Berichten ausländischer Medien zufolge plant das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX angeblich, interne Anteile mit einer Bewertung von rund 800 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. CEO Elon Musk hat dies persönlich dementiert. In letzter Zeit hat Musk wiederholt Gerüchte über externe Finanzierungsrunden seiner Unternehmen unzutreffend klargestellt.
Am 6. Juni wies Musk auf der Social-Media-Plattform X die Gerüchte über einen internen Aktienverkauf bei SpaceX als „unzutreffend“ zurück und erklärte zugleich, dass das Unternehmen jedes Jahr regelmäßig zweimal interne Aktienrückkäufe durchführt, um Mitarbeitern und Frühinvestoren Liquidität zu bieten. Er betonte, dass es sich dabei nicht um einen Verkauf von Insider-Anteilen an externe Investoren, sondern um einen direkten Rückkauf durch das Unternehmen handle. Dies sei eine gängige Praxis wachstumsstarker, nicht börsennotierter Unternehmen, um den Aktienkurs auf einem angemessenen Niveau zu halten und bestehende Investoren zu schützen.
Die aktuelle Kontroverse wurde von Berichten des Wall Street Journal und von Bloomberg ausgelöst, wonach SpaceX mit dem internen Handel von Vermögenswerten begonnen habe und möglicherweise im kommenden Jahr einen Börsengang anstrebe. Musk vermied jedoch Aussagen zu einem möglichen IPO und hob stattdessen die solide aktuelle finanzielle Lage des Unternehmens hervor. Er erklärte, SpaceX weise langfristig einen guten Cashflow auf und derartige interne Aktiengeschäfte stünden in keinem Zusammenhang mit neuen Finanzierungsrunden.
Musk nannte mehrere Faktoren für den deutlichen Wertzuwachs von SpaceX: Fortschritte bei der neuen Starship-Trägerrakete, das Wachstum des Starlink-Satellitenkommunikationsdienstes sowie die Sicherung von Frequenzressourcen für satellitengestützte Direktverbindungen zu Mobiltelefonen. Er hob besonders hervor, dass die Umsätze von Starlink inzwischen den größten Anteil am Unternehmensgewinn ausmachen, während die Einnahmen von der NASA weniger als 5 % betragen, und widersprach entschieden der Behauptung, „Starlink werde von der NASA subventioniert“.
Diese Aussagen werden auch als Reaktion auf die jüngste Debatte um einen Interessenkonflikt des für den Posten des NASA-Administrators nominierten Jared Isaacman, eines Verbündeten von Musk, gewertet. Musk betonte, dass SpaceX NASA-Aufträge vor allem deshalb erhalte, weil man „zum niedrigsten Preis das beste Produkt anbiete“, und versuchte damit, die Kritik offensiv zu entkräften.
Der Markt beobachtet weiterhin aufmerksam die Möglichkeit und den Zeitplan eines IPOs von SpaceX. Sollte die aktuelle Bewertung von 800 Milliarden US-Dollar bestätigt werden, würde SpaceX OpenAI als das weltweit höchstbewertete, nicht börsennotierte Unternehmen ablösen. In Anbetracht dessen wird erwartet, dass eine offizielle Ankündigung des IPO-Zeitplans oder eine neue Finanzierungsrunde erhebliche Auswirkungen auf Start-ups und die globale Raumfahrtindustrie haben wird.