
In diesem Wochenende, als die USA und Israel gemeinsam gegen den Iran vorgehen, sind Krypto-Börsen unerwartet zu einem sicheren Hafen für Rohstoffe und traditionelle Vermögenswerte geworden. Da die traditionellen Finanzmärkte am Wochenende geschlossen sind, strömten Händler auf Krypto-Plattformen wie Hyperliquid, um durch perpetual Contracts, die an reale Vermögenswerte gekoppelt sind, rund um die Uhr Hedging-Tools zu suchen. Dies bestätigt erneut die Unersetzlichkeit eines „24-Stunden-Marktes“ in Zeiten geopolitischer Spannungen.
Nach den Angriffen der USA und Israels auf iranische Ziele reagierte Iran mit Raketenangriffen auf Orte in Israel, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain und drohte, US-Militärbasen im Irak weiter anzugreifen. Trump forderte die Iraner auf, die Regierung zu stürzen, was die Befürchtungen einer regionalen Eskalation verstärkte.
Auf der Hyperliquid-Plattform ist die unmittelbare Preisreaktion auf diese geopolitischen Spannungen deutlich sichtbar: Die Rohöl-Perpetuals stiegen um etwa 5% auf 70,6 USD pro Barrel; Gold-Perpetuals stiegen um ca. 1,3% auf 5.323 USD pro Unze; Silber-Perpetuals stiegen um ca. 2% auf 94,9 USD pro Unze. US-Aktienindex-Perpetuals sanken zwischen 0,4% und 0,75%. Bitcoin und Ethereum drehten ihre frühen Verluste um und stiegen zeitweise um 2,3% auf etwa 67.000 USD bzw. 2,4% auf 1.968 USD.
Silber-Perpetuals: Über 227 Mio. USD Volumen in den letzten 24 Stunden, aktivster Handel
Gold-Perpetuals: Ca. 173 Mio. USD Volumen
Rohöl-Perpetuals: Höchster Anstieg, ca. 5% Zuwachs
US-Aktienindex-Perpetuals: Rückgang zwischen 0,4% und 0,75%
Funktion: Bietet die einzige makroökonomische Absicherungsoption während der traditionellen Marktpausen
Jake Ostrovskis, Leiter des außerbörslichen Handels bei Wintermute, beschreibt die Rolle des 24-Stunden-Marktes in diesem Ereignis treffend: „Da Bitcoin der einzige offene Markt ist, strömen Händler dorthin, wenn sie Hedging oder Meinungsäußerung betreiben wollen. Deshalb brauchen immer mehr Asset-Klassen – einschließlich Rohstoffe – einen 24/7-Handel.“ Er betont, dass die kontinuierliche Preisfindung eine strukturelle Effizienzsteigerung des Marktes darstellt.
Letztes Jahr hat Hyperliquid ein Plattform-Upgrade durchgeführt, das es Nutzern ermöglicht, perpetual Futures an reale Vermögenswerte wie Aktien und Rohstoffe zu koppeln, was die Plattform als „Makro-Positionierungsalternative außerhalb der regulären Handelszeiten“ positioniert. Annanay Kapila, CEO von QFEX, bezeichnete dieses Wochenende als einen „Weckruf für Skeptiker, ob 24/7-Handel wirklich notwendig ist“: „Preise bewegen sich nie im Schlaf.“
Ein weiterer Trend ist die beschleunigte Tokenisierung von Vermögenswerten durch große Finanzinstitute und Fintech-Unternehmen, um traditionelle Assets auf der Blockchain zu verzeichnen und so die Grundlage für den zukünftigen 24/7-Handel zu legen. Für Krypto-Befürworter bestätigt dieses Wochenende eine makroökonomische Einschätzung: Der Trend, alle Asset-Klassen auf der Chain 24 Stunden am Tag zu handeln, ist unumkehrbar. Die Geschwindigkeit der Migration von traditionellen Börsen auf die Blockchain könnte schneller sein, als die meisten an der Wall Street erwarten.
Traditionelle Finanzmärkte sind am Wochenende geschlossen. Wenn lokale geopolitische Konflikte am Wochenende ausbrechen, können Händler Risiken nicht über reguläre Kanäle absichern. Die ununterbrochenen Handelsmöglichkeiten auf Krypto-Börsen machen sie zum einzigen liquiden Markt, auf dem man kurzfristig Hedging oder makroökonomische Meinungen äußern kann – ein struktureller Vorteil gegenüber traditionellen Märkten.
Perpetual Contracts sind eine native Krypto-Derivatform, ähnlich Futures, aber ohne Verfallsdatum, die es Händlern erlauben, rund um die Uhr gehebelte Positionen zu halten. Im letzten Jahr hat Hyperliquid sein Angebot auf Rohstoffe und Aktien ausgeweitet, sodass Händler ohne auf traditionelle Clearing-Prozesse warten zu müssen, makroökonomische Meinungen jederzeit auf der Chain ausdrücken können.
Große Finanzinstitute beschleunigen die Tokenisierung von Vermögenswerten, was die Grundlage für einen zukünftigen, rund um die Uhr laufenden Handel jenseits der regulären Börsenzeiten schaffen könnte. Branchenexperten sind sich einig, dass die Geschwindigkeit der Asset-Migration auf die Chain schneller sein wird als erwartet, doch ob dies in institutionellem Maßstab umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten.
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