
Die russische Zentralbank hat kürzlich einen Bericht veröffentlicht, in dem sie warnt, dass Finanzvertriebsorganisationen Kryptowährungen zunehmend als Hauptmittel zur Kapitalbeschaffung nutzen, wobei der Anteil von 77 % im Jahr 2024 auf 84 % im Jahr 2025 gestiegen ist. Im vergangenen Jahr identifizierte die Zentralbank insgesamt 7.087 Finanzpyramiden, Scheingeschäfte und andere Betrugspläne, von denen 80 % online betrieben werden und die meisten Kryptowährungen sowie Money Mules für Geldtransfers verwenden.
Laut Bericht der russischen Zentralbank zeigt die Größe und Organisation dieser Betrugsaktivitäten eine klare systematische Transformation:
Betrugspläne: Von den im letzten Jahr identifizierten 7.087 Plänen sind Finanzpyramiden, Scheingeschäfte mit legitimen Maklern und gefälschte Krypto-Investitionsprojekte mit hohen Renditen beteiligt.
Online-Anteil: 80 % der Vertriebsbetrügereien operieren vollständig online ohne physisches Büro; sie kontaktieren potenzielle Opfer hauptsächlich über soziale Medien, Messaging-Apps und Telefon.
Kryptowährungsnutzung: Im Jahr 2025 verwenden 84 % der Betrüger Kryptowährungen für die Kapitalbeschaffung, gegenüber 77 % im Jahr 2024.
Gefälschte Krypto-Investitionsprojekte: Rund 1.500 Unternehmen verkaufen potenziellen Kunden falsche Krypto-Investitionspläne.
Geldtransfers: Hauptsächlich mit Kryptowährungen, ergänzt durch Money Mules-Netzwerke, um die Geldflüsse durch mehrstufige, dezentrale Transfers zu verschleiern.
Beamte der Zentralbank erklärten im Bericht, dass Betrüger „Kryptowährungen wählen, weil Token ihnen Anonymität ermöglichen und sie vor Strafen schützen“, was Kryptowährungen zu einem bevorzugten Werkzeug für Vertriebsorganisationen macht, um der Verfolgung zu entgehen.
Angesichts des schnellen Wachstums von Krypto-Betrug hat die russische Zentralbank folgende konkrete Maßnahmen ergriffen:
Blockaden: Anweisung, 21.500 Webseiten und Social-Media-Posts im Zusammenhang mit Krypto-Betrügern und anderen Finanzbetrügereien zu sperren.
Verbraucherwarnungen: Die Zentralbank erinnert die Öffentlichkeit ausdrücklich daran, dass nur Unternehmen mit gültigen Lizenzen berechtigt sind, Anlageprodukte für russische Privatanleger anzubieten. Zudem wird die kontinuierliche Identifikation zunehmend komplexer Finanzpyramiden und Online-Betrugspläne sowie die verstärkte öffentliche Bekämpfung von Krypto-Betrug angekündigt.
Diese Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund einer raschen Zunahme der Krypto-Adoption in Russland. Laut dem russischen Finanzministerium geben die Bürger täglich bis zu 648 Millionen US-Dollar für Kryptowährungen aus. Das Ministerium arbeitet derzeit an neuen Vorschriften, die möglicherweise bald den Zugang zu ausländischen Krypto-Börsen blockieren, was zeigt, dass Russland die inländische Krypto-Nutzung ausweitet und gleichzeitig die Kontrolle über ausländische Plattformen verschärft.
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