
Autor: DFarm
Zunächst eine kurze Übersicht über die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit den Gebühren bei Polymarket.
Wir wissen alle, dass Polymarket zuvor für alle grundlegenden Transaktionen keine Gebühren erhoben hat. Warum wird diesmal nur im 15-Minuten-Kryptowährungsmarkt eine Gebühr erhoben?
Hierbei ist zu erklären, was „Verzögerungs-Arbitrage“-Roboter sind.
In einem Markt mit so kurzen Zeiträumen wie 15 Minuten werden die Ergebnisse durch die Preise auf den großen Börsen bestimmt.
Ohne Gebühren nutzen Hochfrequenz-Handelsroboter Millisekunden-Preisdifferenzen, um bei Polymarket zu ordern, bevor die Preise aktualisiert werden, und so Gewinne zu erzielen.
Ein Beispiel: Angenommen, bei Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Anstieg (UP) bei 90% für BTC im 15-Minuten-Chart, während der BTC-Preis auf einer Börse plötzlich um 5% fällt. Der Roboter erkennt das sofort, kauft günstig auf fallende Kurse (DOWN), und nach Abschluss des Kaufs kommen weitere Roboter oder Händler, die den Preis nach oben treiben. Zu diesem Zeitpunkt kann der Roboter profitabel aussteigen.
Dieses Verhalten führt dazu, dass Market Maker ständig von diesen Hochfrequenz-Robotern „ausgebeutet“ werden. Market Maker sind natürlich nicht erfreut, weiterhin Liquidität durch Limit-Orders bereitzustellen, was letztlich die Liquidität im 15-Minuten-Kryptomarkt verschlechtert.

Deshalb hat die Plattform zu diesem Zeitpunkt ein Gebührenmechanismus eingeführt, insbesondere bei Quoten von 50:50 (wie im Bild gezeigt). Dadurch steigen die Arbitrage-Kosten für viele Roboter über die Gewinne, was dazu führt, dass diese Roboter sich abschalten.
Wie bereits erwähnt, wurden die Market Maker zuvor stark ausgebeutet. Um sie zu halten, gibt die Plattform die Gebühren an die Ordersteller (Market Maker) weiter.
Warum wurde die Rückerstattung von 100% auf 20% reduziert?
Der entscheidende Satz lautet: „12-18. Tag, Rückerstattung von 20% der Gebühren.“ Das zeigt uns, dass der Rückerstattungsprozentsatz nach dem 18. Tag noch offen ist.
Als die Plattform die Gebühren erstmals einführte, waren die Market Maker unsicher, ob sie die Roboter abwehren können. Deshalb wurden 100% der Gebühren an die Market Maker zurückerstattet, um ihr Risiko zu decken und Liquidität zu sichern.
Warum nur noch 20% Rückerstattung? Schauen wir uns die Daten an:

Nach Einführung der Gebühren ist die Gesamtgebührenmenge um die Hälfte gesunken. Das zeigt, dass viele Hochfrequenz-Roboter tatsächlich abgeschaltet haben.
Die Plattform sieht, dass die Roboter weg sind und das Risiko für die Market Maker sinkt. Daher ist eine 100%ige Rückerstattung nicht mehr notwendig. Zunächst werden 20% getestet, um die Daten zu beobachten.
Deshalb wird die 20%-Rückerstattung für eine Woche getestet, um die Daten zu analysieren, bevor die zukünftige Rückerstattungsrate festgelegt wird.
All dies dient letztlich dazu, die Interessen von Market Maker, Robotern und normalen Händlern auszubalancieren.
Bei Polymarket gibt es viele Märkte mit „Druckmaschinen“, und nur wenige wissen wirklich, wie sie funktionieren.
Am bekanntesten ist wahrscheinlich ein Beitrag des Nutzers @the_smart_ape auf X:

Der Beitrag hat mittlerweile fast 2 Millionen Aufrufe. Viele Leser haben die Strategien aus dem Artikel ausprobiert und einige haben tatsächlich Gewinne erzielt.
Doch wenige Tage später kam die Gebühreneinführung, und viele konnten wieder keine Gewinne mehr machen…
Sind die „Druckmaschinen“ also verschwunden? Nein, nicht ganz. Interessierte können sich diese „Druckmaschinen“ ansehen:
https://polymarket.com/@gabagool22?via=dfarm
https://polymarket.com/@distinct-baguette?via=dfarm
https://polymarket.com/@livebreathevolatility?via=dfarm
Wenn du ihre Strategien knacken kannst, ist deine eigene „Druckmaschine“ nicht mehr weit. Aber denk daran, es niemandem zu erzählen, außer mir vielleicht.
Da bei Polymarket keine Drittanbieter-Provisionen oder Gebühren anfallen, handelt es sich bei den Wetten nur um direkte Gegenwetten zwischen den Nutzern. Als Plattform besteht die Aufgabe darin, eine faire Wettbewerbsumgebung für beide Seiten zu schaffen.
Spieler, die PVP-Spiele mögen, wissen, dass absolute Fairness nicht existiert. Es ist nur eine kontinuierliche Weiterentwicklung, um möglichst faire Bedingungen zu schaffen.
Das zeigt auch, dass es bei Polymarket tatsächlich „Druckmaschinen“ gibt – hier zählen Technik und Strategien.
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Wenn du neu bei Polymarket bist, solltest du unbedingt diesen Artikel lesen → „Anfängertutorial: Schritt für Schritt zum Einstieg bei Polymarket (inkl. Schutz vor Account-Sperrung + Low-Spread Ein- und Ausstieg)“