
Amerikanischer Senat für Banken, Wohnen und Stadtentwicklung hat am Montag den „21st Century Housing Act“ vorgelegt. Dieser zweiparteiige Gesetzesentwurf, der 303 Seiten umfasst und sich auf die Senkung der Baukosten in den USA konzentriert, enthält heimlich eine Klausel, die die Ausgabe von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDC) durch die Federal Reserve verbietet. Diese Klausel erstreckt sich nur über zwei Seiten des Gesetzes. Das Weiße Haus veröffentlichte anschließend eine administrative Erklärung, in der es den gesamten Gesetzentwurf ausdrücklich unterstützt und die CBDC-Verbotsklausel besonders hervorhebt.
Das im Housing Act eingebettete CBDC-Verbot hat auf rechtlicher Ebene klare Grenzen:
Kernverbot: „Der Federal Reserve Board oder die Federal Reserve Banks dürfen direkt oder indirekt durch Finanzinstitute oder andere Vermittler keine Zentralbank-Digitalwährungen ausgeben oder schaffen, noch digitale Vermögenswerte, die ihnen substantiv ähnlich sind.“
Sonnenuntergangsklausel: Das Verbot gilt bis zum 31. Dezember 2030. Bis zu diesem Datum unterliegen die Federal Reserve den oben genannten Beschränkungen.
Ausnahmeregelung: Das Gesetz sieht eine Ausnahmeregelung für private „USD-gestützte“ Währungen vor, die „vollständig den Datenschutz für physisches Geld bewahren“. Diese Ausnahme eröffnet praktisch die Entwicklung privater Stablecoins.
Das Ziel des „21st Century Housing Act“ ist es, durch Abbau regulatorischer Hürden, Senkung der Baukosten und Erweiterung des Wohnungsangebots mehr amerikanischen Familien den Traum vom Eigenheim zu ermöglichen, ohne neue Staatsausgaben zu erhöhen. Der Vorsitzende des Ausschusses, Scott, erklärte, das Gesetz solle Familien wie alleinerziehende Mütter, die in North Charleston, South Carolina, aufwachsen, mehr Chancen bieten. Warren betonte, dass das Gesetz einen Konsens beider Parteien in der Wohnungspolitik widerspiegelt und einen Schritt unternimmt, um die Macht großer Vermieter einzuschränken, die Familienwohnungen verdrängen.
Es ist erwähnenswert, dass die Einbindung eines CBDC-Verbots in andere Gesetzesvorhaben kein Novum ist:
Bislang wurde jedoch keine dieser Gesetzesinitiativen vollständig im Kongress verabschiedet.
Das Weiße Haus äußerte seine Unterstützung für den Housing Act in einer administrativen Erklärung, in der es die CBDC-Klausel ausdrücklich befürwortete. Es betonte, dass die Verhinderung der Entwicklung von CBDC eine Priorität der aktuellen Regierung sei. Dies entspricht der Haltung der Trump-Administration zu Beginn ihrer Amtszeit, die die CBDC-Entwicklung durch administrative Anordnungen einschränkte.
Aus legislativer Sicht konzentrieren sich die Bedenken in den USA gegenüber CBDC vor allem auf die potenzielle Ausweitung staatlicher Überwachung bei Finanztransaktionen und die Verletzung der Privatsphäre der Einzelnen. Die Ausnahmeregelung für private Stablecoins (wie USDT, USDC) wird von einigen Befürwortern als ein Mittel gesehen, um die Vielfalt im digitalen US-Dollar-Ökosystem zu bewahren, während die staatliche Kontrolle eingeschränkt wird.
Bedeutet dieses CBDC-Verbot, dass die USA dauerhaft auf die digitale US-Dollar-Entwicklung verzichten?
Nein, es ist kein permanentes Verbot. Das Gesetz enthält eine klare Sonnenuntergangsklausel, die das Verbot bis zum 31. Dezember 2030 gilt. Ohne eine neue Gesetzgebung, die es verlängert, läuft das Verbot danach automatisch aus. Das Gesetz befindet sich derzeit noch im Vorschlagsstadium und muss vom Kongress verabschiedet werden, inklusive Abstimmung im Senat, im Repräsentantenhaus und der Unterschrift des Präsidenten.
Beeinflusst dieses Verbot private Stablecoins wie USDT oder USDC?
Laut Ausnahmeregelung im Gesetz sind private, „vollständig den Datenschutz bewahrende“ USD-gestützte digitale Währungen ohne Genehmigung nicht vom Verbot betroffen. Diese Regelung schafft praktisch einen legalen Raum für private Stablecoins, während sie gleichzeitig die Entwicklung eines CBDC durch die Regierung einschränkt. Einige Beobachter interpretieren dies als eine indirekte Unterstützung für private digitale US-Dollar-Ökosysteme.
Warum stimmen beide Parteien im Housing Act einem CBDC-Verbot zu?
Das CBDC-Verbot gilt als eine der wenigen Kryptowährungspolitiken, die parteiübergreifend Zustimmung finden. Republikaner sind tendenziell gegen CBDC, da sie die staatliche Macht einschränken und den Schutz privaten Eigentums betonen. Demokratische Mitglieder wie Warren sind aufgrund des Schutzes der Privatsphäre vorsichtig gegenüber staatlich kontrollierten digitalen Währungen. Die Überschneidungen in den Positionen beider Parteien machen das Verbot zu einem geeigneten Bestandteil eines gemeinsamen Gesetzespakets.
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