Letztes Jahr überstieg die Zahl der Meldungen über Schäden durch illegale Privatfinanzierungen 17.000 Fälle und erreichte damit den höchsten Stand seit 13 Jahren. Experten führen dies auf die verstärkte Kreditkontrolle durch die Regierung in Kombination mit einer schwachen Binnenwirtschaft zurück, was viele Menschen dazu zwingt, auf illegale Privatfinanzierungen zurückzugreifen.
Laut Angaben des Abgeordneten Lee In-ryong der Gemeinsamen Demokratischen Partei, die vom Financial Supervisory Service stammen, gab es im vergangenen Jahr insgesamt 17.538 Meldungen über Schäden durch illegale Privatfinanzierungen. Dies ist der höchste Wert seit der Einrichtung des Meldestellenzentrums für illegale Privatfinanzierungen im Jahr 2012, das damals 18.237 Fälle verzeichnete. Bei den konkreten Arten der Meldungen waren die nicht registrierten Kreditvermittler mit 9.293 Fällen am häufigsten betroffen, gefolgt von Forderungseintreibungen, Hochzinsangeboten und illegaler Werbung.
Analysen zeigen, dass die plötzliche Zunahme der Meldungen über nicht registrierte Kreditvermittler vor allem auf die Verbreitung über soziale Medien und andere nicht face-to-face Kanäle zurückzuführen ist, was es illegalen Anbietern erleichtert, in den Markt einzutreten. Zudem wird argumentiert, dass die Kreditkontrolle der Regierung und die Maßnahmen zur Eindämmung der Überhitzung des Immobilienmarktes dazu führen, dass Menschen mit mittlerer bis niedriger Bonität Schwierigkeiten haben, Kredite innerhalb des Systems zu erhalten, wodurch die Nachfrage möglicherweise in den illegalen Privatfinanzierungsbereich abwandert.
Der Direktor des Volksfinanzierungsinstituts, An Rong-sup, diagnostiziert, dass die Kombination aus Kreditkontrolle und wirtschaftlicher Abschwächung die Einkommensbedingungen verschlechtert habe. Gleichzeitig schrumpfe die finanzielle Unterstützung für die breite Bevölkerung, was zu diesem Phänomen führe. Auch der Finanzkommissar hat erklärt, dass bei der Verwaltung von Haushaltsverschuldung bereits berücksichtigt wurde, dass Menschen mit mittlerer bis niedriger Bonität möglicherweise in den illegalen Privatfinanzierungsbereich gedrängt werden.
Um Schäden durch illegale Privatfinanzierungen zu verringern, baut die Regierung landesweit ein “One-Stop-Komplett- und Spezialunterstützungssystem” auf, um eine enge Unterstützung zu gewährleisten. Zudem sind Maßnahmen geplant, um die Versorgung mit breiteren Volksfinanzierungen zu erhöhen und präventiv zu wirken. Experten betonen, dass es notwendig ist, durch die Erweiterung von mittleren Zinssätzen bei Sparkonten oder Kreditkartenunternehmen, die relativ hohe Zinsen anbieten, den Zugang zu mittleren Zinskrediten zu fördern, und dass innerhalb des Rahmens der Gesamtmengensteuerung ergänzende Strategien entwickelt werden müssen.
Dieser Trend zeigt, dass in Zukunft verschiedene politische Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Umfeld für die breite Bevölkerung zu verbessern und Schäden durch illegale Privatfinanzierungen zu reduzieren.