass sie nun das globale Handelsgleichgewicht stören.
🔹 Kleine Lieferanten fürchten um ihr Überleben Während große Automobilhersteller wie Toyota und Nissan Spielraum haben, spüren kleinere Zulieferer den Druck. Bei Kyowa Industrial in Takasaki, wo 120 Arbeiter Teile für Rennwagen herstellen, ist die Angst groß. “Was zur Hölle sollen wir tun?” sagte der Unternehmenspräsident Suzuki. Kyowa exportiert nicht direkt in die USA, aber Suzuki befürchtet, dass Automobilhersteller die Zulieferer drängen werden, die Preise zu senken, um die Kosten der Zölle auszugleichen – ein Schritt, der kleine Unternehmen an den Rand bringen könnte. Die Ashikaga Bank, die Hunderte von Produktionsunternehmen unterstützt, warnt, dass höhere Preise in den USA die Nachfrage verringern und die Bestellungen zurückfahren könnten.
🔹 Automobilhersteller fordern Solidarität, doch die Hilfe ist begrenzt Interne Schreiben, die von Reuters eingesehen wurden, zeigen, dass große Automobilhersteller ihre US-Niederlassungen stillschweigend auffordern, japanische Lieferanten zu unterstützen. Nissan forderte seine Partner auf, die aktuellen Preisvereinbarungen einzuhalten und versprach, Zölle bis zu vier Wochen zu übernehmen. Toyota versprach, in “guter Absicht” zu handeln, und bat die Lieferanten um Ideen, wie die Belastung verringert werden kann. Ford bewertet seine Risiken in der Lieferkette und könnte die Beschaffung oder Prozesse entsprechend anpassen. Subaru, das etwa 70 % seiner Autos in den USA verkauft, hat bereits Preiserhöhungen für einige Modelle angekündigt. CFO Shinsuke Toda sagte, dass das Unternehmen bereit ist, über Kostenbeteiligungen mit den Lieferanten zu sprechen, räumte jedoch ein, dass der Weg nach vorne ungewiss bleibt.
🔹 Analysten warnen vor einer Kettenreaktion Ökonomen warnen, dass das Problem über die Autoindustrie hinausgeht. Ein langfristiger Zoll von 25 % könnte ganze Regionen Japans lahmlegen, die bereits unter Bevölkerungsrückgang und wirtschaftlicher Stagnation leiden. Unter den aktuellen Regeln bleibt der Zoll von 25 % auf Autos bestehen, während andere Waren von einer vorübergehenden Reduzierung auf 10 % profitieren – eine Übergangsfrist, die im Juli endet. Die US-Administration sagt, sie strebe nach “Fairness und Ausgewogenheit” im Handel und wolle die nationale wirtschaftliche Sicherheit schützen.
🔹 Was kommt als Nächstes? Als möglicher Kompromiss bietet Japan an, die Zusammenarbeit im Schiffbau auszubauen, die Importzertifikate für Fahrzeuge zu vereinfachen und die Importe von Mais und Sojabohnen aus den USA zu erhöhen. Ob dies ausreicht, um die Position Washingtons zu mildern, bleibt abzuwarten.
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