Am 4. März gab das Bitcoin-Mining-Unternehmen Core Scientific kürzlich bekannt, dass es einen Teil seiner Bitcoin-Reserven verkauft, um finanzielle Unterstützung für die Umstellung des Unternehmens auf künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen (HPC)-Infrastruktur zu leisten. Laut der jüngsten 10-K-Einreichung des Unternehmens hat das Unternehmen zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 insgesamt 1.924 Bitcoins verkauft und etwa 176 Millionen US-Dollar ausgezahlt.
Laut der On-Chain-Datenplattform Bitcoin Treasuries hält Core Scientific immer noch etwa 613 Bitcoins im Wert von etwa 42 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig plant das Unternehmen, sein Rechenzentrum in Pecos, Texas, USA, von einem traditionellen Bitcoin-Mining-Geschäft in eine Managed-Service-Einrichtung umzuwandeln, um der wachsenden Nachfrage nach KI-Rechenleistung gerecht zu werden.
Brancheninsider glauben, dass diese Anpassung eine Veränderung des Geschäftsmodells von Bitcoin-Mining-Unternehmen widerspiegelt. Da die Energiekosten steigen und die Gewinnmargen im Mining sinken, erkunden immer mehr Mining-Unternehmen neue Einnahmequellen wie Rechenzentren, KI-Computing, Leistungs-Hosting und Hochleistungsrechnen. Zuvor haben mehrere Bergbauunternehmen ähnliche strategische Transformationen begonnen, darunter CleanSpark, Riot Platforms und IREN.
Gleichzeitig hat das Verhalten der Bitcoin-Miner, ihre Reserven zu reduzieren, den Markt dazu gebracht, die Nachhaltigkeit des “Digital Asset Treasury” (DAT)-Modells neu zu bewerten. Ein weiteres großes Mining-Unternehmen, MARA Holdings, hat kürzlich ebenfalls seine Asset-Strategie angepasst, um den Verkauf von Bitcoin auf der Bilanz zu ermöglichen, was bedeutet, dass sich die bisherige “HODL-Langfristhaltestrategie” erheblich verändert hat.
Marktanalysten wiesen darauf hin, dass im Kontext des Bitcoin-Preises, der seine Allzeithochs nicht erreicht, einige Unternehmen zunehmend auf den Cashflow und die Kapitaleffizienz achten. Derzeit liegt der Preis von Bitcoin bei etwa 68.000 $, ein Rückgang von etwa 11 % im letzten Monat und fast 27 % in den letzten drei Monaten.
Allerdings entscheiden sich nicht alle Unternehmen dafür, ihre Beteiligungen zu reduzieren. Strategy (früher MicroStrategy), das größte börsennotierte Unternehmen in Bitcoin-Beständen, hält weiterhin seine langfristige Haltestrategie bei. Der Gründer des Unternehmens, Michael Saylor, bekräftigte kürzlich, dass er weiterhin Bitcoin kauft. Der CEO des Unternehmens, Hong Le, gab jedoch zuvor zu, dass das Unternehmen unter extremen Marktbedingungen theoretisch noch einen Teil seiner Bitcoin-Reserven verkaufen könnte, um Liquiditätsrisiken zu bewältigen.
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