Vermögensverwaltungsriese Fidelity hat kürzlich eine Stelle für einen DeFi-Produktmanager öffentlich ausgeschrieben und dabei angedeutet, dass der Fokus auf der Entwicklung von On-Chain-Tresoren (Vaults) und Ertragsstrategien liegt. Als einer der wenigen Finanzinstitute, die direkt an DeFi-Strategien beteiligt sind, gilt Fidelity auch als bedeutender Schritt für die traditionelle Vermögensverwaltung, die sich auf die Blockchain ausdehnt.
Fidelity expandiert in DeFi Vaults und setzt auf On-Chain-Asset-Management
Laut Stellenbeschreibung wird die Position des Vice President, DeFi Product Manager, für die Gestaltung, Bewertung und Erweiterung „institutioneller DeFi-Investmentprodukte“ verantwortlich sein. Kernaufgaben sind der Aufbau und die Verwaltung von On-Chain-Tresoren (Vaults). Die Strategien umfassen Ertragsgenerierung (Yield), Arbitrage, delta-neutrale Strategien, Liquiditätsbereitstellung und strukturierte Kreditprodukte.
Es ist erwähnenswert, dass Fidelity nicht nur in bestehende Ertragsprotokolle investiert, sondern aktiv eine auf Risikokontrolle und Smart Contracts basierende Investment-Framework aufbauen möchte, um eine programmierbare und automatisierte Strategielandschaft zu schaffen.
Was die Anforderungen betrifft, sucht Fidelity nach Talenten mit Erfahrung in Vermögensverwaltung und Blockchain. Bewerber sollten über 7 bis 12 Jahre Erfahrung in Vermögensverwaltung, Derivaten oder Kapitalmärkten verfügen, mit Kenntnissen in DeFi-native Sprachen (wie AMM) und On-Chain-Governance-Mechanismen. Das Jahresgehalt liegt zwischen 130.000 und 264.000 USD.
(Bitwise führt Asset-Management-Transformation auf der Blockchain an: Zusammenarbeit mit Morpho bei Vault-Launch, USDC APY 6%)
Von Transformations-Tools zu System-Iterationen – Traditionelle Finanzen bewegen sich in Richtung Blockchain
Erst vor Kurzem hat Fidelity auf der Ethereum-Blockchain eine eigene Stablecoin namens „Fidelity Digital Dollar (FIDD)“ eingeführt. Damit gehört Fidelity zu den wenigen großen traditionellen Finanzinstituten, die eine vollständig regulatorisch konforme, zahlungsorientierte Stablecoin direkt herausgeben. Dies markiert den Einstieg in den Bereich der On-Chain-Zahlungen und institutionellen Abrechnungen und stellt eine ernsthafte Konkurrenz zu USDT und USDC dar.
Nutzer können FIDD über Fidelity Digital Assets, Fidelity Crypto und Fidelity Wealth Management minten und zurücknehmen sowie auf jede Ethereum-Mainnet-Adresse übertragen. Zudem ist eine Listung auf führenden Krypto-Börsen geplant.
Diese Entwicklungen zeigen, dass Fidelity die On-Chain-Infrastruktur nicht nur als Zusatzgeschäft betrachtet, sondern als integralen Bestandteil der zukünftigen digitalen Asset-Management-Architektur.
(Fidelity plant die Ausgabe des eigenen Stablecoins FIDD auf Ethereum, fokussiert auf institutionelle Abrechnung und Nutzerzahlungen)
Vermögensverwaltung bewegt sich in Richtung Institutionalisierung und On-Chain-Transformation
Mit dem schrittweisen Einstieg großer Finanzinstitute in Blockchain-Infrastruktur und On-Chain-Produkte steht das DeFi-Ökosystem vor einer neuen Phase der Umgestaltung. Die aktuelle Rekrutierung eines hochrangigen Produktmanagers durch Fidelity spiegelt den Wunsch wider, unter Einhaltung regulatorischer Vorgaben skalierbare On-Chain-Ertragsprodukte zu entwickeln.
Wie Bitwise-CEO Matt Hougan die Entwicklung von Vaults in den Kontext der Evolution der Vermögensverwaltung stellt, vergleicht er sie mit bedeutenden Innovationen wie Investmentfonds, Hedgefonds und ETFs. Er ist der Ansicht, dass die aktuellen Vaults die Entstehung einer neuen Generation von Vermögensverwaltungsformen fördern und sogar repräsentieren.
Dieser Artikel mit dem Titel „Vermögensverwaltung on-Chain! Fidelity rekrutiert DeFi-Produktmanager und setzt auf institutionelle Vaults und Ertragsstrategien“ erschien erstmals bei Chain News ABMedia.
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