Strategie investiert erneut 39,8 Millionen US-Dollar und kauft 592 Bitcoin dazu, insgesamt hält sie jetzt 717.722 Bitcoin, mit einem unrealisierten Verlust von 7,1 Milliarden US-Dollar, was Marktsorgen vor Bärenmarkt drückt.
Trotz der Anzeichen eines „Krypto-Winters“ greift der größte institutionelle Akteur bei Bitcoin erneut zum Kauf. Laut einer am Montag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten 8-K-Datei kündigte das börsennotierte Unternehmen Strategy, geleitet von Michael Saylor, an, letzte Woche zu einem Durchschnittspreis von 67.286 US-Dollar pro Bitcoin 592 Bitcoin im Wert von 39,8 Millionen US-Dollar gekauft zu haben.
Nach diesem Zukauf besitzt Strategy nun 717.722 Bitcoin, im Wert von etwa 47,5 Milliarden US-Dollar. Die Gesamtkosten (inklusive Gebühren und Ausgaben) belaufen sich auf 54,6 Milliarden US-Dollar, mit einem unrealisierten Verlust (Floating Loss) von 7,1 Milliarden US-Dollar.
Bildquelle: X/@saylor
Strategy erklärt, dass die neuesten Bitcoin-Käufe hauptsächlich durch den Verkauf von Stammaktien der Klasse A (US-Börsenkürzel: MSTR) finanziert wurden. Letzte Woche wurden 297.940 MSTR-Aktien verkauft, was rund 39,7 Millionen US-Dollar einbrachte.
Michael Saylor, Vorstandsvorsitzender von Strategy, sagte kürzlich in einem Interview mit „Fox Business“, dass der Kryptowährungsmarkt tatsächlich in einer „Tiefphase“ sei, aber er betonte, dass diese Kälteeffekt-Phase deutlich milder und kürzer als in früheren Zyklen sei.
Auf X schrieb Saylor an die Community: „Vielleicht befinden wir uns im Krypto-Winter, aber der Frühling steht vor der Tür. Bitcoin wird letztlich gewinnen.“
Er fügte hinzu: „Wenn Bitcoin nicht auf null fällt, wird es irgendwann auf eine Million US-Dollar steigen.“
Bildquelle: X/@saylor
Saylor’s Optimismus basiert auf der deutlich gestiegenen Unterstützung durch Institutionen und das Finanzsystem für Bitcoin, während die technologische Weiterentwicklung im digitalen Asset-Ökosystem anhält und Kapital weiterhin in den Markt fließt.
Trotz Saylor’s Zuversicht trüben Marktdaten die Stimmung. Seit dem Hochpunkt ist der Bitcoin-Kurs gefallen, und die Aktien vieler „HODL-Unternehmen“ haben seit dem Sommer 2025 erheblich korrigiert.
Ein Beispiel ist Strategy: Der Aktienkurs ist um 71 % vom Höchststand gefallen, der aktuelle mNAV (Marktkapitalisierung im Verhältnis zum Nettovermögenswert) liegt bei etwa 1,01, was nahe am „Asset-Wert“ ist und kaum noch eine Prämie aufweist.
Nic Puckrin, Mitgründer von Coin Bureau, warnt: Mit dem starken Rückgang von Bitcoin stehen viele Unternehmen, die digitale Assets in ihrer Bilanz führen, unter enormem Druck. So ist der Kurs von Nakamoto in den letzten 280 Tagen um 99,3 % eingebrochen, mit einem Buchverlust von bis zu 270 Millionen US-Dollar.
Puckrin weist darauf hin, dass Bitcoin-Finanzfirmen seit drei Wochen eine Verkaufswelle erleben, was bei „HODL-Unternehmen“ bisher einzigartig ist. Mit zunehmender Kettenreaktion im Markt könnten in den kommenden Wochen weitere Unternehmen gezwungen sein, ihre Bestände zu verkaufen, was den Bitcoin-Preis weiter in den Bärenmarkt drücken könnte.
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