
Laut den neuesten 13F-Meldungen des Familienbüros von Ray Dalio, Gründer des Bridgewater Funds, beliefen sich die Bestände in den US-Aktien zum Ende des letzten Jahres auf 503 Millionen US-Dollar, was die erste offizielle Offenlegung seit Beginn der Pandemie darstellt. Über drei Viertel der US-Aktienallokation konzentrieren sich auf ETFs, die Gold nachbilden, während der Rest breit gestreut ist auf den S&P 500, US-Staatsanleihen sowie ETFs für entwickelte und Schwellenländer.
Diese 13F-Meldung markiert die erste Offenlegung der US-Aktieninvestitionen des Familienbüros seit der COVID-19-Pandemie und zeigt eine deutliche Erweiterung im Vergleich zu den Anlagelevels Anfang 2021. Bemerkenswert ist, dass die ETF-Absicherung von nur zwei Gold-ETFs auf fast ein Dutzend Assets ausgeweitet wurde, was auf eine systematische Diversifizierung des Portfolios hindeutet.
Gold-ETFs: Über drei Viertel der US-Aktienbestände, die größte Einzelposition
S&P 500 ETF: Geringfügige Position, um Exposure zum US-Aktienmarkt zu halten
US-Staatsanleihen: Defensive Fixed-Income-Positionen zur Absicherung gegen Marktschwankungen
Globale Markt-ETFs: Abdeckung entwickelter und Schwellenländer, im Einklang mit der „Allwetter-Strategie“ der regionalen Diversifikation
Dalio hat kürzlich mehrfach öffentlich betont, dass sich die globale Konfliktlage mit zunehmender Härte der Trump-Regierung in Richtung verstärkter Handels- und Sanktionsmaßnahmen verschärft. Er warnt, dass sich die Konflikte von Handelskriegen zu „Kapitalkriegen“ entwickeln könnten. Sein Kernargument ist, dass eine zunehmende Handelsbilanzdefizite und Zollerhöhungen die globalen Kapitalflüsse direkt beeinträchtigen und das langfristige Vertrauen ausländischer Investoren in USD-Assets schwächen werden.
Diese makroökonomische Einschätzung spiegelt sich direkt in der Anlage-Logik des Familienbüros wider: In einem Umfeld hoher Unsicherheit setzt man auf Gold-ETFs als Kernabsicherung, ergänzt durch Aktien- und Fixed-Income-Positionen, was eine globale makroökonomische Strategie zur Werterhaltung widerspiegelt.
Neben der Kapitalallokation baut das Familienbüro auch seine operative Infrastruktur aus. Der CEO hat kürzlich die Eröffnung einer neuen Niederlassung in Abu Dhabi initiiert, um die direkte Beteiligung am Sovereign-Wealth-Markt im Nahen Osten zu stärken. Zudem werden in den USA und Singapur Talente für Investment, Steuerplanung und Technologie rekrutiert, um globale Kapitalbewegungen und Multi-Markt-Chancen zu steuern.
Im Bereich der Philanthropie hat die Dalio Foundation seit 2003 über 7 Milliarden US-Dollar gespendet, mit Fokus auf Meeresforschung, Wissenschaft und Umweltschutz. Diese Investitionen werden systematisch in langfristige gesellschaftliche Wirkung umgewandelt und setzen ein Beispiel für die Integration von Investment und Philanthropie in modernen Familienbüros.
Laut der aktuellen 13F-Meldung belaufen sich die US-Bestände des Familienbüros bis Ende letzten Jahres auf 503 Millionen US-Dollar, was die erste Offenlegung seit der Pandemie ist. Über 75 % sind in Gold-ETFs investiert, der Rest verteilt auf den S&P 500, US-Staatsanleihen und globale ETFs, was eine defensive Asset-Protection-Strategie widerspiegelt.
Dalio warnt kontinuierlich vor einer kommenden „Kapitalkrieg“-Phase, in der Handelskonflikte und das Vertrauen in den US-Dollar strukturelle Auswirkungen auf Kapitalflüsse haben werden. Gold hat historisch in Zeiten finanzieller Belastung eine Werterhaltungsfunktion, was mit seiner „Allwetter-Strategie“ zur Risikodiversifikation stark übereinstimmt.
Der Bridgewater-Fonds ist Dalios weltweit größter Hedgefonds, der externe institutionelle Investoren bedient. Dalio ist mittlerweile aus dem aktiven Management ausgeschieden, das Familienbüro wird von ihm persönlich geführt. Es hat ein globales makroökonomisches Team aufgebaut, das sich auf die Verwaltung des Familienvermögens konzentriert und unabhängig operiert.