12.12 KI-Tagesbericht: Verschärfung der Regulierung von Kryptowährungen, zunehmende Divergenz der nationalen Politiken

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Ein. Topnachrichten

1. Chinesische Aufsichtsbehörden vereinen sich im Kampf gegen virtuelle Währungshandel und Spekulationen

Am 28. trafen sich 13 chinesische Behörden, darunter die People’s Bank of China, um Maßnahmen gegen virtuelle Währungshandel und Spekulationen zu koordinieren. Das Treffen betonte, dass virtuelle Währungshandelsaktivitäten Risiken wie illegale Kapitalbeschaffung und Glücksspiel bergen und die Ordnung im Wirtschafts- und Finanzsystem erheblich stören.

Die Behörden forderten eine verstärkte Zusammenarbeit, die Verbesserung der Regulierungsrichtlinien und rechtlichen Grundlagen, mit Fokus auf Informations- und Kapitalflüsse. Zudem soll der Informationsaustausch intensiviert, die Überwachungsfähigkeit erhöht und illegale Aktivitäten konsequent bekämpft werden.

Diese Aktion markiert eine weitere Verschärfung der chinesischen Regulierung. Es wird angenommen, dass die Einordnung von Stablecoins und ähnlichen Instrumenten als illegale Finanzaktivitäten die Grundlage für die Einbindung in Anti-Geldwäsche-Regelungen schafft. Gleichzeitig soll die gemeinsame Regulierungskraft gestärkt werden, um Aktivitäten im Bereich virtueller Währungen bei Informationsverbreitung und Kapitalbewegungen zu unterbinden.

Trotz kontinuierlicher Verschärfung der Regulierungsmaßnahmen in den letzten Jahren bleibt der virtuelle Währungshandel im Untergrund aktiv. Ziel der aktuellen Maßnahmen ist es, Spekulationen einzudämmen und die Stabilität der Wirtschafts- und Finanzordnung zu sichern. Es wird jedoch auch argumentiert, dass eine zu strenge Regulierung Kapitalabflüsse auslösen und die Branchenentwicklung verzögern könnte. Das Gleichgewicht zwischen Risikovermeidung und Innovationsförderung erfordert weitere politische Überlegungen.

2. Japan plant, Einkünfte aus Kryptowährungshandel separat mit 20% zu besteuern

Die japanische Regierung arbeitet an einer Anpassung der Besteuerung von Einkünften aus Kryptowährungshandel. Geplant ist, unabhängig von der Höhe der Transaktion, eine einheitliche Steuer von 20% auf diese Einkünfte zu erheben, um sie gleichzustellen mit Aktien, Investmentfonds und anderen Finanzprodukten. Ziel ist es, die Steuerbelastung für Investoren zu verringern und den heimischen Handelsmarkt zu stimulieren.

Derzeit erfolgt die Besteuerung in Japan auf Einkünfte aus Kryptowährungshandel im Rahmen einer Gesamtabrechnung, bei der diese mit anderen Einkünften wie Gehältern oder selbstständigen Einnahmen zusammengefasst werden. Die Steuer wird dann nach einem progressiven Tarif auf die Gesamteinkünfte angewandt, mit einem Höchststeuersatz von 55%. Die neue Regelung sieht eine separate Besteuerung vor, bei der Einkünfte aus Kryptowährungshandel mit 20% besteuert werden.

Analysten meinen, dass diese Maßnahme die Attraktivität von Kryptowinvestitionen erhöhen und mehr Kapital in den Sektor lenken könnte. Zudem zeigt die Regierung, dass Kryptowährungen zunehmend in das Regulierungssystem integriert werden, was eine günstige Entwicklung für die Branche darstellt.

Allerdings wird auch argumentiert, dass ein einheitlicher Steuersatz die tatsächlichen Renditen verschiedener Investoren nicht vollständig widerspiegelt. Zudem sind die starken Kursschwankungen bei Kryptowährungen eine Herausforderung bei der genauen Berechnung der steuerpflichtigen Einkünfte. Die Umsetzung der neuen Regelung könnte daher auf praktische Schwierigkeiten stoßen.

3. US-Notenbankchef-Kandidat sorgt für Marktaufmerksamkeit

Donald Trump gab bekannt, dass er den Kandidaten für den Vorsitz der Federal Reserve bereits festgelegt hat, nannte jedoch keinen Namen. Zuvor wurde berichtet, dass Kevin Hasset einer der Favoriten sei.

Hasset äußerte, dass er bei Übernahme des Fed-Vorsitzes eine aggressive Zinssenkungspolitik verfolgen würde. Analysten sehen darin einen positiven Impuls für die Entwicklung der Kryptowährungsbranche, da Zinssenkungen Kapital in risikoreiche Anlagen lenken und die Preise für Kryptowährungen steigen lassen könnten.

Gleichzeitig wird auch argumentiert, dass Hassets Äußerungen nur vorübergehende Wahlkampfmanöver sein könnten. Sollte er tatsächlich Vorsitzender werden, ist unklar, ob seine Politik so radikal bleibt. Schließlich muss die Fed eine Balance zwischen Inflationskontrolle und Wirtschaftswachstum finden.

Zudem wird die Fed künftig für die Regulierung von Stablecoins verantwortlich sein. Hasset zeigt sich offen für die Integration von Stablecoins in das traditionelle Finanzsystem, könnte aber auch die Regulierung verschärfen, um potenzielle Risiken zu minimieren.

Unabhängig davon, wer letztlich den Vorsitz übernimmt, wird dessen politische Ausrichtung erhebliche Auswirkungen auf den Kryptowährungsmarkt haben. Die Märkte beobachten die Entwicklung der Nominierungen mit großem Interesse.

4. Kryptowährungsmarkt im Dezember “schwarz” – Bitcoin und andere Hauptwährungen stark gefallen

Am 1. Dezember erlebte der Kryptowährungsmarkt einen heftigen Rücksetzer, bei dem Bitcoin, Ethereum und andere führende Währungen innerhalb von drei Stunden jeweils mehr als 5% verloren.

Hauptursachen für den Kursrutsch waren unter anderem Signale der japanischen Zentralbank, die eine Zinserhöhung ankündigte, sowie Aussagen Trumps, dass der Fed-Vorsitz bereits feststeht, sowie das Ende der quantitativen Straffung der Fed.

Analysten erklären, dass die Erwartung einer Zinserhöhung durch die japanische Zentralbank den globalen Liquiditätsdruck verschärft und zu Verkäufen risikoreicher Vermögenswerte geführt hat. Zudem löste die Nominierung des Fed-Vorsitzenden Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Geldpolitik aus, was die Risikoaversion der Investoren verstärkte.

Das Ende der quantitativen Straffung der Fed bedeutet, dass die Bilanz in Zukunft wieder ausgeweitet wird, was den Inflationsdruck erhöhen könnte. Hohe Inflation wird die Fed zwingen, die Zinsen weiter anzuheben, was die Bewertung risikoreicher Anlagen weiter einschränkt.

Einige Analysten sehen die Kursverluste jedoch vor allem als technische Korrektur, mit langfristigem Aufwärtspotenzial für Kryptowährungen. Die geldpolitische Straffung der Zentralbanken ist zyklisch, und bei nachlassendem Inflationsdruck dürfte die Geldpolitik wieder lockerer werden. Dann könnten Kryptowährungen als alternative Anlagen erneut an Attraktivität gewinnen.

5. Angriff auf Yearn, dezentrale Kryptobörse, verursacht Verlust von 9 Millionen US-Dollar

Die dezentrale Kryptobörse Yearn wurde Opfer eines Hackerangriffs, bei dem etwa 9 Millionen US-Dollar entwendet wurden. Die Angreifer nutzten eine Schwachstelle im Smart Contract, um eine unbegrenzte Anzahl von yETH-Token zu prägen und Liquiditätspools zu leeren.

Yearn erklärte, dass der Angriff auf einen älteren yETH-Vertrag abzielte, der bereits außer Betrieb ist. Die neueren Versionen des Vertrags sind nicht betroffen. Dennoch führte der Angriff zu einem drastischen Preisverfall von yETH, wodurch einige Nutzer Verluste erlitten.

Analysten weisen darauf hin, dass dieser Vorfall erneut die Sicherheitslücken im Bereich DeFi(Dezentrale Finanzen) offenbart. Fehler im Smart Contract-Code, unklare Upgrade-Management-Prozesse und andere Schwachstellen stellen erhebliche Risiken für Nutzerkapital dar.

Gleichzeitig nehmen Hackerangriffe mit immer ausgefeilteren Techniken zu. Angreifer entwickeln hochversteckte Schadsoftware, die schwer zu erkennen und nachzuverfolgen ist. Das stellt eine große Herausforderung für die Sicherheit von DeFi-Projekten dar.

Experten fordern, dass DeFi-Projekte mehr in Sicherheitsprüfungen investieren und die Nutzerbildung verbessern. Nur durch gemeinsames Engagement von Projektbetreibern und Nutzern kann die DeFi-Ökologie widerstandsfähiger werden und das Ziel der Dezentralisierung verwirklicht werden.

Zwei. Branchen-News

1. Bitcoin kurzzeitig unter 88.000 USD, Panikstimmung breitet sich aus

Am 1. Dezember fiel der Bitcoin-Preis kurzfristig unter die Marke von 88.000 USD, das Tagestief lag bei 86.317 USD. Analysten führen die Kursverluste auf Signale der japanischen Zentralbank, die eine Zinserhöhung ankündigte, sowie auf Trumps Aussage, der Fed-Vorsitz sei bereits festgelegt, zurück.

Handelsdaten zeigen, dass nach dem Unterschreiten der 88.000 USD-Marke viele Long-Positionen zwangsweise geschlossen wurden. Innerhalb von nur vier Stunden wurden Long-Positionen im Wert von 426 Millionen USD liquidiert. Zugleich verließen 19.500 Bitcoin-Futures den Markt, was auf eine vorsichtigere Anlegerstimmung hindeutet.

Die Angst- und Gier-Indexwerte steigen erneut: Laut Alternative-Daten ist der Fear & Greed Index für Kryptowährungen auf 24 gefallen, was in den Bereich “extreme Angst” führt. Analysten warnen, dass der kurzfristige Abwärtstrend bei Bitcoin noch anhält und die Unterstützung bei 88.600 bis 89.000 USD entscheidend ist. Wird diese Marke nicht gehalten, könnte der Kurs weiter auf 80.000 USD sinken.

2. Ethereum stagniert, On-Chain-Aktivität nimmt ab

Auch Ethereum konnte am 1. Dezember nicht von der Erholung profitieren, der Kurs fiel um 5,17% und rutschte unter 2.800 USD. Daten zeigen, dass das Wochenvolumen bei 21,1 Milliarden USD lag, 43% unter dem Durchschnitt, und die On-Chain-Aktivität deutlich zurückging.

Analysten erklären, dass Ethereum derzeit in einer Seitwärtsphase steckt, da es an neuen positiven Impulsen fehlt. Das Shanghai-Upgrade hat die Skalierbarkeit verbessert, doch die Preiserholung blieb begrenzt. Zudem bremsen die Verlangsamung im DeFi-Ökosystem und die schwächelnden NFT-Märkte die Investitionsstimmung.

Langfristig bleibt Ethereum jedoch eine vielversprechende “Industrie-Internet”-Plattform im Krypto-Bereich. Mit zunehmender Akzeptanz durch Unternehmen könnten die Kurse wieder steigen. Investoren sollten die Entwicklung des Ökosystems genau beobachten.

3. Solana-Ökosystem bleibt im Aufwind, DeFi und NFTs im Fokus

Im Gegensatz zu Bitcoin und Ethereum zeigt das Solana-Ökosystem am 1. Dezember eine relative Stärke. Der Kurs von Solana sank nur um 2,83%, während die Token im Ökosystem wie SLND und SONAR weiter zulegten.

Analysten führen den anhaltenden Aufschwung auf Innovationen im DeFi- und NFT-Bereich zurück. Daten belegen, dass die Gesamtsumme der im Solana-Ökosystem gebundenen DeFi-Vermögenswerte über 10 Milliarden USD liegt, fast 10% des gesamten DeFi-Marktes. Auch die NFT-Transaktionen und Nutzerzahlen steigen kontinuierlich.

Die Investoren sind optimistisch, weil sie die Vorteile von hoher Transaktionsgeschwindigkeit und niedrigen Gebühren in zukünftigen Anwendungen sehen. Allerdings warnen Experten, dass das Solana-Ökosystem noch in der Entwicklungsphase steckt und Sicherheits- sowie Dezentralisierungsfragen noch verbessert werden müssen.

Insgesamt zeigt der Kursverlauf vom 1. Dezember, dass die verschiedenen Krypto-Ökosysteme unterschiedlich auf Marktbewegungen reagieren. Anleger sollten ihre Entscheidungen entsprechend ihrer Risikobereitschaft und Präferenzen treffen.

Drei. Projekt-News

1. Aptos Blockchain führt neues Governance-Modul ein, stärkt Community-Beteiligung

Aptos ist eine aufstrebende Layer-1-Blockchain, entwickelt von ehemaligen Meta-Mitarbeitern, mit Fokus auf hohe Leistung und Skalierbarkeit. Kürzlich wurde ein neues Governance-Modul eingeführt, das Community-Mitgliedern ermöglicht, Vorschläge einzubringen und abzustimmen, um die zukünftige Entwicklung des Netzwerks mitzugestalten.

Diese Innovation befreit Aptos vom traditionellen On-Chain-Governance-Modell und stärkt die Mitbestimmung der Community. Das Modul nutzt eine hybride Abstimmungsmechanik, die Transparenz auf der Chain mit Effizienz außerhalb der Chain verbindet. Community-Mitglieder können Vorschläge offline diskutieren und formulieren, die dann zur finalen Abstimmung auf die Chain gestellt werden.

Damit wird die Dezentralisierung von Aptos erhöht und ein neues Beispiel für andere Blockchain-Projekte gesetzt. Analysten sehen darin eine Chance, die langfristige Nachhaltigkeit zu verbessern und mehr Entwickler sowie Nutzer anzuziehen. Es bestehen jedoch auch Risiken, etwa Manipulation durch Abstimmung oder die Bildung von Interessengruppen.

Die Resonanz in der Branche ist positiv. Einige bekannte Investoren begrüßen die Reform als lang ersehnte Entwicklung, die die Blockchain-Ökologie in eine dezentralere und gerechtere Richtung lenken könnte. Kritiker warnen jedoch vor zu zerfasertem Entscheidungsprozess, der die Effizienz beeinträchtigen könnte.

2. Conflux stellt neues Datenschutz-Feature vor, erhöht Datensicherheit

Conflux ist eine öffentliche Blockchain, die Datenschutzrechenfunktionen unterstützt. Kürzlich wurde eine neue Funktion namens “Privacy-Preserving Network” eingeführt, die die Sicherheit und Privatsphäre der on-Chain-Daten verbessern soll.

Diese basiert auf Homomorpher Verschlüsselung, die es erlaubt, Daten zu berechnen, ohne sie zu entschlüsseln. Nutzer können also sensible Daten verschlüsselt auf die Chain stellen und während der gesamten Verarbeitung verschlüsselt bleiben, was Datenlecks und Diebstahl verhindert.

Conflux schließt damit eine langjährige Lücke im Blockchain-Bereich. Aufgrund der dezentralen und transparenten Natur sind Daten auf der Chain anfällig für Angriffe und Ausspähung. Das neue Datenschutz-Feature bietet eine technische Lösung, um dieses Problem anzugehen.

Experten meinen, dass Datenschutz-Computing eine wichtige Richtung für die Blockchain-Entwicklung ist, insbesondere in sensiblen Bereichen wie Finanzen und Medizin. Conflux als Vorreiter könnte sich einen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung von Unternehmenskunden verschaffen. Allerdings bestehen noch Herausforderungen bei Performance und Usability, die weiter optimiert werden müssen.

Branchenbeobachter reagieren unterschiedlich. Befürworter glauben, dass dies die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit der Blockchain erheblich steigert und die Digitalisierung traditioneller Branchen vorantreibt. Kritiker befürchten jedoch, dass zu viel Datenschutz die Transparenz und Prüfungsfähigkeit einschränken könnte.

( 3. Radix bringt neues DeFi-Produkt auf den Markt, stellt Ethereum-Ökosystem in Frage

Radix ist eine skalierbare Layer-1-Blockchain, die kürzlich die DeFi-Anwendung “Scrypto” vorgestellt hat, um die führende Position von Ethereum in diesem Bereich herauszufordern.

Scrypto ist eine universelle Plattform für Asset-Management, die die Speicherung, den Handel und das Yield Farming verschiedener Krypto-Assets unterstützt. Es nutzt Radix’ einzigartige “Atomic Component”-Technologie, die komplexe DeFi-Logik in wiederverwendbare Module zerlegt, um Entwicklungssicherheit und Effizienz zu steigern.

Im Vergleich zum Ethereum-Ökosystem bietet Scrypto höhere Transaktionsgeschwindigkeit und niedrigere Gebühren, legt aber auch besonderen Wert auf Nutzerfreundlichkeit. Es verfügt über eine grafische Oberfläche, die auch Laien die Nutzung von DeFi erleichtert.

Analysten sehen in Scrypto eine ernsthafte Konkurrenz für Ethereum und andere “Ethereum-Killer”. Obwohl Ethereum eine ausgereifte Ökologie hat, bestehen weiterhin Probleme bei Skalierung und hohen Gebühren. Wenn Radix hier Vorteile bei Leistung und Nutzererfahrung erzielt, könnte es den DeFi-Markt von Ethereum angreifen.

Allerdings befindet sich Scrypto noch in der Anfangsphase, und Sicherheit sowie Zuverlässigkeit müssen sich noch beweisen. Ethereum entwickelt sich ebenfalls weiter und verbessert seine Infrastruktur. Der Wettbewerb wird also noch eine Weile andauern.

Branchenbeobachter sind geteilter Meinung. Optimisten sehen darin eine neue Richtung für DeFi, die die Branche effizienter und nutzerfreundlicher macht. Pessimisten warnen vor möglichen neuen Risiken durch Innovationen.

Insgesamt bringt Scrypto frischen Wind in die DeFi-Landschaft, und die Entwicklung ist weiterhin spannend.

Vier. Wirtschaftliche Entwicklungen

) 1. Fed erhöht Zinsen um 75 Basispunkte, Markt reagiert volatil

Die US-Wirtschaft durchlebt 2025 eine turbulente Phase. Trotz eines BIP-Wachstums im dritten Quartal von 2,8% bleibt die Inflation hoch: Im Oktober stieg der Kern-PCE-Preisindex im Jahresvergleich um 5,9%, deutlich über dem Zielwert der Fed von 2%. Der Arbeitsmarkt ist robust, die Arbeitslosenquote im November bei 3,7%, doch das Lohnwachstum verlangsamt sich, was Sorgen vor einer Rezession schürt.

Um die Inflation zu bekämpfen, kündigte die Fed im Dezember eine weitere Zinserhöhung um 75 Basispunkte an, wodurch die Zielspanne für den Federal Funds Rate auf 4,25–4,5% steigt. Das ist die siebte große Zinserhöhung in Folge und führte zu erheblichen Marktbewegungen. Der S&P 500 fiel an diesem Tag um 0,6%, die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen überschritt 3,5%.

Goldman Sachs-Ökonom Jan Hatzius erklärt, dass die wirtschaftlichen Aussichten zwar düster sind, die Fed aber Anfang 2026 die Zinsen auf über 5% anheben werde, um die Inflation auf etwa 2% zu senken. Er rechnet damit, dass die Arbeitslosenquote bis Ende 2026 auf 5,5% steigen könnte und die US-Wirtschaft in eine leichte Rezession gerät.

Der Fed-Chefwähler Powell betonte jedoch, dass trotz des schwierigen Zinspfads die Inflation dringend eingedämmt werden müsse: “Unsere Arbeit ist noch nicht getan, wir werden durchhalten.” Er äußerte sich auf einer Pressekonferenz. Die Investoren sind skeptisch, ob die Fed die Inflation ohne schwere Rezession kontrollieren kann.

2. China veröffentlicht neue makroökonomische Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft

Angesichts des verlangsamten Wirtschaftswachstums im Jahr 2025 hat die chinesische Regierung eine Reihe neuer makroökonomischer Maßnahmen vorgestellt, um die Wachstumsdynamik zu stärken. Das BIP-Wachstum im dritten Quartal lag bei 3,9% im Jahresvergleich, unter dem Ziel von 5,5%.

Zu den Maßnahmen gehören: weitere Steuer- und Abgabenerleichterungen, verstärkte Infrastrukturinvestitionen, Unterstützung für die Fertigungsindustrie sowie Maßnahmen zur Stabilisierung des Immobilienmarktes. Besonders die Steuererleichterungen sollen 2026 die Belastung der Unternehmen um über 1 Billion Yuan reduzieren.

Zudem kündigte die People’s Bank of China eine Senkung des Reserveanforderungssatzes für Finanzinstitute um 0,25 Prozentpunkte an, um die Kreditvergabe an die Realwirtschaft zu erleichtern. Experten schätzen, dass diese Maßnahme langfristig etwa 5000 Milliarden Yuan an Liquidität in den Markt bringen wird.

Mehrere Investmentbanken zeigen sich optimistisch für die chinesische Wirtschaft. Goldman Sachs erwartet, dass das BIP-Wachstum 2026 auf 5,5% steigen wird, gestützt durch die Maßnahmen. UBS glaubt, dass die chinesische Wirtschaft sich noch im Anfangsstadium der Erholung befindet, wobei Investitionen in die Fertigung und den Export die wichtigsten Treiber sind.

Einige Experten warnen jedoch vor einer zu optimistischen Einschätzung. Bloomberg-Ökonom Lin Zhiyong weist auf die Risiken im Immobiliensektor hin, der noch eine große Belastung darstellt, und auf die Verzögerungen bei der Umsetzung der Maßnahmen. Eine stabile wirtschaftliche Entwicklung könnte noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

3. EU verabschiedet “Green Industry Act” zur Förderung der Energiewende

Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und den Übergang zu sauberer Energie zu beschleunigen, hat die EU kürzlich den “Green Industry Act” verabschiedet. Das Gesetz zielt darauf ab, die europäische Versorgungskette in Schlüsselbereichen der grünen Industrie eigenständig und kontrolliert aufzubauen und die Abhängigkeit von Drittstaaten zu verringern.

Laut Gesetzesinhalt investiert die EU Milliarden Euro in die Entwicklung von Solar-, Wind-, Wasserstoff-, Batterietechnologien und Wärmepumpen und unterstützt Unternehmen durch Kredite und Subventionen. Zudem sollen Genehmigungsverfahren vereinfacht und beschleunigt werden.

Experten sehen darin eine Chance, die europäische Wirtschaft anzukurbeln und die Klimaziele bis 2050 zu erreichen. Kritiker warnen jedoch vor möglichen Verstößen gegen WTO-Regeln bei Subventionsmaßnahmen und vor Handelskonflikten.

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen betonte, dass dies ein “entscheidender Moment” sei, in dem die EU entschlossen handeln müsse, um bei der globalen Energiewende führend zu bleiben. Sie forderte die Mitgliedstaaten auf, die Gesetzgebung zügig voranzutreiben, damit das Gesetz schnell in Kraft treten kann.

Die Finanzmärkte reagieren gemischt: Aktien im Bereich sauberer Energie steigen, während einige Investoren vor steigenden Haushaltsdefiziten und Inflation warnen. Die Renditen der zehnjährigen deutschen Bundesanleihen steigen leicht an.

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