Im Jahr 2025 verlangsamt sich die US-Immobilienpreisentwicklung auf nur noch etwas über 1 %, was den niedrigsten Stand seit über einem Jahrzehnt darstellt. Laut Daten von Standard & Poor’s (S&P) stiegen die Hauspreise im Dezember 2025 nur um 1,3 %, was den niedrigsten Wert seit 2011 ist. Diese Veränderung wird als Folge des nach der Pandemie stark gestiegenen Immobilienpreises und der hohen Hypothekenzinsen auf Wohnimmobilien angesehen.
Die Hypothekenzinsen in den USA erreichten Ende letzten Jahres 6,2 %, deutlich über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Gleichzeitig stieg der Verbraucherpreisindex (CPI) um 2,7 %. Da die Preissteigerungen bei den Lebenshaltungskosten die Preissteigerungen bei Immobilien übertrafen, sinkt der tatsächliche Immobilienwert. Die Hypothekenzinsen und die Inflation haben in den letzten Jahren die Struktur des Immobilienmarktes neu gestaltet, was laut Analysen zu einer zunehmenden Zurückhaltung der Käufer führt.
Regionale Betrachtungen zeigen, dass die Immobilienpreise in Chicago und New York weiterhin steigen, während in Tampa, Denver und Phoenix die Preise fallen. Diese Preisschwankungen sind besonders in den “Sonnengebieten” mit hoher Bevölkerungszuwanderung nach der Pandemie deutlich sichtbar.
Der leitende Analyst bei S&P Global, Goldke, kommentierte, dass diese strukturellen Faktoren den Markt erheblich beeinflussen. Das Abkühlen des Immobilienmarktes könnte in Zukunft durch häufigere Schwankungen bei den Hypothekenzinsen und der Gesamtwirtschaft verstärkt werden. Angesichts der aktuellen unsicheren wirtschaftlichen Lage sollten potenzielle Käufer vorsichtig sein.