
Ray Dalio, Gründer des Bridgewater Fonds, äußerte sich am Dienstag in seinem All-In-Podcast klar und kritisierte die Ansicht, Bitcoin als „digitales Gold“ zu betrachten. Er betonte, „Gold gibt es nur eine Sorte“ und wies darauf hin, dass Gold die reifste Währung ist und die zweitgrößte Reservewährung der Zentralbanken weltweit darstellt. Dalio stellte zudem drei konkrete Fragen zu Bitcoin: fehlende Unterstützung durch Zentralbanken, mangelnder Datenschutz und potenzielle Bedrohung durch Quantencomputing.
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(Quelle: YouTube)
Dalio erklärte im Podcast deutlich, dass Gold „keine spekulative Edelmetall“ sei, sondern die weltweit reifste Währung. Sein Status als Reservewährung der Zentralbanken sei das Ergebnis von jahrtausendelanger Ansammlung, nicht von Marktspekulation. Er könne nicht nachvollziehen, warum Zentralbanken Bitcoin kaufen und langfristig halten sollten.
Im Vergleich zu Bitcoin äußerte Dalio drei konkrete Bedenken: Datenschutzmangel — „jede Transaktion kann überwacht werden“, was für Organisationen, die echten Vermögensschutz suchen, eine große Einschränkung darstellt; Quantencomputing-Gefahr — zukünftige Quantenrechenleistung könnte die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks grundlegend bedrohen; hoher Beta-Faktor — Bitcoin ist stark mit Tech-Aktien korreliert, was bei Marktrückgängen dazu führen kann, dass Bitcoin-Inhaber gezwungen sind, gleichzeitig zu verkaufen, was seine „Absicherungs“-Eigenschaft schwächt.
Bemerkenswert ist, dass Dalio im Juli empfohlen hatte, 15 % des Portfolios in Bitcoin oder Gold zu investieren, um den US-amerikanischen Schuldenproblemen zu begegnen. Seine Kritik zielt nicht auf eine vollständige Ablehnung von Bitcoin ab, sondern auf die Frage, ob es wirklich als Krisen-Hedge taugt.
Fehlende Unterstützung durch Zentralbanken: Es ist unklar, warum Zentralbanken langfristig Bitcoin halten sollten; Gold ist die zweitgrößte Reservewährung der Welt.
Datenschutzmangel: Jede Transaktion kann überwacht werden, was die eigentliche Vermögensschutzfunktion einschränkt.
Quantencomputing-Gefahr: Zukünftige Quantenrechenleistung könnte die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks grundlegend gefährden.
Hoher Beta-Faktor: Stark mit Tech-Aktien verbunden, bei Risikoaversion könnten sie gleichzeitig verkauft werden.
Dalios Warnung ist kein isolierter Kommentar, sondern eine Erweiterung seiner umfassenderen makroökonomischen Sichtweise. Letzten Monat warnte er Investoren, dass die von den USA dominierte „Weltordnung“, die fast ein Jahrhundert bestand, „zusammengebrochen“ sei. Investoren müssten neu überlegen, wie sie in geopolitischen Konflikten und wirtschaftlichem Chaos Vermögen schützen.
Seine makroökonomische These wird durch Marktdaten bestätigt. Von Juli bis Anfang Oktober stiegen Bitcoin und Gold synchron an; nach Oktober begannen sie jedoch deutlich zu entkoppeln: Bitcoin fiel seit seinem Hoch im Oktober um mehr als 45 % auf etwa 68.420 USD, während Gold im gleichen Zeitraum um über 30 % stieg und die Marke von 5.120 USD pro Unze überschritt. Diese Entkopplung bestätigt Dalios Kernaussage, dass „es nur ein Gold gibt“ — in echten geopolitischen Konflikten und systemischen Risiken zeigt Gold die unabhängige Absicherungsfunktion, die Bitcoin fehlt.
Dalio sieht Gold als die weltweit am meisten anerkannte und reifste Währung, mit einer jahrtausendelangen Reservegeschichte und institutioneller Unterstützung. Bitcoin fehlt diese Unterstützung durch Zentralbanken, es gibt Transparenzprobleme bei Transaktionen, die seine Vermögensschutzfunktion einschränken, und es besteht die potenzielle Gefahr durch Quantencomputing. Diese strukturellen Unterschiede machen Bitcoin nicht zu echtem „digitalem Gold“.
Dalios Analyse: Die hohe Korrelation von Bitcoin mit Tech-Aktien führt dazu, dass Bitcoin bei geopolitischen Konflikten und steigender Risikoaversion eher wie eine riskante Anlage reagiert. Gold hingegen, als von Zentralbanken anerkannte Reservewährung, zieht bei zunehmendem systemischem Risiko eher institutionelle Anleger an.
Nein. Im Juli empfahl er, 15 % des Portfolios in Bitcoin oder Gold zu investieren. Seine Hauptkritik gilt der Frage, ob Bitcoin wirklich als Krisen-Hedge und langfristiger Wertspeicher taugt, nicht seiner Nutzung als spekulatives oder diversifizierendes Anlageinstrument.
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