Drei CEOs US-amerikanischer Banken reisen persönlich zum Senat, um über Regulierungen zur Zinszahlung auf Stablecoins zu beraten.

ChainNewsAbmedia

Der CEO der Bank of America (BoA), Brian Moynihan, die CEO der Citigroup (Citigroup), Jane Fraser, sowie der CEO von Wells Fargo (Wells Fargo), Charlie Scharf, werden voraussichtlich diesen Donnerstag (12/11) mit mehreren parteiübergreifenden Senatoren zusammentreffen. Dieses Treffen wird vom Financial Services Forum, einer Allianz großer Banken, organisiert und konzentriert sich hauptsächlich auf Themen wie die Verzinsung von Stablecoins, die Wettbewerbsposition der Banken im Kryptomarkt sowie Maßnahmen zur Vermeidung der Nutzung von Krypto-Assets für illegale Aktivitäten.

Führungskräfte mehrerer Banken treffen Senatoren – Fokus auf Stablecoins und illegale Nutzung

Berichten zufolge werden die CEOs der drei größten Banken ein nicht öffentliches Gespräch mit Senatoren beider Parteien führen, bei dem es hauptsächlich um das bevorstehende Abstimmungsverfahren zum Gesetzesentwurf für die Struktur des Kryptomarktes geht. Die Sitzung wird vom Financial Services Forum geleitet, und die eingeladenen Senatoren sind direkt an den Verhandlungen zum Gesetzesentwurf für die Krypto-Marktinfrastruktur beteiligt.

Das Treffen wird voraussichtlich mehrere Kernthemen behandeln, darunter die ablehnende Haltung der Banken zur Verzinsung von Stablecoins, den Wunsch der Banken nach fairen Wettbewerbsbedingungen im Kryptobereich sowie die Stärkung des regulatorischen Rahmens zur Bekämpfung illegaler Geldströme mittels Kryptowährungen.

Weiterhin parteiübergreifende Verhandlungen – Regulierungsgrenzen und illegale Verwendung im Fokus

Die parteiübergreifende Verhandlungsgruppe versucht bereits seit mehreren Wochen in nicht öffentlichen Sitzungen, Differenzen zu verringern, insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung illegaler Aktivitäten mit Krypto-Assets.

Ein weiterer wichtiger, noch nicht geklärter Punkt ist die eindeutige Abgrenzung, welche Krypto-Assets von der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und welche von der US Securities and Exchange Commission (SEC) reguliert werden sollen. Diese beiden Kernpunkte befinden sich weiterhin in der Abstimmung.

Stablecoin-Zinsen als Streitpunkt – Banken befürchten verschärften Wettbewerbsnachteil

Große Banken haben dem US-Kongress bereits seit mehreren Monaten signalisiert, dass sie es problematisch finden, sollten Krypto-Handelsplattformen Zinsen oder Prämien auf Stablecoins zahlen dürfen, da dies dazu führen könnte, dass Gelder vom Bankensystem in den Kryptomarkt abfließen.

Dies könnte die Wettbewerbsfähigkeit traditioneller Bankeinlagen schwächen, weshalb die Banken dieses Thema als einen der wichtigsten Diskussionspunkte für das Treffen ansehen.

Gesetzgebungsverfahren stockt, Ausschussabstimmung frühestens nächste Woche

Der Vorsitzende des Bankenausschusses des Senats, Tim Scott, erklärte, er wünsche sich, dass der Ausschuss bereits nächste Woche über den Gesetzesentwurf zur Struktur des Kryptomarktes abstimmt. Angesichts des aktuellen Verfahrens ist jedoch eine endgültige Abstimmung im Senatsplenum noch in diesem Jahr eher unwahrscheinlich.

Auf der anderen Seite befasst sich der Landwirtschaftsausschuss des Senats, der die CFTC beaufsichtigt, weiterhin mit dem eigenen Teil des Gesetzes; beide Seiten benötigen noch mehr Zeit für die Abstimmung. Die an den Verhandlungen beteiligten demokratischen Senatoren Mark Warner und Kirsten Gillibrand erklärten gegenüber Medien, dass es bereits substanzielle Fortschritte in den parteiübergreifenden Gesprächen gebe, ein konkreter Zeitrahmen für den Abschluss der Verhandlungen aber derzeit noch nicht genannt werden könne.

Dieser Artikel „US-Bank-CEOs reisen persönlich in den Senat, Fokus auf Regulierung der Stablecoin-Zinszahlungen“ erschien zuerst bei Chain News ABMedia.

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