
Der Direktor für Forschung und Politikumsetzung bei der UK Gambling Commission, Tim Miller, erklärte am 26. Februar auf der Jahreskonferenz in London, dass die Kommission die potenzielle Möglichkeit prüft, Kryptowährungszahlungen als Option für lizenzierte Glücksspielanbieter im Vereinigten Königreich zuzulassen. Dabei betonte er, dass entsprechende Kryptowährungstätigkeiten eine formelle Genehmigung durch die britische Financial Conduct Authority (FCA) benötigen.
(Quelle: UK Gambling Commission)
In seiner Rede nannte Tim Miller direkt den Kernmotivator für diese Untersuchung: den Verbraucherschutz. Er wies darauf hin, dass Kryptowährungen eines der zwei wichtigsten Suchbegriffe sind, die britische Spieler verwenden, um illegale Websites zu finden. Das bedeutet, wenn lizenzierte Glücksspielplattformen im UK keine Kryptowährungszahlungen akzeptieren können, könnten einige Spieler auf unregulierte ausländische Anbieter abwandern.
Miller argumentiert: Wenn lizenzierte Anbieter Kryptowährungen akzeptieren dürfen, könnten die Spieler im regulierten Umfeld bleiben, anstatt auf illegale Märkte abzuwandern. Er hat das Branchenberatungsgremium „Industry Forum“ gebeten, die besten Wege für die Akzeptanz von Kryptowährungszahlungen zu prüfen, allerdings ohne eine konkrete Frist zu setzen.
Es ist wichtig zu beachten, dass Miller klarstellte, dass die Erlaubnis für Kryptowährungszahlungen nicht bedeutet, dass Casinos selbst eine umfassende rechtliche Anerkennung im UK erhalten – sie müssen weiterhin strenge Kundenangemessenheits- und Belastbarkeitstests bestehen.
Die Untersuchungen der Glücksspielkommission stehen in engem Zusammenhang mit dem von der FCA vorangetriebenen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen. Die FCA hat einen finalen Konsultationsbericht mit zehn Vorschlägen für den Kryptowährungsmarkt veröffentlicht, der bis März 2026 abgeschlossen sein soll und voraussichtlich im Oktober 2027 vollständig umgesetzt wird.
Vor diesem Hintergrund müssen alle Dienstleister, die Kryptowährungszahlungen auf lizenzierte Glücksspielplattformen im UK akzeptieren möchten, eine vollständige Compliance-Genehmigung unter dem neuen FCA-Regelwerk erhalten. Der offizielle Zeitplan für die Öffnung der Kryptowährungszahlungen im Glücksspiel ist eng mit der Umsetzung des FCA-Rahmenwerks verbunden.
März 2026: Abschluss der Konsultation zu den zehn Vorschlägen für den Kryptowährungsmarkt durch die FCA
September 2026: Eröffnung des offiziellen Antragsfensters für Krypto-Asset-Dienstleister (CASP)
25. Oktober 2027: Inkrafttreten des neuen FCA-Regulierungsrahmens für Kryptowährungen; alle relevanten Dienstleister müssen eine vollständige Genehmigung besitzen
Laufend: Das Industry Forum der Glücksspielkommission bewertet weiterhin die besten Implementierungswege für Kryptowährungszahlungen; kein festes Enddatum
Tim Miller erklärte, dass Kryptowährungen eines der zwei wichtigsten Suchbegriffe sind, die britische Spieler verwenden, um illegale Websites zu finden. Wenn lizenzierte Anbieter keine Kryptowährungszahlungen akzeptieren können, könnten diese Spieler auf unregulierte ausländische Casinos abwandern, was das Verbraucherrisiko erhöht. Die Erlaubnis für lizenzierte Anbieter, Kryptowährungen zu akzeptieren, soll die Spieler im regulierten Umfeld halten und so den Verbraucherschutz verbessern.
Nein. Miller betonte ausdrücklich, dass die Akzeptanz von Kryptowährungen als Zahlungsmittel nicht bedeutet, dass das Casino selbst eine regulatorische Anerkennung im UK erhält. Alle Plattformen, die Kryptowährungszahlungen akzeptieren möchten, müssen weiterhin strenge Kundenangemessenheits- und Belastbarkeitstests bestehen, und die entsprechenden Kryptowährungstätigkeiten müssen in einem separaten Genehmigungsverfahren unter dem FCA-Regelwerk erfolgen.
Der FCA plant, den neuen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen am 25. Oktober 2027 vollständig umzusetzen, wobei das Antragsfenster voraussichtlich im September 2026 geöffnet wird. Wenn Glücksspielanbieter die Erlaubnis erhalten, Kryptowährungen zu akzeptieren, müssen sie unter diesem Rahmen eine vollständige FCA-Genehmigung beantragen. Versäumen sie die Frist, unterliegen sie Übergangsregelungen – bestehende Produkte dürfen weiter betrieben werden, während die Einführung neuer Produkte reguliert wird.
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