Das Cybersicherheitsunternehmen Rapid7 (RPD) verzeichnete im vierten Quartal 2025 zwar Umsätze und Gewinne, die die Markterwartungen übertrafen, doch aufgrund eines enttäuschenden Ausblicks auf die Zukunft brach der Aktienkurs nach Börsenschluss deutlich ein. Bis zum 10. (Ortszeit) fiel der Kurs nach Handelsschluss um mehr als 18 %.
Laut Unternehmensangaben lag der bereinigte Gewinn je Aktie im letzten Quartal bei 44 Cent, was einem Rückgang von 4 Cent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 entspricht. Der Umsatz belief sich auf 217 Millionen US-Dollar (etwa 31.300 Milliarden Won), was einem Anstieg von 1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Markterwartungen von 215,39 Millionen US-Dollar übertraf.
Der Produktumsatz lag bei 209 Millionen US-Dollar (etwa 30.100 Milliarden Won), ebenfalls ein Plus von 1 % im Jahresvergleich. Der jährliche wiederkehrende Umsatz (ARR) betrug 840 Millionen US-Dollar (etwa 1,21 Billionen Won) und blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil. Zu den wichtigsten Geschäftserfolgen gehörte die Einführung der neuen Funktion „Curated Intelligence Rules“ für Amazon Web Services (AWS). Diese Funktion unterstützt Unternehmen dabei, Bedrohungsinformationen auf vereinfachte Weise in AWS-Umgebungen anzuwenden und somit die Netzwerksicherheit zu verbessern.
Darüber hinaus ging das Unternehmen im Dezember letzten Jahres eine Partnerschaft mit HITRUST ein, um die Automatisierung von Sicherheitszertifizierungen für regulierte Branchen voranzutreiben. Ziel dieser Kooperation ist es, Unternehmen bei der Reduzierung der Kosten und Komplexität im Zusammenhang mit immer strengeren Datenschutzgesetzen und Risikomanagementanforderungen zu unterstützen. Im selben Monat meldete Rapid7 auch den Patentstatus für die 300. Cybersicherheitspatentanmeldung, was die Erweiterung seines geistigen Eigentumsportfolios unterstreicht. Derzeit besitzt Rapid7 über 80 Kernpatente, die sich auf Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen konzentrieren.
Für das Gesamtjahr 2025 lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 2,08 US-Dollar, der Gesamtumsatz bei 860 Millionen US-Dollar (etwa 1,2384 Billionen Won). Im Vergleich zum Vorjahr zeigten diese Kennzahlen eine Abnahme bzw. eine Steigerung. CEO Corey Thomas betonte: „Unsere differenzierte Herangehensweise im Bereich KI-Sicherheitsbetrieb erhält positives Kundenfeedback und führt zu einer gesteigerten Markterkennung.“ Er fügte hinzu: „Im Jahr 2026 werden wir auf technologische Innovationen und eine stärkere Umsetzung setzen, um die Sicherheitsherausforderungen unserer Kunden weiterhin zu bewältigen.“
Das Problem liegt im Ausblick für 2026. Die Umsatzerwartung für das erste Quartal liegt nur bei 207 bis 209 Millionen US-Dollar (etwa 2.98 bis 3.01 Milliarden Won), der Gewinn je Aktie wird auf 29 bis 32 Cent geschätzt. Das liegt deutlich unter den Markterwartungen von 213,3 Millionen US-Dollar Umsatz und 47 Cent Gewinn je Aktie.
Auch die Jahresprognose für 2026 fällt niedriger aus als erwartet. Rapid7 gibt einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,50 und 1,60 US-Dollar sowie einen Umsatz zwischen 835 und 843 Millionen US-Dollar (etwa 1,2024 bis 1,2139 Billionen Won) an, was deutlich unter den Markterwartungen von 1,98 US-Dollar Gewinn und 869,9 Millionen US-Dollar Umsatz liegt.
Obwohl die Gesamtfinanzkennzahlen nicht schlecht sind, sorgen die nur 2-3% erwartete Umsatzzuwachsrate in einem Umfeld, in dem andere Technologie- und Cybersicherheitsunternehmen deutlich schneller wachsen, bei Investoren für Unsicherheit. Trotz der Innovationsbemühungen des Unternehmens bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen werfen diese auch erneut Zweifel auf, ob Rapid7 in der Lage sein wird, ein stärkeres Wachstum zu zeigen.