
Während die militärischen Konflikte zwischen den USA und dem Iran weiter eskalieren, folgt Bitcoin nicht dem Muster früherer geopolitischer Schocks, die zu starken Kursverlusten führten. Am Wochenende blieb die Kryptowährung stabil bei etwa 67.000 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass der Markt die wichtigsten geopolitischen Risiken bereits vorab eingepreist hat. Der Krypto-Trader BitBull interpretiert den Drei-Tage-Chart so, dass „Widerstandsniveaus nun zu Unterstützung geworden sind“, und erwartet, dass Bitcoin auf 73.000 bis 74.000 US-Dollar steigen könnte.

(Quelle: Trading View)
Am Wochenende bestätigte Präsident Trump in einem exklusiven Interview mit der Daily Mail, dass drei US-Soldaten bei Einsätzen im Iran gefallen sind, und deutete an, dass der Konflikt etwa vier Wochen dauern könnte. Der Iran droht, die Hormus-Straße zu blockieren, was die US-Aktien-Futures am Wochenende um 0,65 % fallen ließ.
Doch die Reaktion von Bitcoin war ganz anders. Nach kurzfristigen Schwankungen beruhigte sich der Markt schnell, BTC/USD bewegte sich innerhalb eines Seitwärtsbereichs und zeigte keinen Durchbruch nach unten. Einige Marktteilnehmer sind der Ansicht, dass die schlimmsten Erwartungen an den Iran-Konflikt bereits in den vorherigen Kursen eingepreist wurden, sodass neue Nachrichten keinen zusätzlichen Verkaufsdruck auslösten.
Geopolitische Risiken bereits vorweggenommen: Der Markt ist der Ansicht, dass die Hauptauswirkungen des Iran-Konflikts bereits eingepreist sind, und neue Nachrichten am Wochenende keine zusätzliche Panik ausgelöst haben.
Technische Unterstützung wandelt sich: BitBull weist darauf hin, dass das vorherige Widerstandsniveau nun in eine stabile Unterstützung umgewandelt wurde. Der Drei-Tage-Chart zeigt eine bullische Struktur, mit einem Ziel bei 73.000 bis 74.000 US-Dollar.
Durchbruch des 21-Tage-Durchschnitts erwartet: Michaël van de Poppe erklärt, dass ein Durchbruch des 21-Tage-SMA (etwa 67.627 US-Dollar) den mittelfristigen Aufwärtstrend bestätigen würde, der voraussichtlich im März oder April einsetzen soll.
(Quelle: US Bureau of Labor Statistics)
Obwohl die kurzfristigen Aussichten relativ optimistisch sind, wächst ein bedeutendes makroökonomisches Risiko. Sollte der Iran tatsächlich die Hormus-Straße blockieren, könnten die globalen Ölpreise stark steigen. Das Ressourcen-Portal Kobe News zitiert eine Morgan Stanley-Studie, wonach ein signifikanter Anstieg der Ölpreise die US-Inflation (CPI) auf 5 % treiben könnte.
Die letzte CPI-Rate von 5 % wurde im März 2023 erreicht, während die Federal Reserve damals eine aggressive Zinserhöhungsphase durchlief, die risikobehaftete Anlagen stark belastete. Kürzlich haben die US-Inflationsdaten die Erwartungen übertroffen, insbesondere die am Freitag veröffentlichten PPI-Daten, die deutlich über den Markterwartungen lagen. Steigen die Ölpreise weiter, könnte die Fed ihre dovishe Haltung revidieren, was den Druck auf Bitcoin erneut erhöhen würde.
Außerdem besteht bei den Bitcoin-Futures an der Chicago Mercantile Exchange (CME) bei 65.880 US-Dollar eine Abwärtslücke. Falls die US-Aktien am nächsten Tag unter Druck geraten, könnte diese Lücke kurzfristig als Ziel für einen Abverkauf dienen.
Der Markt ist der Ansicht, dass die wichtigsten geopolitischen Risiken im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt bereits eingepreist sind. Neue Nachrichten am Wochenende haben keinen zusätzlichen Verkaufsdruck ausgelöst. Mehrere Analysten sehen technische Signale für eine Unterstützungstransformation, und der Durchbruch des 21-Tage-Durchschnitts bildet die Grundlage für eine bullische Entwicklung in den Monaten März und April.
BitBull erwartet, dass Bitcoin von der aktuellen Unterstützung auf 73.000 bis 74.000 US-Dollar steigen könnte. Der 21-Tage-SMA (etwa 67.627 US-Dollar) ist eine entscheidende technische Marke; ein erfolgreicher Durchbruch würde eine mittel- bis langfristige Bullenphase bestätigen.
Das größte Risiko besteht in einem Anstieg der Ölpreise, der die Inflationserwartungen erhöht. Sollte die Hormus-Straße blockiert werden und die Ölpreise stark steigen, könnte die US-Inflation (CPI) auf 5 % steigen, was die Fed zu einer strafferen Geldpolitik zwingen würde. Dies würde die Nachfrage nach risikobehafteten Anlagen wie Bitcoin unter Druck setzen. Zudem ist die Abwärtslücke bei 65.880 US-Dollar auf den CME-Futures ein kurzfristiges Ziel, das man im Blick behalten sollte.
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