Tesla-CEO Elon Musk kündigte an, dass ab dem 14. Februar das Tesla „Full Self-Driving“ (FSD)-System offiziell die Einmalzahlung von 8.000 US-Dollar abschafft und vollständig auf ein monatliches Abonnement umstellt, das 99 US-Dollar (oder 999 US-Dollar jährlich) kostet.
(Vorher konnten Fahrzeughalter entweder eine Einmalzahlung von 8.000 US-Dollar leisten oder ein monatliches Abonnement abschließen.)
Das neue Preismodell sieht folgendermaßen aus:
Laut Not a Tesla App hat Musk bereits angedeutet, dass der derzeitige Monatspreis von 99 US-Dollar „eigentlich ein Rabatt“ sei, und mit fortschreitender Entwicklung der FSD-Funktion werde der Preis in Zukunft steigen.
Im November 2025 wurde Musks extrem hohe Vergütung von den Tesla-Aktionären mit über 75 % Zustimmung genehmigt. Das Gesamtvolumen beträgt 1 Billion US-Dollar und besteht aus 12 Tranches, jeweils etwa 35 Millionen Aktien, insgesamt über 423 Millionen Aktien.
Diese Belohnung ist jedoch an Bedingungen geknüpft, darunter die Erreichung von Marktkapitalisierungs- und Betriebszielen. Ein entscheidender KPI ist: Erreichen von 10 Millionen bezahlten FSD-Abonnenten.
Laut Tesla-Quartalsbericht im vierten Quartal 2025 gibt es weltweit etwa 1,1 Millionen aktive FSD-Nutzer, wobei 70 % (etwa 770.000) Einmalkäufer sind, die in der Vergangenheit gekauft haben. Die tatsächlichen monatlichen Abonnenten belaufen sich auf nur etwa 330.000.
Laut Yahoo Finance zählen Einmalkäufer nicht zu den „Abonnenten“ im Rahmen der Vergütungspläne. Das bedeutet, die Abschaffung des Kaufs zwingt alle zukünftigen Nutzer, nur noch das Abonnement zu wählen, was die Zahl der Nutzer direkt in die gewünschte Richtung treibt.
FSD ist inzwischen in mehreren Märkten verfügbar, die Preise und Funktionen variieren jedoch deutlich:
Für Besitzer, die 8.000 US-Dollar für den Kauf des FSD gezahlt haben, ist die gute Nachricht, dass ihre Funktionen unberührt bleiben und keine zusätzlichen Kosten anfallen. Dies könnte die Fahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt sogar begehrter machen.
Allerdings bringt das Abomodell auch eine Herausforderung mit sich: FSD-Abonnements werden beim Fahrzeugwechsel nicht übertragen. Bei Weiterverkauf muss der neue Besitzer das Abonnement erneut abschließen, was den Wert von gebrauchten Fahrzeugen mit FSD-Abonnement möglicherweise mindert.
Aus Sicht von Tesla bedeutet das Abonnementmodell eine planbare, wiederkehrende Einnahmequelle. Bei derzeit 330.000 monatlichen Abonnenten und 99 US-Dollar pro Monat ergibt sich eine Jahresumsatzprognose von etwa 390 Millionen US-Dollar.
Wenn die Zahl der Abonnenten auf 10 Millionen steigt, könnte der Jahresumsatz auf fast 12 Milliarden US-Dollar allein durch Software wachsen.
Tesla entwickelt sich zunehmend zu einem Unternehmen, das Hardware produziert, aber vor allem durch Software Geld verdient.