Werden Quantenrechnungen Bitcoin zerstören? Saylor: Die Krypto-Community wird den ersten Gegenangriff starten

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Der weltweit größte Bitcoin-Investor MicroStrategy-CEO Michael Saylor hat kürzlich die Theorie der quantencomputergestützten Bedrohung öffentlich widerlegt und betont, dass die allgemein in der Cybersicherheitsbranche vertretene Ansicht, dass die glaubwürdigen Fähigkeiten eines Quantenangriffs mindestens noch zehn Jahre auf sich warten lassen, zutrifft. Er hebt hervor, dass, sobald die Bedrohung Realität wird, die globale digitale Infrastruktur gemeinsam aufgerüstet wird, wobei die Kryptowährungsgemeinschaft eine führende Rolle spielen wird.

Saylor: Quantenbedrohung wird übertrieben dargestellt

Saylor解釋量子威脅

(Quelle: Coin Stories)

In dem Podcast-Format Coin Stories zeigt Saylor eine überraschend ruhige Haltung gegenüber der Quantencomputing-Gefahr. Er erklärt, dass alle digitalen Systeme, die die moderne Gesellschaft stützen — einschließlich des globalen Bankensystems, der Internet-Infrastruktur, der Künstlichen Intelligenz-Netzwerke und verschiedener Kryptoprotokolle — vor denselben quantenbedingten Risiken stehen. Bitcoin sei kein besonders schwaches Ziel, sondern eines von vielen Systemen, die gemeinsam aufgerüstet werden müssen.

Aus seiner Sicht ist die Transformation hin zu post-quanten Kryptographie weder überraschend noch wird sie plötzlich eintreten. „Ihr werdet es kommen sehen, wir alle werden es kommen sehen.“ Saylor betont, dass die Software-Architektur von Bitcoin so konzipiert ist, dass sie sich im Laufe der Zeit kontinuierlich weiterentwickeln kann. Knoten, Hardware und Wallets sind alle in der Lage, Upgrades durchzuführen, um auf aufkommende Bedrohungen zu reagieren.

Warum besitzt Bitcoin einen natürlichen Vorteil bei der Abwehr?

Saylor präsentiert drei zentrale Argumente, die zeigen, dass Bitcoin im Umgang mit quantencomputergestützten Bedrohungen nicht hinter traditionellen Systemen zurückbleibt:

Strengere Sicherheitsstandards: Die Verifizierungsprozesse bei Bitcoin-Transaktionen sind deutlich strenger als bei traditionellen Banküberweisungen oder Aktienhandelssystemen. Mehrfaktor-Authentifizierung und Hardware-Schlüssel sind Standard.

Schnellste Reaktionsfähigkeit der Community: Die Kryptowährungsbranche versammelt die „fortschrittlichste Cybersicherheitsgemeinschaft“. Sobald eine Bedrohung real wird, ist sie die erste, die sie erkennt und darauf reagiert.

Integrierte Upgrade-Mechanismen: Die dezentrale Verteilung der Knoten weltweit ermöglicht es Bitcoin, bei Auftreten einer Bedrohung die Implementierung quantenresistenter Kryptotechnologien koordiniert voranzutreiben.

Branchenmeinungen: Spannungen um Zeitschiene der Bedrohung nehmen zu

Allerdings ist Saylor’s optimistische Einschätzung nicht die vorherrschende Meinung in der Branche. Die Einschätzung der quantencomputergestützten Bedrohung variiert deutlich.

Vitalik Buterin, Gründer von Ethereum, sieht die Dringlichkeit deutlich höher als Saylor. Er hat öffentlich gewarnt, dass die elliptische Kurven-Kryptographie, die Ethereum und Bitcoin stützt, bis 2028 glaubwürdigen Angriffen ausgesetzt sein könnte, und fordert eine Übergangsphase für die Implementierung post-quantenfähiger Kryptosysteme innerhalb von vier Jahren. Die Ethereum Foundation hat die Vorbereitung auf Post-Quantum-Kryptographie in ihre Sicherheits-Roadmap für 2026 aufgenommen und im Januar dieses Jahres ein spezielles Post-Quantum-Forschungsteam gegründet, was als entscheidender strategischer Meilenstein gilt.

Manche ziehen sogar die quantenbedingte Bedrohung als eine verborgene Ursache für den jüngsten Preisverfall von Bitcoin heran. Der Bitcoin-Preis ist von einem Hoch von über 126.000 USD auf derzeit etwa 64.000 USD gefallen, was einem Rückgang von mehr als 49 % entspricht. Nic Carter, Partner bei Castle Island Ventures, weist darauf hin, dass die „mysteriöse“ schlechte Performance von Bitcoin teilweise auf die Angst vor quantenbezogenen Risiken zurückzuführen sein könnte.

Dagegen äußert sich James Check, Analyst bei Glassnode, vorsichtig. Er hält die quantenbedingte Bedrohung zwar für eine legitime Überlegung, aber nicht für den „Hauptgrund“ für den jüngsten Preisverfall. Der Markt sollte kurzfristige Stimmungen nicht mit langfristigen strukturellen Risiken verwechseln.

MicroStrategy setzt weiter auf Nachkäufe: Taten sprechen lauter als Worte

微策略加碼比特幣

(Quelle: MicroStrategy)

Für Saylor sind die überzeugendsten Argumente vermutlich nicht nur Worte, sondern konkrete Handlungen. Letzte Woche kündigte MicroStrategy an, Bitcoin im Wert von etwa 39,8 Millionen USD gekauft zu haben, mit 592 Bitcoin. Damit ist dies die 100. Transaktion seit der Einführung der Bitcoin-Strategie im August 2020. Das Unternehmen hält derzeit insgesamt 717.722 Bitcoin im Wert von etwa 54,56 Milliarden USD, mit einem durchschnittlichen Einstandspreis von 67.286 USD pro Bitcoin.

Diese kontinuierlichen Nachkäufe in diesem Umfang sind eine direkte Reaktion auf die Theorie der quantencomputergestützten Bedrohung — innerhalb von Saylor’s Rahmen ist die Quantencomputing-Gefahr in absehbarer Zukunft weit davon entfernt, die Grundlagen von Bitcoin zu erschüttern.

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