Am 6. Februar wurde bekannt, dass der Bitcoin-Preis stark gefallen ist und das Mining-Unternehmen MARA Holdings ungewöhnliche on-chain-Aktivitäten zeigt. Die Aktie fiel an einem Tag um fast 19 %. Daten zeigen, dass MARA innerhalb von 10 Stunden insgesamt 1318 Bitcoin an mehrere Plattformen und Verwahrer transferierte, was bei den damaligen Kursen einen Wert von etwa 87 Millionen US-Dollar entspricht und die Marktbeobachter auf die mögliche „Zwangsveräußerung von Bitcoin durch Miner“ aufmerksam machte.
Der größte Transfer betrug 653,773 Bitcoin, die an die Digital-Asset-Management-Firma Two Prime gingen, gefolgt von einer weiteren Zugabe von fast 9 BTC. Zudem gab es zwei größere Bitcoin-Transfers zu Wallet-Adressen, die mit BitGo in Verbindung stehen, insgesamt etwa 300 BTC. Außerdem wurden 305 Bitcoin auf eine neu registrierte Wallet transferiert, deren Empfänger noch nicht bekannt ist.
Diese Transfers fanden vor dem Hintergrund statt, dass Bitcoin kurzfristig unter 60.000 US-Dollar gefallen ist und im Kryptomarkt eine Kettenreaktion von Liquidationen ausgelöst wurde. On-Chain-Analysten weisen darauf hin, dass große Überweisungen nicht zwangsläufig mit Spot-Verkäufen gleichzusetzen sind, doch in Phasen knapper Liquidität werden ungewöhnliche Aktivitäten von Miner-Wallets oft als potenzielle Angebotsindikatoren interpretiert, was die Marktpanik verstärken kann.
Besondere Aufmerksamkeit erregten die Transaktionen im Zusammenhang mit Two Prime, da diese eine Art Kreditgeschäft darstellen. Wenn diese Bitcoins als Sicherheit verwendet oder in strukturierte Strategien eingebunden werden, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass sie in den Spot-Markt gelangen. Branchenweit stehen Miner jedoch unter erheblichem Druck. Der aktuelle Bitcoin-Preis ist fast die Hälfte seines Höchststands von 2025 entfernt und liegt etwa 20 % unter den geschätzten durchschnittlichen Produktionskosten der Branche.
Wenn der Bitcoin-Preis unter die Produktionskosten fällt, bedeutet dies in der Vergangenheit oft, dass Miner gezwungen sind, Bestände zu verkaufen, um die Liquidität aufrechtzuerhalten. Dies könnte das Abwärtsrisiko weiter verstärken. Laut On-Chain-Datenplattform ist das tägliche Einkommen der Bitcoin-Miner deutlich zurückgegangen, und die Gewinnspannen beim Mining schrumpfen weiter.
Infolge dessen steht der Mining-Sektor insgesamt unter Druck, und die Aktien mehrerer börsennotierter Mining-Unternehmen entwickeln sich parallel schwächer. Der Markt verfolgt die on-chain-Aktivitäten der Miner genau, um zu beurteilen, ob es zu anhaltenden „passiven Verkäufen“ kommt. Wenn große Miner weiterhin Bitcoin-Liquidität freigeben, könnte dies den ohnehin fragilen Markt zusätzlich unter Druck setzen.
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