
Der Vorsitzende der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Michael Selig, erklärte bei einer Podiumsdiskussion des Milken Institute in Washington, D.C., dass die CFTC in den „nächsten etwa einem Monat“ einen „echten“ Kryptowährungs-Perpetual-Futures-Kontrakt in den USA einführen werde. Er wies darauf hin, dass die Politik der vorherigen Regierung dazu geführt habe, dass viele Krypto-Unternehmen und Liquidität ins Ausland abgewandert seien.

(Quelle: Michael Selig X)
Selig äußerte sich in einer gemeinsamen Diskussion mit dem Vorsitzenden der US Securities and Exchange Commission (SEC), Paul Atkins. Er betonte, dass die CFTC aktiv darauf hinarbeite, in den USA Kryptowährungs-Perpetual-Futures einzuführen, da dieser Schritt entscheidend sei, um die zuvor aufgrund eines ungünstigen regulatorischen Umfelds ins Ausland abgewanderte Marktliquidität wieder in den regulierten Inlandsmarkt zu holen.
„Die vorherige Regierung hat viele dieser Unternehmen und die Liquidität ins Ausland verlagert“, sagte Selig. Diese Aussage verdeutlicht direkt den politischen Antrieb für die Einführung von Perpetual Futures – nämlich die Rückholung von Handelsvolumen, das derzeit auf ausländische Plattformen wie Binance fließt, in den regulierten US-Markt.
Es ist erwähnenswert, dass Selig derzeit der einzige von den Senat bestätigte Kommissar bei der CFTC ist. Die Organisation hat noch vier unbesetzte Sitze, und die Trump-Regierung hatte bis zu diesem Diskussionstag keine Kandidaten nominiert. Zudem kündigte Selig an, dass die CFTC „bald“ Leitlinien für die Regulierung des Prognosemarktes veröffentlichen werde, und forderte im Februar, dass die CFTC die „exklusive Zuständigkeit“ für Plattformen wie Kalshi und Polymarket, die Wett- und Prognoseverträge anbieten, besitzt.
Ein weiteres zentrales Thema der Diskussion war der Fortschritt beim Gesetzesentwurf für die Marktstruktur digitaler Vermögenswerte – oder das Fehlen desselben. Atkins, Vorsitzender der SEC, betonte, dass die SEC „die Position des Kongresses in rechtlicher Form widerspiegeln“ müsse, um gerichtliche Entscheidungen zu lenken und die tägliche Arbeit der Kommission im Krypto-Bereich zu unterstützen. Selig erwiderte: „Ohne rechtliche Klarheit vom Kongress sind Ihre Handlungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt.“
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Bankenausschuss des Senats noch keine Anhörung zum Gesetzesentwurf für die Marktstruktur geplant. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Gesetzgebung aufgrund anhaltender Streitigkeiten um Ethik, Renditen bei Stablecoins und Tokenisierung von Aktien faktisch ins Stocken geraten ist. Das Weiße Haus führte letzte Woche eine weitere Runde Gespräche mit Branchenführern über die Renditen bei Stablecoins, doch es ist unklar, ob diese Diskussionen tatsächlich zu Fortschritten bei der Gesetzgebung führen werden.
CFTC Kryptowährungs-Perpetual-Futures: Voraussichtlich in „etwa einem Monat“ eingeführt, als wichtiger Schritt zur Rückholung ausländischer Liquidität
Regulierung des Prognosemarktes: CFTC plant, „bald“ Leitlinien zu veröffentlichen, und fordert die bundesweite Zuständigkeit für Plattformen wie Kalshi und Polymarket
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Status des Gesetzesentwurfs für die Marktstruktur: Keine Anhörungen im Bankenausschuss; Experten sehen das Gesetz aufgrund Streitigkeiten um Stablecoin-Renditen faktisch blockiert
Perpetual Futures sind Derivate ohne Verfallsdatum, deren Preise durch eine Funding-Rate an den Spotmarkt gekoppelt sind. Sie werden bereits auf ausländischen Börsen wie Binance breit angeboten. Wenn die CFTC diese Produkte in den USA genehmigt, könnte dies dazu führen, dass das derzeit ins Ausland abfließende Handelsvolumen von Institutionen und Privatanlegern wieder in den regulierten US-Markt zurückfließt und eine legale, inländische Alternative für den Handel mit Kryptowährungs-Derivaten geschaffen wird.
Michael Selig ist derzeit der einzige von den Senat bestätigt gewählte Kommissar bei der CFTC. Die anderen vier Sitze sind unbesetzt, und die Trump-Regierung hat noch keine Kandidaten nominiert. Trotz dieser Lücken betont Selig, dass die CFTC aktiv an der Regulierung von Kryptowährungs-Perpetual-Futures und Prognosemärkten arbeitet. Allerdings könnten die fehlenden Vollmitglieder die Geschwindigkeit und die Stabilität wichtiger Entscheidungen einschränken.
Sowohl der Vorsitzende der CFTC als auch der der SEC betonen, dass das Fehlen eines klaren gesetzlichen Rahmens durch den Kongress die Handlungsfähigkeit der Regulierungsbehörden einschränkt. Selbst wenn Perpetual Futures in Kürze eingeführt werden, könnte das Fehlen einer umfassenden gesetzlichen Grundlage für digitale Vermögenswerte die Regulierung auf rechtlicher Ebene erschweren und somit die regulatorische Arbeit insgesamt behindern.
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