Amerikanisch-israelische Koalition startet Angriff auf Iran, führend zum Tod des obersten Führers Khamenei, woraufhin Iran die Straße von Hormus blockiert. Weltweit werden täglich 20 Millionen Barrel Öltransport unterbrochen, Brent-Öl steigt um 3,7 % auf 72,80 USD pro Barrel. Analysten warnen, dass bei anhaltender Blockade die Ölpreise 100 USD durchbrechen könnten.
(Vorheriger Kontext: Iranischer Präsident Pesezhi kündigt die Übernahme der Macht durch ein Dreierkomitee an, potenzielle Nachfolger werden bekanntgegeben)
(Hintergrund: Gerüchte über israelische Präventivangriffe auf Iran! Bitcoin fällt kurzzeitig unter 65.000 USD, Marktpanik steigt)
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Am 28. Tag starteten die USA und Israel eine gemeinsame Militäraktion gegen Iran, Ziel sind Militärzentren, Nuklearanlagen und hochrangige Beamte. Das iranische Rote Halbmond berichtet von mindestens 201 Toten und über 700 Verletzten. Der entscheidende Schlag: Der oberste Führer Khamenei wurde heute Morgen bei einem Luftangriff bestätigt tot.
Als Vergeltung schossen Iran Dutzende ballistische Raketen und Drohnen ab, um israelisches Festland sowie US-Stützpunkte in Jordanien, Kuwait, Bahrain, Katar, Irak, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten anzugreifen.
Dann tat die Iranische Revolutionsgarde das, was der Markt am meisten fürchtet: Sie schloss die Straße von Hormus.
Laut Daten des US Energy Information Administration (EIA) flossen 2024 täglich 20 Millionen Barrel Öl durch die Straße, was 20 % des weltweiten Ölverbrauchs entspricht. Für 2025 zeigen die Daten, dass etwa 13 Millionen Barrel täglich durch diese Meerenge transportiert werden, was 31 % des globalen Seetransport-Öls ausmacht.
Mit anderen Worten: Fast ein Drittel des globalen Seetransport-Öls und ein Fünftel des verflüssigten Erdgases sind jetzt blockiert.
Nach den Nachrichten stiegen die Brent-Öl-Futures um 3 % auf 72,48 USD pro Barrel. Mehrere Investmentbanken warnen, dass ohne deutliche Entspannung die Preise am Montag um weitere 10 bis 20 USD steigen könnten.
Analysten prognostizieren: Wenn der Konflikt innerhalb von drei bis fünf Wochen kontrolliert wird, liegt das Risikoaufschlag bei etwa 4 bis 10 USD, den der Markt verkraften kann. Bei einer langfristigen Eskalation und anhaltender Blockade der Straße von Hormus könnten die globalen Ölversorgung um bis zu 20 % eingeschränkt werden, was einen Anstieg von Brent auf 100 USD nahezu unausweichlich macht. Bloomberg-Analysten weisen zudem darauf hin, dass bei anhaltender Blockade und Erfolg die Marke von 140 USD für Brent nicht ausgeschlossen ist.
Iran ist der viertgrößte Ölproduzent der OPEC, mit einer Tagesproduktion von etwas über 3 Millionen Barrel im Januar dieses Jahres. Doch die eigentliche Bedrohung für den Ölpreis liegt nicht in der eigenen Produktion, sondern in der Fähigkeit, die strategisch wichtige Straße von Hormus zu kontrollieren.
Der Großteil der Öl-Exporte Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwaits und Iraks muss durch diese nur 33 km breite Wasserstraße laufen. Selbst ohne die Exporte Irans (etwa 90 % davon gehen nach China, durchschnittlich 1,9 Millionen Barrel pro Tag) reicht die Blockade der Meerenge aus, um die globale Energiemarkt in Panik zu versetzen.
Laut CNBC-Analysten ist die „Folge dieses Konflikts viel größer als bei Venezuela“. Die Produktionsausfälle Venezuelas betreffen Hunderttausende Barrel, während die Blockade der Straße von Hormus Millionen Barrel betrifft. Das ist ein Quantensprung.
Zudem ist die OPEC nur begrenzt in der Lage, Ersatzkapazitäten bereitzustellen. Theoretisch könnte Saudi-Arabien die Produktion erhöhen, doch selbst bei maximaler Anstrengung reicht das nicht aus, um die durch die Blockade entstehenden Lücken zu füllen, da das zusätzliche Öl ebenfalls durch die Straße von Hormus transportiert werden muss. Alternativ könnten Pipelines nach Rotes Meer genutzt werden, doch deren Kapazität ist bei weitem nicht ausreichend.
Der taiwanesische Weighted Index erreichte vor den Ferien am 26. Februar ein Allzeithoch und hat fünf Tage in Folge Rekorde gebrochen. Doch 72 Stunden später zerstörten die Middle East-Raketen diese Feier.
Mehrere große Investmentfirmen schätzen, dass der taiwanesische Aktienmarkt am Montag mit einem Rückgang von 300 bis 500 Punkten starten könnte, im schlimmsten Fall sogar um 800 bis 900 Punkte. KGI Securities’ Analyse ist klar: Wenn Iran die Straße von Hormus weiterhin blockiert, der Konflikt zu einem langwierigen Krieg wird und die Ölpreise auf dreistellige Werte steigen, wird die Auswirkung auf die Finanzmärkte kaum abzuschätzen sein.
Ausländische Investoren sind die größte Unbekannte. Bei geopolitischen Risiken reagieren ausländische Investoren meist mit „erst mal zurückziehen“. Analysten schätzen, dass der taiwanesische Markt zu einer Abflussquelle für ausländisches Kapital werden könnte, insbesondere bei den liquiden Aktien wie TSMC und großen Blue Chips, die den ersten Verkaufsdruck abbekommen.
Einige Analysten bleiben jedoch vorsichtig optimistisch. Die Logik: Solange der Krieg nicht auf US-Boden ausbricht, sind die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen begrenzt; der Markt könnte zunächst zwei bis drei Tage schwanken, doch wenn die Lage sich beruhigt, ergeben sich Chancen, um TSMC und andere AI-Concepts-Aktien zu kaufen.
Doch die entscheidende Voraussetzung ist: Die Straße von Hormus muss wieder geöffnet werden, und die Ölpreise dürfen nicht wirklich auf 100 USD steigen.
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