Südafrikanische Anbieter von Krypto-Assets müssen nun detaillierte Transaktionsdaten direkt an die Steuerbehörde übermitteln, was eine präzise automatisierte Abstimmung und gezielte Prüfungen ermöglicht.
Der South African Revenue Service (SARS) nutzt seit dem 1. März seine bisher fortschrittlichsten Werkzeuge, um Krypto-Assets und Offshore-Finanzinteressen zu verfolgen. Die Einführung des Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) und des erweiterten Automatic Exchange of Information (AEOI)-Regimes markiert einen grundlegenden Wandel in der Steuerdurchsetzungsarchitektur des Landes.
Laut einem lokalen Bericht integrieren die neuen Regeln Kryptowährungstransaktionen und Offshore-Konten in dasselbe globale Transparenznetz, das auch für traditionelle Banken verwendet wird. Jahrelang gingen Krypto-Nutzer davon aus, dass mehrere Wallets, ausländische Börsen und verschachtelte Offshore-Strukturen einen Puffer gegen Steuertransparenz bieten. Rechtsexperten sagen, dass sich diese Landschaft erheblich verändert hat.
„Die Vorstellung, dass Offshore- oder digitale Aktivitäten außerhalb bedeutungsvoller Steuertransparenz existieren, wird zunehmend unhaltbar“, sagte Micaela Paschini, Leiterin des Steuerrechts-Teams bei Tax Consulting South Africa.
Mit den nun aktiven Regeln sind digitale und grenzüberschreitende Vermögenswerte laut Paschini nicht mehr außerhalb des Zugriffs der Steuerbehörde. Steuerzahler, die Krypto über Offshore-Strukturen halten oder auf ausländischen Börsen handeln, sind einem deutlich erhöhten Risiko ausgesetzt.
Der Wandel setzt den Übergang der SARS von einer reaktiven Haltung — die auf freiwilliger Offenlegung beruht — zu einem proaktiven, datengetriebenen Modell fort. Wesentliche Änderungen erfordern von Krypto-Asset-Dienstleistern, detaillierte Transaktionsdaten in einem internationalen Standard entsprechenden Format zu sammeln und zu übermitteln.
Dies ermöglicht es der Behörde, deklarierte Einkünfte mit den auf Transaktionsebene gemeldeten Daten mit hoher Präzision abzugleichen. Südafrika ist nun fest in ein Netzwerk von mehr als 120 Jurisdiktionen eingebunden, die systematisch Steuerzahlerinformationen austauschen. Mustererkennung und Datenabgleich werden es den Beamten ermöglichen, Nicht-Offenlegung und falsche Asset-Klassifizierungen ohne Vermutungen zu identifizieren.
Paschini stellte fest, dass die Beweislast weiterhin beim Steuerzahler liegt, um die Herkunft der Mittel und die Art der Gewinne zu belegen. Allerdings hat sich die „Erkennungslücke“ geschlossen. Sobald diese strukturierten Daten übermittelt werden, sagte Paschini, „beschleunigt sich die Risikoprofilierung“ und „die Auswahl der Prüfungen wird gezielter.“
Paschini riet Steuerzahlern mit historischen, nicht deklarierten digitalen oder Offshore-Vermögenswerten, das Voluntary Disclosure Programme (VDP) in Betracht zu ziehen. Das proaktive Engagement mit der Steuerbehörde bleibt eine strategische Option, um Angelegenheiten zu regularisieren, bevor automatisierte Datenflüsse eine formelle Prüfung oder Durchsetzungsmaßnahmen auslösen.
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