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Die Protokoll-Teams der Ethereum Foundation haben am 18. Februar ein neues „Protokollprioritäten-Update für 2026“ veröffentlicht, in dem dargelegt wird, wie die Kernforschung und -entwicklung in diesem Jahr organisiert wird und worauf der nächste Upgrade-Zyklus voraussichtlich fokussiert.
Das Update blickt auf 2025 als ein Jahr mit hoher Durchsatzleistung für Mainnet-Änderungen zurück, das durch zwei Netzwerk-Updates geprägt ist. Pectra wurde im Mai veröffentlicht, Fusaka folgte im Dezember mit PeerDAS auf dem Mainnet. Neben diesen Upgrades erhöhte die Community das Gas-Limit des Mainnets von 30 Millionen auf 60 Millionen, was als erster bedeutender Sprung seit 2021 bezeichnet wird.
Die wichtigste Veränderung ist organisatorischer Natur. „Jetzt, da diese Meilensteine hinter uns liegen, haben wir die Möglichkeit, darüber nachzudenken, wie wir unsere Arbeit auf einer etwas höheren Ebene organisieren“, schrieben die Autoren. Für 2026 sind die Protokollarbeiten in drei Tracks gruppiert: Skalierung, Verbesserung der Benutzererfahrung (UX) und Absicherung des L1, jeweils mit benannten Leitern.
Verwandte Lektüre: Peter Thiel verkauft Ethereum-Tresor, spielt ETHZilla, verlässt gesamte BeteiligungDas Skalierungs-Track, geleitet von Ansgar Dietrichs, Marius van der Wijden und Raúl Kripalani, fasst die letzten Jahre „Scale L1“ und „Scale Blobs“ in eine gemeinsame Initiative zusammen. Die Foundation sieht dies als pragmatische Konsolidierung, da Ausführungskapazität, Netzwerk- und Konsensänderungen meist im selben Client-Code landen und sich gegenseitig beeinflussen.
Auf der Roadmap hebt das Update die fortgesetzten Gas-Limit-Erhöhungen „hin zu und über 100M“ hervor, unterstützt durch Block-Level-Access-Listen via EIP-7928 und laufende Client-Benchmarking. Es weist auch auf „die Skalierungskomponenten von Glamsterdam“ hin, einschließlich verankerter PBS durch EIP-7732, Repricing und weitere Blob-Parameter-Erhöhungen.
Darüber hinaus umfasst das Skalierungs-Track die Weiterentwicklung eines zkEVM-Attester-Clients von Prototypen hin zur Produktionsreife sowie langfristige Arbeiten zur Zustands-Skalierung, die von kurzfristigem Repricing und Ablauf von Historie bis hin zu Binärbäumen und Statelessness reichen.
Das Improve UX-Track, geleitet von Barnabé Monnot und Matt Garnett, konzentriert sich auf zwei Bereiche, die die Foundation für die Nutzbarkeit im Jahr 2026 als besonders leversicher einschätzt: native Kontenabstraktion und Interoperabilität.
Zur Kontenabstraktion positioniert das Update EIP-7702 als einen Schritt in Richtung eines Endpunkts, bei dem Smart-Contract-Wallets ohne Bundler, Relayer oder zusätzlichen Gas-Overhead zur Standardlösung werden. Es verweist auf Vorschläge wie EIP-7701 und EIP-8141, die als „Frame Transactions“ beschrieben werden, und die Arbeit, die die Logik der Smart-Accounts tiefer in das Protokoll verlagert.
Diese UX-Roadmap ist auch an die Sicherheitsstrategie gebunden. Die Foundation argumentiert, dass native Kontenabstraktion einen saubereren Migrationspfad weg von der ECDSA-basierten Authentifizierung bietet, und sagt, dass parallele Vorschläge darauf abzielen, quantenresistente Signaturüberprüfung im EVM deutlich kostengünstiger zu machen.
Interoperabilitätsarbeit baut auf dem Open Intents Framework auf, mit dem erklärten Ziel „nahtloser, vertrauensminimierter Cross-L2-Interaktionen“, unterstützt durch schnellere L1-Bestätigungen und kürzere L2-Abwicklungszeiten.
Der neue Harden the L1-Track, geleitet von Fredrik Svantes, Parithosh Jayanthi und Thomas Thiery, wird als Versicherungsmaßnahmen-Programm dargestellt, das die Kernmerkmale von Ethereum bewahrt, während die Skalierung fortgesetzt wird.
Verwandte Lektüre: 91 Mio. USD Ethereum-Kauf: Bitmine Immersion setzt große Wetten auf ETH, trotz anhaltender MarktschwankungenDas Update verbindet Sicherheitsmaßnahmen mit Svantes’ Trillion Dollar Security Initiative, inklusive Post-Quanten-Bereitschaft und Schutzmaßnahmen auf der Ausführungsebene wie Post-Execution-Transaktionsassertionen und „trustless RPCs“.
Zum Thema Zensurresistenz umfasst Thierys Aufgabenbereich FOCIL via EIP-7805 und Erweiterungen, die die Zensurresistenz für Blobs, Statelessness-Arbeiten (VOPS) und die Entwicklung messbarer Zensurresistenzmetriken betreffen. Jayanthis Verantwortungsbereich umfasst Devnets, Testnets und Client-Interoperabilitätstests, die laut Foundation bei einer schnelleren Fork-Frequenz von Ethereum immer wichtiger werden.
Für die Zukunft plant die Foundation Glamsterdam für die erste Hälfte von 2026, mit Hegotá später im Jahr. Das erklärte Ziel bündelt parallele Ausführung, deutlich höhere Gaslimits, verankertes PBS, fortgesetzte Blob-Skalierung sowie Fortschritte bei Zensurresistenz, native Kontenabstraktion und Post-Quanten-Sicherheit, mit weiteren Track-Updates im Laufe des Jahres.
Zum Redaktionsschluss wurde Ethereum bei 1968 USD gehandelt.
Ethereum bleibt unter dem 200-Wochen-EMA, 1-Wochen-Chart | Quelle: ETHUSDT auf TradingView.comFeatured image erstellt mit DALL.E, Chart von TradingView.com
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