Der Bitcoin-Preis ist seit seinem letzten Allzeithoch um etwa 50 % gefallen, und die Stimmung rund um den BTC-Preis hat sich schnell geändert. Große Zielmarken wie 150.000 $ bis 200.000 $ schienen einst nah. Bitcoin erreichte dann knapp 126.000 $ und begann zu rutschen, anstatt höher zu sprinten. Diese Art von Umkehr zwingt zu einem harten Gespräch. Viele Investoren können eine Rally feiern, doch viel weniger bleiben ruhig, wenn Bitcoin den Glauben auf die Probe stellt.
Michael Saylor griff genau diese Spannung in einem Clip auf, den der YouTube-Kanal Savvy Finance von einer anderen Quelle spielte. Saylor stellte Bitcoin als eine Technologie dar, die für viele noch immer neu erscheint, selbst nach 17 Jahren. Er verglich es mit Elektrizität, die Jahrzehnte brauchte, um breites Vertrauen zu gewinnen. Sein Hauptpunkt kam ohne Zuckerwatte an. Vertrauen entsteht nicht durch Komfort. Vertrauen entsteht durch Schmerz.
Saylor sagte, das stärkste Argument gegen BTC ist die Neuheit. Bitcoin ist neu genug, dass die Menschen zögern, ihre Ersparnisse oder ihr Erbe darauf zu setzen. Dieses Zögern wächst, wenn etwas schnell steigt und wenig Widerstand erfährt. Ein reibungsloser Anstieg kann beeindruckend aussehen. Ein reibungsloser Anstieg kann sich auch ungetestet anfühlen.
Saylor beschrieb den Bärenmarkt als essenzielles Würzen für Bitcoin. Ein tiefer Rückgang zwingt den Markt, zu lernen, was die Anlage ist und was nicht. Bitcoin überlebt Zyklen. Bitcoin absorbiert auch Zweifel, politische Ängste und harte Schlagzeilen. Jede Überlebensgeschichte verleiht eine Schicht Glaubwürdigkeit, die keine Marketingkampagne erzeugen kann.
Deshalb sieht Saylor den Crash als eine Eigenschaft der Reife. Bitcoin brauchte keinen Applaus. Bitcoin brauchte Widrigkeiten.
Bitcoin handelt rund um die Uhr. Diese einfache Tatsache verändert alles im Hinblick auf das Verhalten des BTC-Preises. Traditionelle Märkte pausieren. Bitcoin bleibt auch an Wochenenden, bei globalen Ereignissen und plötzlichen Risikowechseln geöffnet. Volatilität wird dann unvermeidlich. Saylor sah diese Volatilität als Reinigung statt Zerstörung.
Er zog auch eine klare Linie zwischen Händlern und Investoren. Händler kümmern sich um vier Tage oder vier Wochen. Investoren interessieren sich für vier Jahre. Dieser Unterschied im Zeithorizont beeinflusst, wie ein Crash interpretiert wird. Ein Händler sieht Gefahr. Ein Investor sieht Stresstests.
Saylor nutzte bekannte Tech-Parallelen, um den Punkt offensichtlich erscheinen zu lassen. Amazon brauchte Jahre, bis der Konsens es für unaufhaltsam hielt. Apple verbrachte lange Phasen im Zweifel, bevor der Markt seine Dominanz vollständig einpreiste. Bitcoin befindet sich in Saylors Ansicht in genau dieser unbequemen Phase. Adoption bewegt sich. Adoption verläuft langsamer, als ungeduldiges Kapital es möchte.
Saylors ausführlichste Erklärung konzentrierte sich auf das Kreditsystem. Aktionäre können Aktien bei großen Banken hinterlegen und dagegen Kredite aufnehmen. Bitcoin-Inhaber stehen noch vor einer anderen Welt. Kredite gegen BTC sind bei traditionellen Banken noch begrenzt. Diese Lücke ist wichtig, weil die Monetarisierung schwieriger wird. Für viele Inhaber ist der Verkauf der einfachste Weg. Der Verkauf kann das Aufwärtspotenzial begrenzen.
Saylor erklärte auch den Druck der Rehypothekierung im Schattenfinanzwesen. Einige Kreditgeber wollen, dass Bitcoin übertragen wird, damit es wiederverwendet werden kann. Wiederverwendung kann synthetische Exposition vervielfachen. Diese Dynamik kann den Bitcoin-Preis belasten, weil das gleiche Basis-Collateral wiederholt Verkaufsdruck unterstützen kann.
Er verglich das mit Immobilien. Hypothekengeber verkaufen nicht dasselbe Haus mehrfach, um das Angebot zu erhöhen. Bitcoin, so seine Ansicht, braucht ein reifes, nicht-rehypothekierendes Kreditsystem, damit die Nutzung des Collaterals den Markt nicht weiter verzerrt.
Es gibt Fortschritte, auch wenn sie noch am Anfang stehen. Saylor erwähnte, dass einige Banken begonnen haben, Kredite gegen Bitcoin-bezogene ETF-Produkte wie IBIT zu gewähren. Diese Kanäle haben noch Grenzen und Kosten. Sie sind jedoch ein Schritt in Richtung eines normaleren Kreditumfelds für BTC.
Saylor erwartet, dass Rallyes und Rückgänge weiterhin auftreten werden. Er glaubt auch, dass sich die Volatilität verändern wird, wenn regulierte Derivate wachsen und das Ökosystem reift. Diese Reifung kann extreme Crashs im Laufe der Zeit verringern. Sie kann auch extreme Aufwärtsbewegungen abschwächen.
Der Bitcoin-Preis kann während einer Neuausrichtung schwer erscheinen. Kreditlimits können auf den BTC-Preis drücken. Leverage-Verhalten kann den BTC-Preis verzerren. Langsame institutionelle Akzeptanz kann den sauberen Ausbruch verzögern, den viele Inhaber wünschen. Michael Saylors Argument bleibt dabei konsequent: Bitcoin musste einen brutalen Crash erleben, damit der Markt lernt, ihm zu vertrauen.
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