Wichtigste Erkenntnisse:
Der Staking-Boom auf Solana im Jahr 2025 kam nicht ohne Schmerzen. Mit dem Anstieg der Teilnahme stiegen auch MEV-getriebene Ausbeutungen. Es folgte eine der aggressivsten, koordinierten Maßnahmen gegen Validatorenmissbrauch, die das Ökosystem je gesehen hat.
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Über mehr als ein Jahr haben Sandwich-Angriffe still und heimlich Werte von alltäglichen Solana-Nutzern abgezogen. Schätzungen zufolge wurden über einen Zeitraum von 16 Monaten zwischen $370 Millionen und $500 Millionen entnommen, wobei etwa 0,72% aller Blöcke eine Form von Sandwich-Aktivität enthielten.
Die Mechanik war einfach, aber brutal. Bösartige Validatoren oder Bots erkannten ausstehende Trades, setzten ihre eigenen Transaktionen vor und nach der Order des Opfers ein und kassierten die Preisdifferenz. Im ultra-schnellen Netzwerk von Solana, mit niedrigen Gebühren und hoher Durchsatzrate, waren diese Angriffe billig durchzuführen und schwer zu vermeiden.
Einige Validatoren missbrauchten ihre Position stark. Daten zeigen, dass bestimmte Betreiber Sandwich-Angriffe in bis zu 27% der von ihnen produzierten Blöcke einschlossen, wodurch die Blockproduktion zu einer privaten Gewinnmaschine auf Kosten der Nutzer wurde. Zu Beginn des Jahres 2025 waren Beschwerden über Slippage und Front-Running nicht mehr zu ignorieren.
Dies war der Wendepunkt, der von mehreren Akteuren gleichzeitig erreicht wurde. Marinade Finance war einer der energischsten, indem es über 50 Validatoren seines Stake Auction Marketplaces auf die schwarze Liste setzte, die beim Angriff auf Sandwiches erwischt wurden. Dies ist die einzige Maßnahme, die mehr als $2 Milliarden an delegiertem SOL durch das Stoppen von schlechten Akteuren geschützt hat, anstatt weiche Abschreckungen einzusetzen.
Auf Infrastrukturebene schloss die Jito Foundation im März 2025 ihren öffentlichen Mempool, wodurch die am leichtesten zugängliche Quelle für Transaktionssniffing und Front-Running eliminiert wurde. Dies entfernte den geringsten Angriffs-Punkt bei Nacht.
In der Zwischenzeit entfernte die Solana Foundation bösartige Validatoren aus ihren Delegationsprogrammen, was signalisierte, dass MEV-Missbrauch nicht länger als „Grauzonen“-Verhalten toleriert würde.
Das Ergebnis war messbar. Die Rentabilität von Sandwich-Angriffen sank schätzungsweise um 60–70%, und Nutzerbeschwerden im Zusammenhang mit Front-Running und übermäßigem Slippage gingen in den wichtigsten Solana DEXs um etwa 60% zurück. Die Angriffe verschwanden nicht, wurden aber schwieriger, risikoreicher und weniger lukrativ.
Sicherheitsverbesserungen wurden gleichzeitig umgesetzt, als Solana-Staking neue Höchststände erreichte. Bis Ende 2025 waren etwa 415 Millionen SOL gestaked, was 75% der Gesamtbeteiligung im Netzwerk entsprach. Transaktionen erreichten auch ihren Höchststand von etwa 600 Millionen pro Woche, und institutionelle Zuflüsse im dritten Quartal wurden auf $530 Millionen geschätzt. Es war mehr als eine Skalierung, sondern eine Veränderung in der Zusammensetzung.
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Liquid Staking-Token (LSTs) dominierten die Jahre, da sie flexibel waren und in DeFi genutzt werden konnten. Im Jahr 2025 verschob sich dieses Gleichgewicht. Native Staking gewann an Bedeutung, da Protokolle alte Nutzbarkeitslücken schlossen. Das native Staking TVL von Marinade stieg im Quartalsvergleich um 21% auf 5,3 Millionen SOL und übertraf sein Liquid Staking-Token mSOL.
Ein klareres UX und sofortige Ausstiegstools, die direkt aus Self-Custody-Wallets delegieren, fühlten sich nicht mehr einschränkend an. Native Staking ist eine Chance, Rendite zu bieten, ohne Smart-Contract-Schichten, Rehypothecation oder regulatorische Unsicherheiten für Institutionen und risikobewusste Inhaber.
Liquid Staking verschwand nicht. Es war die Standardwahl bei strategieintensivem DeFi. Aber natives Staking erwies sich als die „saubere“ Kapitaloption, die sich auf Klarheit der Verwahrung und Minimierung des Protokollrisikos konzentrierte.
Jenseits der Zahlen auf der Überschrift gibt es eine vielfältige Staking-Basis. Kleine Retail-Wallets nahmen zu, und mittelgroße, kryptobasierte Fonds begannen aktiv, Delegationen hinsichtlich Uptime, MEV-Politik und Performance zu optimieren. Eine eher kleine Gruppe großer Custodial- und institutioneller Inhaber behielt eine disproportionale Beteiligung an gestaktem SOL an der Spitze. Das Verhalten entwickelte sich ebenfalls weiter. Im Jahr 2025 war es kein „Set and Forget“-Staking mehr.
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