Der Kryptomarkt erlebt derzeit erhebliche Stimmungsschwankungen, da die Gesetzgeber an Einfluss gewinnen. Nachdem der Genius Act zu erheblichen Zuflüssen von Stablecoins geführt und die Liquidität bis 2025 gesteigert hat, richtet sich der Fokus nun auf den Digital Asset Market Clarity Act. Laut Polymarket besteht eine 90%ige Chance, dass dieser Gesetzesentwurf vor April 2026 verabschiedet wird. Analyst Michaël van de Poppe hat gesagt, dass dies Ethereum massiv stärken und einen breiteren Aufwärtstrend im Kryptomarkt auslösen könnte.
Der Präzedenzfall des „Genius Act“ und die Velocity von Stablecoins
Um den Trubel um den Clarity Act zu verstehen, hilft es, den GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act) als Orientierungspunkt zu nehmen. Die Einführung des Genius Act diente als Proof of Concept dafür, was Sicherheit für die Einladung institutioneller Beteiligung bewirken kann, und kurz darauf kam ein stetiger und beschleunigter Zufluss von Stablecoins, die „Trockenpowder“ der Infrastruktur.
Wenn die Velocity von Stablecoins steigt, deutet dies auf den Übergang vom Halten zum Einsatz hin. Diese frische Liquidität lieferte den Treibstoff für große Vermögenswerte wie Bitcoin und Ether, um einen anhaltenden Bullenmarkt zu starten. Es wird erwartet, dass der Clarity Act auf dieser Trägheit aufbaut, indem er noch detailliertere rechtliche Rahmenbedingungen für DeFi und Asset-Tokenisierung schafft – nicht nur für geheime Stablecoin-Reserven, sondern branchenübergreifend.
Prediction Markets und das 90%-Konfidenzintervall
Der rasche Anstieg der Polymarket-Quoten auf ein 90%-Vertrauensniveau zeigt, dass „kluges Geld“ hinter diesem Trend steht. Im Gegensatz zu Umfragen zwingt der Prediction Market die Menschen dazu, Kapital zu riskieren, um ihren Glauben auszudrücken, was ihn historisch zu einem sehr genauen Frühindikator für politische und legislative Ergebnisse macht.
Da die Zeit bis zum erwarteten Signaturdatum am 3. April 2026 abläuft, preist der Markt bereits die erwartete Erleichterung bei den Regulierungen ein. Für Ethereum, die Hauptschicht für Smart Contracts und institutionelle DeFi-Apps, bedeutet der Clarity Act eine Beseitigung des „regulatorischen Überhangs“, der den Kurs im Vergleich zu anderen Sektoren gedrückt hat. Wenn dieser Gesetzesentwurf verabschiedet wird, könnte dies zu mehr Spot-ETF-Varianten und institutionellen Staking-Produkten führen.
Warum Ethereum der Hauptprofiteur ist
Während der gesamte Markt gewinnt, würde Ethereum am meisten vom Inkrafttreten des Clarity Act profitieren. Die meisten legislativen Herausforderungen hängen heute von der Klassifizierung der Token und der Rechtmäßigkeit von Staking-Belohnungen ab. Der Clarity Act zielt darauf ab, diese Punkte anzugehen, was wahrscheinlich ETH als „digitale Ware“ verankert, während gleichzeitig die Rollen der SEC und CFTC geklärt werden.
Wie Michaël van de Poppe prägnant sagt, wird die Verbindung zwischen Gesetzgebung und ETH-Preisentwicklung immer schwerer zu ignorieren.
Wenn die 90%-Chance zutrifft, befinden wir uns mitten in der „Buy the Rumor“-Phase. Sobald der Gesetzestext unterschrieben ist, wird sich die Stimmung in die „Buy the News“-Phase verschieben, unterstützt durch echten institutionellen Kaufdruck und nicht nur durch Einzelhandels-Spekulationen.
Um diesen Veränderungen voraus zu sein, wenden sich viele nun fortschrittlichen Tools zu, z.B. analysieren sie die regulatorische Aussichten für 2026.
Fazit
Der Kryptomarkt bewegt sich langsam aus dem „Wilden Westen“ heraus und tritt in eine Phase der institutionellen Reife ein. Der Clarity Act ist das letzte Puzzlestück für große Akteure, die noch am Rand warten. Mit einer 90%-Chance auf Verabschiedung bis April 2026 ist die Zeit, früh einzusteigen, bald vorbei. Wenn er verabschiedet wird, könnte das lang erwartete Ethereum-„No-Brainer“ durch eine der größten Expansionen in der Geschichte der Kryptowährungen folgen.
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