
Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi erklärte am 2. März öffentlich auf X, dass sie und ihr Büro keinerlei Kenntnis von dem nach ihr benannten SANAE TOKEN haben. Dieser Beitrag wurde über 63 Millionen Mal angesehen. Nach der Erklärung fiel SANAE TOKEN fast auf 0,0058 USD, ein Rückgang von 58 %. Die japanische Finanzaufsichtsbehörde (FSA) hat eine Untersuchung eingeleitet und festgestellt, dass der Emittent keine erforderliche Lizenz für Kryptowährungshandelsplattformen besitzt.
(Quelle: Phantom)
SANAE TOKEN wurde am 25. Februar 2025 von der NoBorder DAO Community unter Leitung des Serial Entrepreneurs Yuji Murokuchi auf Solana ausgegeben. Es war Teil des „Japan is Back“-Projekts. Die Website zeigte den Namen und das Porträt von Premierministerin Sanae Takaichi. Murokuchi behauptete zuvor in seinem YouTube-Format „REAL VALUE“, Kontakt mit Takaichi aufgenommen zu haben. Dies schürte Spekulationen, dass die Token offizielle Unterstützung haben könnten, was einige Investoren zum Einstieg veranlasste.
Am 2. März 2026 widerrief Takaichi öffentlich diese Behauptungen, was die Lage grundlegend veränderte. Nach ihrer Erklärung fiel der Marktwert von SANAE TOKEN am 4. März auf etwa 62.000 USD, mit nur noch 25.000 USD an Liquidität.
Die Untersuchung der FSA offenbarte tiefere Probleme. Das Token wurde von einer Firma namens „neu“ entworfen. CEO Ken Matsui entschuldigte sich am 3. März öffentlich und erklärte, alle Operationen würden von dieser Firma durchgeführt. Murokuchi teilte diese Erklärung weiter und versprach, mit den Medien zusammenzuarbeiten und die Angelegenheit sachlich zu klären.
25. Februar 2025: SANAE TOKEN wird auf Solana ausgegeben, Website zeigt den Namen und das Porträt des Premierministers
2. März 2026: Takaichi widerruft öffentlich, Beitrag über 63 Millionen Aufrufe, Token fällt um 58%
3. März 2026: CEO von „neu“ entschuldigt sich öffentlich; FSA startet Untersuchung
4. März 2026: Marktkapitalisierung sinkt auf ca. 62.000 USD, Liquidität verbleibt bei 25.000 USD
Regulatorische Erkenntnisse: „neu“ war bis Januar nicht bei der FSA registriert und hat keine Anträge eingereicht
Token-Strukturproblem: 65 % des Gesamtangebots werden von Betreibern gehalten
Der Fall SANAE TOKEN in Japan ist kein Einzelfall, sondern spiegelt die jüngsten globalen Probleme mit politischen Meme-Coins wider. In den USA brachte Trump im Januar 2025 den $TRUMP Token auf Solana heraus, wobei seine Familie und Partner 80 % des Angebots hielten und über 350 Millionen USD an Gebühren einnahmen. In Argentinien förderte MILEI im Februar 2025 den $LIBRA Token, der zeitweise eine Marktkapitalisierung von 4,5 Milliarden USD erreichte, aber innerhalb von drei Stunden um 89 % abstürzte. Insider sollen etwa 100 Millionen USD daraus realisiert haben. MILEI steht derzeit unter Betrugsverdacht und wird impeachment-ähnlich untersucht.
Japans Beispiel könnte den Regulierungsbehörden weltweit eine effektivere Handhabe bieten. Nach dem japanischen „Payment Services Act“ müssen alle Verkäufe oder Tauschgeschäfte mit Kryptowerten bei der FSA registriert werden, unabhängig vom Token-Typ. Verstöße können mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe von 5 Millionen Yen geahndet werden. Das bedeutet, die FSA muss Token nicht als „Wertpapiere“ klassifizieren, um gegen nicht lizenzierte Anbieter vorzugehen. Im Gegensatz zu den USA, die auf die Wertpapierklassifikation angewiesen sind, bietet dieses Modell eine wertvolle Vorlage für globale Regulierungsbehörden.
Premierministerin Sanae Takaichi widerrief öffentlich auf X, dass sie die Ausgabe von Token mit ihrem Namen und Porträt genehmigt habe. Dies zerstreute die Erwartungen an eine offizielle Unterstützung und löste einen massiven Verkaufsdruck aus. Über 63 Millionen Aufrufe verstärkten die Wirkung ihres Widerrufs, wodurch der Token fast sofort seine Marktstütze verlor.
Die FSA prüft, ob die Firma „neu“ ohne die erforderliche Lizenz für Kryptowährungshandel operiert. Nach dem Payment Services Act müssen alle Verkäufe oder Tauschgeschäfte mit Kryptowerten bei der FSA registriert werden. Verstöße können mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe von 5 Millionen Yen geahndet werden.
Japans Ansatz zeigt, dass auch ohne spezielle Gesetze für politische Meme-Coins das bestehende Lizenzsystem für Kryptowährungshandel effektiv sein kann. Es ist nicht notwendig, die Token als „Wertpapiere“ zu klassifizieren, um illegale Anbieter zu verfolgen. Dieses Modell bietet anderen Regulierungsbehörden eine bewährte Handhabe bei ähnlichen Problemen.
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