Der Kryptowährungsmarkt erlebte am späten Abend des 25. (April) eine seltene „repressive Gegenreaktion“, bei der die Marktkapitalisierung an einem Tag um über 170 Milliarden US-Dollar stieg. Gerüchten zufolge ist diese heftige Aufwärtsbewegung kein reiner technischer Rebound, sondern das plötzliche Verschwinden eines langjährigen „unsichtbaren Verkaufsdrucks“, der den Markt beherrschte. Analysten glauben, dass mit dem Einstieg des Wall-Street-Quant-Trading-Giganten Jane Street in einen Insider-Handelsprozess die automatisierten Handelsprogramme, die „jeden Tag zu festen Zeiten verkauft haben“, möglicherweise gezwungen wurden, vorübergehend pausieren. Dadurch verschwand der seit Monaten unterdrückende Verkaufsdruck schlagartig, was den lang ersehnten starken Rebound auslöste.
Laut CoinGecko-Daten stieg die globale Marktkapitalisierung der Kryptowährungen an einem Tag um etwa 8 %, was fast die Marke von 2,5 Billionen US-Dollar erreichte. Dabei durchbrach Bitcoin zeitweise die 69.000 US-Dollar-Marke, Ethereum stieg um mehr als 13 %, und Solana (SOL) legte sogar um über 15 % zu. Die Marktstimmung wurde deutlich positiver.
Dieser kräftige Anstieg fiel zufällig mit dem Zerfall eines sogenannten „Krypto-Fluchs“ zusammen: Der große Verkaufsdruck, der fast täglich um 10 Uhr morgens Eastern Time (11 Uhr abends Taipei Time) auftrat, wurde nach den Vorwürfen gegen Jane Street wegen Insider-Handels plötzlich unterbrochen.
Krypto-Kommentator Bark auf der Plattform X (ehemals Twitter) sagte: „Jane Street hat in den letzten Monaten jeden Morgen um 10 Uhr genau durch Algorithmen verkauft.“
Tag für Tag wurde der Kurs unbarmherzig gedrückt, was zu Zwangsliquidationen von Kleinanlegern führte, die dann bei niedrigen Kursen wieder einkauften. Doch nach den Anklagen gegen sie hörte dieses Verhalten auf. Das Phänomen des ‚10-Uhr-Verkaufs‘ verschwand, und Bitcoin erlebte den besten Tag seit Monaten.“
Der On-Chain-Datenanalyst Nonzee teilt diese Ansicht: „Seit Monaten bedeutet 10 Uhr morgens nur eins: Jane Street verkauft. Gestern wurden sie wegen Insider-Handels angeklagt; heute um 10 Uhr morgens? Bitcoin fiel nicht, sondern stieg sogar stark an.“
Obwohl es derzeit keine öffentlichen Beweise gibt, die belegen, dass Jane Street tatsächlich täglich systematisch verkauft, ist der Zeitpunkt dieser Reaktion zu perfekt, was in der Krypto-Community für lebhafte Diskussionen sorgt.
Die Klage, die dieses Thema in der Krypto-Szene auslöste, wurde Anfang dieser Woche offiziell von einem Insolvenzverwalter von Terraform Labs eingereicht. Laut dem Wall Street Journal beschuldigt die Klage Jane Street, unoffenbarte Informationen aus internen Quellen von Terraform Labs genutzt zu haben, um vor dem Marktzusammenbruch Insider-Handel zu betreiben und Gewinne zu erzielen.
Rückblickend auf 2022 gilt die „Todesspirale“ von Terra-Luna als der entscheidende Auslöser für den langen Krypto-Winter. Kürzlich stieg Bitcoin im Oktober letzten Jahres auf ein Allzeithoch von über 120.000 US-Dollar, fiel aber anschließend kontinuierlich ab, sogar unter die Marke von 65.000 US-Dollar, bis es in dieser Woche eine deutliche Erholung gab.
Zur aktuellen „Wende“-Stimmung am Markt sagte der erfahrene ETF-Analyst Eric Balchunas auf X: „Der ‚Bösewicht‘ (The bogeyman) ist verschwunden. Das spiegelt die Stimmung in der Krypto-Community und die heutige Kursentwicklung wider.“
Gleichzeitig wirft er eine nachdenkliche Frage auf:
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