Chainlink schließt sich dem Synchronisationslabor der Bank of England an, um die atomare Abwicklung mit tokenisierten Vermögenswerten zu testen.
Die Bank wird ein sechsmonatiges RT2-Labor durchführen, um Synchronisationsmodelle ohne echtes Geld zu testen.
Achtzehn Unternehmen werden vollständige Abwicklungsprozesse simulieren, um das zukünftige RTGS-Synchronisationsdesign mitzugestalten.
Chainlink wurde von der Bank of England als eines von 18 Unternehmen ausgewählt, die an ihrem neuen Synchronisationslabor teilnehmen. Die Initiative wird testen, wie tokenisierte Wertpapiere gegen Zentralbankmittel abgewickelt werden. Das Projekt ist Teil des Upgrade des Echtzeit-Großbuchungs-RT2-Systems im Vereinigten Königreich. Das Labor läuft sechs Monate lang ab Frühling 2026.
🚨 ZUDEM: Die Bank of England hat Chainlink als eines von 18 Teilnehmern ihres Synchronisationslabors ausgewählt.
Das Programm wird die atomare Abwicklung zwischen tokenisierten Vermögenswerten und Zentralbankgeld in einer simulierten RTGS-Umgebung testen.
Das sechsmonatige Pilotprojekt beginnt im Frühling 2026. pic.twitter.com/0rlpY3xO0X
— Coin Edition: Your Crypto News Edge ️ (@CoinEdition) 11. Februar 2026
Die kontrollierte Umgebung wird kein echtes Geld verarbeiten. Sie wird jedoch zukünftige Entscheidungen zur Live-RTGS-Synchronisation beeinflussen. Das Programm baut auf Project Meridian auf, das die technische Machbarkeit der atomaren Abwicklung bestätigt hat. Nun möchte die Bank praktische Design- und Betriebsmodelle testen.
Das Synchronisationslabor unterstützt die umfassendere Erneuerung des RT2-Systems im Vereinigten Königreich. Die Bank führte das Labor im Oktober 2025 ein. Ziel ist es, zu bewerten, wie externe Betreiber mit RT2 interagieren. Außerdem wird geprüft, wie Synchronisationsdienste den Asset-Markt unterstützen könnten.
Achtzehn Organisationen werden verschiedene Synchronisationsanwendungsfälle testen. Die Teilnehmer müssen vollständige End-to-End-Funktionalität nachweisen. Sie werden Asset-Ledger-Betreiber, RTGS-Kontoinhaber und Kunden simulieren. Dadurch können Regulierungsbehörden die Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz des Systems bewerten.
Das Labor könnte auch Firmen im Digital Securities Sandbox interessieren. Dieses Rahmenwerk fördert Innovationen bei der Ausgabe und Abwicklung digitaler Wertpapiere. Das Labor ermöglicht es Sandbox-Unternehmen, Abwicklungen in Sterling-Zentralbankgeld zu testen. Es wird jedoch keine echten Zahlungen verarbeitet.
Das Labor umfasst eine simulierte RT2-Abwicklungs-Engine. Es verfügt außerdem über eine API-Suite und eine Dashboard-Oberfläche. Gemeinsam simulieren diese Werkzeuge reale Abwicklungsprozesse. So können Teilnehmer die Integration unter nahezu Live-Bedingungen testen.
Betreiber werden zusätzliche Schichten auf dieser Plattform aufbauen. Sie müssen ihre Systeme mit der Synchronisationsfähigkeit der Bank integrieren. Außerdem müssen sie das Transaktionslebenszyklus-Management von Beginn bis Abschluss demonstrieren.
Die Bank of England wird vor dem Start detaillierte technische Spezifikationen bereitstellen. Die Teilnehmer erhalten Zeit, funktionierende Prototypen zu entwickeln. Die Bank wird zudem mit den Betreibern iterieren, bevor die Tests beginnen. Nach Abschluss präsentieren die Teilnehmer ihre Ergebnisse bei einer Branchenveranstaltung.
Die Bank wird während des Labors zwei Synchronisationsmodelle testen. Im ersten Modell senden Betreiber direkte Anweisungen zur Markierung (Earmarking) an RT2. Anschließend instruieren sie die endgültige Abwicklung der Gelder.
Im zweiten Modell geben RTGS-Kontoinhaber Markierungsanweisungen nach Anweisung der Betreiber aus. Die Betreiber verwalten weiterhin die Abwicklung. Beide Modelle erlauben es den Betreibern, synchronisierte Transaktionen zu initiieren, zu stornieren oder abzuschließen.
Zusätzlich könnte die Bank basierend auf frühem Feedback weitere Modelle erkunden. Diese könnten zusätzliche Kontrollen für RTGS-Kontoinhaber testen. Letztlich werden die Ergebnisse die Entscheidungen für das Design des Live-RT2-Systems bis Mitte 2026 leiten. Im November letzten Jahres startete die Bank eine Konsultation zu Regulierungen für systemische, sterling-gestützte Stablecoins, um Zahlungssysteme zu modernisieren.
Chainlink wird mit dezentraler Synchronisation zwischen tokenisierten Vermögenswerten und Zentralbankmitteln experimentieren. Dabei liegt der Fokus auf der sicheren Datenverbindung zwischen Systemen. Gleichzeitig wird UAC Labs AG eine ähnliche Synchronisationsanwendung unterstützen.
Weitere Teilnehmer sind Swift, LSEG und Partior. Sie werden tokenisierte Anleihen, Devisen und digitale Sicherheitenflüsse testen.
Separat arbeitet Chainlink weiterhin an Standardisierungsprojekten für Abwicklungen. Kürzlich unterstützte es die Global Alliance bei der Entwicklung eines koreanischen Won-Stablecoins mit WEMADE. Durch diese Initiativen erweitert es seine Integration in die institutionelle Finanzinfrastruktur.