Mastercard rekrutierte am 24. Februar einen „Direktor für Krypto-Geldflüsse“, dessen Aufgaben die Ausgabe stabilitätsbezogener Karten, die Erweiterung von DeFi-Zahlungsströmen und die Aktualisierung der Web3-Netzwerkregeln umfassen. Citrini Research warnt in seinem AI-Endzeit-Bericht, dass KI-Agenturen durch Stablecoins Kreditkartentransaktionen umgehen könnten.

(Quelle: LinkedIn)
Die Stelle wurde erstmals am 24. Februar von Krypto-Journalist Frank Chaparro veröffentlicht und markiert den Übergang von Pilotprojekten zu einer systematischen Strategie bei Mastercard. Die Kernaufgaben dieser Position umfassen die Leitung der Ausgabe stabilitätsbezogener Zahlungskarten, die Erweiterung der DeFi-Zahlungsströme und die Neugestaltung der Netzwerkregeln für Web3-Transaktionen.
CEO Michael Miebach sagte im Januar 2026, das Unternehmen entwickle „stark“ im Bereich Stablecoins und Agenturgeschäfte, die „bald an den Start gehen“. Im Vergleich zu Wettbewerber Visa besteht jedoch eine deutliche Lücke – Visa’s On-Chain-Stablecoin-Abrechnungssystem soll bis Ende 2025 ein Volumen von 3,5 Milliarden USD jährlich erreichen, während die kryptobasierte Kartenausstellerin Rain mit Visa-Partnerschaften ein Volumen von über 3 Milliarden USD jährlich erzielt. Mastercard setzt vor allem auf eine Exchange-zentrierte Strategie, was die Transaktionsvolumina im Vergleich schwächer erscheinen lässt.
Der Bericht „Globale KI-Krise 2028“ von Citrini Research weist darauf hin, dass bei KI-gesteuerten Transaktionen 2-3 % Kreditkartengebühren ineffizient werden, da Stablecoin-Zahlungsprotokolle nahezu gebührenfrei abwickeln können. Besonders im ersten Quartal 2027 könnte die Finanzlage bei Mastercard durch die Dominanz KI-gesteuerter Transaktionen, die Stablecoins umgehen, eine Wende erfahren.
Laut Artemis Analytics erreichte das Transaktionsvolumen von Stablecoins im Jahr 2024 bereits 18,4 Billionen USD, übertraf Visa mit 15,7 Billionen USD und Mastercard mit 9,8 Billionen USD. Citrini sieht die Zukunft in einer maschinen-zu-maschinen Wirtschaft, mit Mikrozahlungen rund um die Uhr – ein Geschäftsmodell, das die bestehenden Kreditkartennetze bei weitem übersteigt.
Multi-Währungs-Plan: Ab Juni 2025 sollen verschiedene Stablecoins im Mastercard-Netzwerk integriert werden, um die Zahlungswährungen zu erweitern.
USDC-Abwicklung: Zusammenarbeit mit Circle, um USDC-Abwicklung in Nahost und Afrika auszuweiten.
Zerohash-Übernahme im Gespräch: Berichten zufolge wird eine Übernahme des Krypto-Infrastruktur-Startups Zerohash mit 2 Milliarden USD bewertet.
Analysten weisen darauf hin, dass diese Maßnahmen zwar zeigen, dass Mastercard die Bedrohung durch Stablecoins erkannt hat, jedoch die Lücke zu Visa bei der Zusammenarbeit mit kryptobasierten Institutionen und der On-Chain-Abwicklung weiterhin wächst.
Laut Stellenausschreibung ist diese Position hauptsächlich verantwortlich für drei Bereiche: die Leitung der Entwicklung der Stablecoin-bezogenen Zahlungskarten, die Erweiterung der DeFi-Zahlungsströme im Mastercard-Netzwerk und die Neugestaltung der Web3-Transaktionsregeln und Governance – zentrale Funktionen für die strukturelle Aufrüstung des Krypto-Zahlungsbereichs bei Mastercard.
Citrini argumentiert, dass KI-Agenturen bei der Automatisierung von Transaktionen die kostengünstigste Zahlungsart bevorzugen. Da Stablecoins nahezu gebührenfrei sind, während Kreditkartengebühren bei 2-3 % liegen, werden in hochfrequenten, maschinengetriebenen Transaktionsszenarien Kreditkartennetze aufgrund ihrer Kostenstruktur aktiv umgangen.
Visa’s On-Chain-Stablecoin-Abrechnungssystem soll bis Ende 2025 ein Volumen von 3,5 Milliarden USD jährlich erreichen und ist bereits mit kryptobasierten Kartenanbietern wie Rain direkt verbunden, die ein Volumen von über 3 Milliarden USD jährlich erzielen. Mastercard konzentriert sich noch vor allem auf Partnerschaften mit Börsen, was die Marktanteile bei kryptobasierten Institutionen einschränkt. Die aktuelle Stellenbesetzung wird als Schritt gesehen, um diese Lücke zu verkürzen.
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