He Yi im Interview: Vom "Ich möchte es ausprobieren" zum Co-CEO von Binance, eine neue Managementstruktur "1+1>2"

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2025年12月 der Dubai Binance Blockchain Week(Binance Blockchain Week), Mitbegründerin von Binance – He Yi, kündigte an, Co-CEO von Binance (Binance) zu werden. Das Interview während dieser Woche zeigte, dass sie die Verantwortung für den weltweit größten Kryptowährungsaustausch übernimmt und versucht, durch organisatorische Reformen, technologische Innovationen und Wertorientierung Binance auf eine nachhaltige Zukunft auszurichten. Nachfolgend eine Zusammenfassung einiger Interviewinhalte.

Warum hat Binance einen Co-CEO eingeführt? Das neue Managementmodell „1+1>2“

Im Rahmen der neuen Personalplanung konzentriert sich CEO Richard Teng aufgrund seines Compliance-Hintergrunds und der weltweiten regulatorischen Kommunikation auf diese Bereiche, während He Yi sich auf Unternehmenskultur, Human Resources und Nutzererfahrung fokussiert. Sie betont, dass dieses doppelte Führungssystem in traditionellen Finanzinstituten wie JPMorgan Chase bereits üblich ist und eine effiziente Arbeitsteilung sowie Systemeffizienz ermöglicht.

Sie hebt hervor, dass sie bereits vor über einem Jahr, als sie die HR-Abteilung übernahm, begonnen hat, die „De-Gründerung“ von Binance zu denken, also eine systemgetriebene Organisationsstruktur zu schaffen, die nicht auf Heldenmythos beruht.

Binances Managementphilosophie: Umgekehrter Dreieck-Organisationsstruktur und „Garten-ähnliches“ Wachstumssystem

Als Co-CEO von Binance übernimmt He Yi nicht nur Unternehmenskultur und HR, sondern führt auch radikale Veränderungen im Organisationsmanagement durch. Sie berichtet, dass sie in den letzten zwei Jahren umfangreiche Studien zu Organisationsfähigkeiten betrieben hat und versucht, Binance zu einer „selbst-evolvierenden“ Organisation zu machen, die keine traditionelle Pyramidenstruktur ist.

„Unsere Organisation ist eher wie ein Garten.“ beschreibt He Yi. Binance ist eine Umgebung mit der Fähigkeit zur „sekundären Entwicklung“. Solange die genetische Basis für Wachstum bei den Individuen stark genug ist, kann jeder in diesem Ökosystem eine Rolle finden. „Wenn du eine Sache auf den Punkt bringst, bist du der Boss. Du brauchst keine anderen zu verwalten, und andere brauchen dich nicht zu kontrollieren.“

Sie erklärt weiter, dass Binance ein „umgekehrtes Dreiecks“-Managementmodell nutzt, bei dem die unteren Managementebenen die Organisation tragen, anstatt die Entscheidungsträger an der Spitze. Vorteil ist, dass das Unternehmen auch ohne bestimmte Personen (z.B. sie selbst) normal funktionieren kann. Nachteilig ist, dass Neueinsteiger sich manchmal verloren fühlen oder nicht wissen, wer letztlich die Entscheidungen trifft.

„Jeden Tag fragen mich Neueinsteiger, warum alle mich anleiten und wer eigentlich der Chef ist?“ Sie scherzt, dass dieses Chaos eigentlich darauf zurückzuführen ist, dass Binance „laute Stimmen, die vernünftig sind, gelten lässt“, und nicht auf Hierarchien basiert.

Sie gibt jedoch zu, dass diese flache, aktive Kommunikationskultur für introvertierte oder passive Menschen manchmal schwierig sein kann. Manchmal wird ein talentierter Neuling zum „stillen Überflieger“, der von lauteren Kollegen leicht übertönt wird. Dies kann zu kulturellen Missverständnissen, Potenzialverdrängung oder sogar zu „Unkraut“ im Organisationsgefüge führen.

Um dieses Problem anzugehen, betont sie, dass Binance aktiv abteilungsübergreifend Feedback und Verbesserungsvorschläge fördert und keine oberflächlichen, „künstlichen“ Ratschläge duldet. „Binance fürchtet keine Kritik – im Gegenteil, diese unharmonischen Stimmen helfen uns, Probleme schneller zu erkennen und Lösungen zu finden.“

Diese scheinbar chaotische, tatsächlich innovationsfördernde Organisationsphilosophie veranschaulicht He Yis konkrete Umsetzung der Vision von ‚De-Personalisierung‘ und ‚Systemgetriebenheit‘ bei Binance. Sie ebnet den Weg für eine „Garten-Organisation“, die es dem Unternehmen ermöglicht, im sich rasch wandelnden Krypto-Markt nachhaltig zu wachsen.

Leugnung von „White-Glove“-Gerüchten: Keine Gebühren für Listings, kein Diebstahl eigener Gelder

Angesprochen auf die Vorwürfe, Binance würde Bestechungsgelder („White Glove“) zahlen, um Listings zu erhalten, weist He Yi diese entschieden zurück und betont: „Binance erhebt keine Gebühren für Listings. Das Wichtigste ist, dass Projekte Nutzern einen Mehrwert bieten.“ Sie ist der Meinung, dass die hohen Hürden für Listings und strengen Standards zu Marktmanipulationen durch Betrüger führen. Binance verfolgt hier eine Null-Toleranz-Politik, ermutigt zur Meldung von Verstößen und arbeitet mit den Behörden zusammen.

Als weibliche Führungspersönlichkeit: Nicht „Vorteil der Frau“, sondern „Erfolg durch Professionalität“

He Yi möchte nicht als „weibliche CEO“ bezeichnet werden. Sie sagt offen: „Wenn man im Beruf Geschlecht für Sympathie nutzt, schadet das langfristig dem professionellen Image.“ Sie unterstreicht, dass in Web2 und Web3 die Kompetenz im Beruf im Mittelpunkt steht. Das Geschlecht ist kein Vorteil, aber auch keine Einschränkung. „Die echte Barriere ist die eigene Selbstbeschränkung.“

Binances drei strategische Kernpunkte: Nutzerkultur, Organisationseffizienz, KI-Integration

Nach ihrem Wechsel in die Rolle der Co-CEO konzentriert sich He Yi auf drei Aspekte:

Fortführung der nutzerzentrierten Kultur;

Aufbau einer systemischen, nicht auf individuelle Fähigkeiten angewiesenen Organisationsstruktur;

Integration von KI-Technologien in Binance, um Effizienz und Entscheidungsfähigkeit zu verbessern.

Sie glaubt, dass technologische Innovationen zukünftig die treibende Kraft für Binances Wachstum sein werden.

Herausforderungen bei Meme-Coins und neuen Segmenten: Von „Nein sagen“ zu „Nie wieder Nein“

Im Bezug auf Meme-Coins, Derivate und Prognosemärkte, gesteht He Yi, dass sie früher Neues aufgrund mangelnder Verständnis abgelehnt hat, daraus aber gelernt hat: „Never say never.“ Heute geht sie offener und vorsichtiger an Innovationen heran. Selbst wenn sie die Potenziale noch nicht vollständig versteht, lehnt sie diese nicht sofort ab.

Herausforderung hinter 300 Millionen Nutzern: Nicht das Produkt, sondern die Talente

Binance hat den Meilenstein von 300 Millionen Nutzern weltweit erreicht. He Yi weist jedoch darauf hin, dass die eigentliche Herausforderung die „Talentdichte“ ist. Im Vergleich zu traditionellen Finanz- und Tech-Giganten ist die Krypto-Branche lange Zeit stigmatisiert gewesen, was die Gewinnung von Top-Talenten erschwert. Ihrer Meinung nach ist der Aufbau eines Teams, das sowohl Finanzwissen als auch Überzeugung für Krypto teilt, entscheidend für Binances nächste Entwicklungsphase.

Strategie in Hongkong und USA: Im Unsicherheitsfeld „mit Augenmaß voranschreiten“

Zur Entwicklung in Hongkong sagt He Yi, Binance verfolgt eine offene Strategie, warnt aber, dass der lokale Markt noch immer Einschränkungen beim Zugang zu globalen Liquiditäten hat. „Wir gehen Schritt für Schritt vor.“ Was den US-Markt betrifft, so beschreibt sie die politische Situation als zu komplex. Binance ist momentan nur eine „kleine Firma, die zwischen den Fronten agiert“ und kann die großen Entwicklungen nicht maßgeblich beeinflussen, gibt aber die Hoffnung nicht auf.

Investitionsphilosophie: Das dezentralisierteste Asset ist BTC, das „ambitionierteste“ Unternehmen ist Binance

He Yi schätzt die Investitionsstrategie von Chang Pengping und Warren Buffett – langfristiges Halten von Top-Assets. Im Kryptobereich sieht sie Bitcoin (BTC) als das dezentralisierteste Asset, während Binance die innovativste Firma ist. Sie hofft, dass Binance in Zukunft mehr „Binance-ähnliche“ Unternehmen wie OPPO, VIVO oder Pinduoduo hervorbringt.

Marktschwankungen und Schutz der Privatanleger: Wir sind keine Gegenspieler der Nutzer

He Yi erklärt, dass Binance bei Handelsmechanismen keine Gegenwetten gegen Nutzer eingeht. Das sorgt für Fairness, auch in extremen Marktphasen. Zum Beispiel beim „Flash Crash“ am 11. Oktober, der durch das Aussetzen von Market Makern verursacht wurde. Sie betont, dass dieses Nicht-Gegenwett-Handeln eine bewusste Entscheidung ist, um faire Märkte zu gewährleisten.

Ausblick auf die Zukunft: Keine zehn Jahrespläne, nur Fokus auf das Hier und Jetzt

Zur Planung für 2026 sagt He Yi, dass es keine Fünf- oder Zehn-Jahrespläne gebe, weil sich die Branche zu schnell verändert. Sie ist jedoch fest überzeugt: „Wir bleiben nutzerzentriert und entwickeln Produkte und Services, die vertrauenswürdig sind.“

Vom 18-Jährigen zum Gestalter: Ich wollte nur ausprobieren

He Yi erinnert sich, dass sie mit 18 gesagt hat, sie wolle „die Welt verändern“. Heute scheint sie dieses Ziel zu verwirklichen. Für sie ist die größte Motivation: „Ich will nur ausprobieren.“ Vom Moderator bis zum Gründer und jetzt zur Binance-CEO – all das treibt sie Neugier und Mut.

Umgang mit Unsicherheit und Druck: Wolken im blauen Himmel, Wasser im Flasche – alles hat seinen Platz

Im Hochdruckjob gesteht sie, viele „Himmel fällt“ Momente erlebt zu haben, etwa beim Flash Crash im Oktober und bei Missverständnissen. Ihre Philosophie ist: „Wolken im blauen Himmel, Wasser in der Flasche. Was das Schicksal dir gibt, das lebt man ordentlich aus.“

Dieser Artikel: He Yis Interview: Von „Ich will nur ausprobieren“ bis zur Co-CEO von Binance, „1+1>2“ neues Managementmodell, erschien zuerst bei ChainNews ABMedia.

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