Am 3. März gab Palantir-Mitbegründer und Milliardär Peter Thiel bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC Unterlagen ein, um 2 Millionen Palantir-Aktien zu verkaufen und damit etwa 280 Millionen US-Dollar zu realisieren. Thiel gründete Palantir 2003 gemeinsam mit Alex Karp, Joe Lonsdale, Stephen Cohen und Nathan Gettings und investierte 30 Millionen US-Dollar als Startkapital. Die Idee stammt von PayPals Betrugserkennungssystem.
Palantir erhielt in der Frühphase Unterstützung durch die CIA-Investmentfirma In-Q-Tel und brachte 2008 die Gotham-Plattform auf den Markt, die Geheimdiensten und Verteidigungsbehörden dient. Das Unternehmen ging 2020 an die Börse und verzeichnete im vierten Quartal 2025 beeindruckende Ergebnisse: 1,4 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von 70 % im Jahresvergleich, und ein bereinigter Gewinn je Aktie von 0,25 US-Dollar, was die Markterwartungen übertraf. Der US-Geschäftsbereich wuchs um 137 %, der Regierungsumsatz um 66 %, was die Ergebnisse über die Erwartungen steigen ließ.
Für das erste Quartal 2026 prognostiziert Palantir einen Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar und für das Gesamtjahr etwa 7,2 Milliarden US-Dollar, beide Werte über den Schätzungen der Wall Street. Thiels Aktienverkauf wird als Teil seiner persönlichen Vermögensverwaltung gesehen und hat gleichzeitig das Interesse an Palantirs Aktienkurs und zukünftiger Entwicklung geweckt.