Kryptotagesbericht(02.24):Bitcoin unter Druck durch makroökonomische Störungen und Kapitalumverteilung, Altcoin-Struktur zeigt sich stark
I. Bitcoin-Preisschwankungen und kurzfristige Marktdynamik
1 In letzter Zeit erlebte Bitcoin starke Schwankungen, fiel von 67.800 USD auf 64.350 USD, erholte sich anschließend leicht. Die Marktteilnehmer kämpfen um die wichtige Unterstützung bei 65.000 USD. Technische Analysen zeigen kurzfristige Widerstände bei 69.500-70.000 USD. Bei einem Durchbruch könnten die Kurse auf die Unterstützung bei 59.900-60.000 USD fallen.
2 Makrofaktoren dominieren die Marktstimmung. Die wiederholten Handelspolitik-Entscheidungen von Trump (höchstes Gericht weist Notfallzölle ab, kündigt vorübergehende 15%-Zölle an) schüren Flucht in sichere Anlagen. Bitcoin und US-Technologiewerte zeigen eine stärkere Korrelation und werden als Hoch-Beta-Risikoanlagen betrachtet. Kapitalflüsse zeigen, dass Bitcoin-ETFs in den letzten fünf Wochen netto 38 Milliarden USD abgezogen haben, während Altcoin-ETFs (wie Solana, XRP) Kapitalzuflüsse verzeichnen. Die Marktstruktur verschiebt sich hin zu bestimmten Segmenten.
II. Verhalten von Institutionen, Großinvestoren und Kapitalflüsse
1 Der weltweit größte Bitcoin-Halter Strategy erhöht kontinuierlich seine Bestände und plant den 100. Kauf. Derzeit hält er 717.131 BTC (durchschnittliche Kosten 76.027 USD), mit einem unrealisierten Verlust von ca. 13,62%. Das Kapital stammt aus Wandelanleihen und Aktienemissionen.
2 Signifikante Kapitalbewegungen: Ein neu erstelltes Wallet zieht 500 BTC aus Bit ab. Wale investieren 14 Monate Höchststand bei Zuflüssen (82 Milliarden USD), was kurzfristig Verkaufsdruck auslöst.
3 Der US-Spot-Bitcoin-ETF verzeichnet an einem Tag einen Nettozufluss von 1.292 BTC, während der Ethereum-ETF 57.543 ETH abfließen lässt. Institutionelle Gelder rotieren zwischen verschiedenen Kryptowährungen, wobei Bitcoin und einige Altcoins bevorzugt werden.
III. Makroökonomische und regulatorische Einflussfaktoren auf den Markt
1 Trump’s Handelspolitik wirkt weiterhin störend. Nach Ablehnung der Notfallzölle durch das höchste Gericht kündigte Trump an, vorübergehende 15%-Zölle auf globale Waren zu erheben (Dauer 150 Tage). Dies erhöht die Unsicherheit im Handel und führt zu Volatilität bei Risikoanlagen.
2 Makroökonomisch steigen die Inflationsaussichten in den USA durch steigende Ölpreise infolge der Nahostlage. Der Absturz der US-Technologiewerte (Software, Private Equity) wirkt sich auf den Kryptomarkt aus, die Risikobereitschaft sinkt.
3 Regulatorische Unsicherheiten und politische Entscheidungen treiben Investoren in sichere Anlagen wie Gold. Bitcoin, als Risikoanlage, steht unter Druck. Die Sorge um eine Liquiditätsverknappung wächst.
IV. Marktteilnehmer und Strukturveränderungen
1 Der Bitcoin-Anteil am Markt sinkt von 63,34% auf 59,2%, der größte Wochenverlust seit einem Jahr. Die Marktstruktur verschiebt sich zugunsten von Altcoins. Institutionelle Gelder fließen in Solana-, XRP-ETFs, was deren Preise steigen lässt.
2 Das Verhalten von Privatanlegern und Institutionen divergiert: Panik bei Privatanlegern, während Institutionen strategisch in ETFs und Großbestände investieren. Besonders im Bereich der Privacy-Coins (ZEC, XMR), Utility-Token (OKB) und Real-Asset-Token (RWA) zeigen sich starke Bewegungen.
3 Technische Indikatoren zeigen, dass der Saisonalitätsindex für Altcoins bei 41 liegt. Es fehlt an einer breiten Aufwärtsbewegung. Kapital konzentriert sich auf hochsichere Segmente wie High-Performance-Layer-1-Netzwerke, Meme-Token und assets mit institutionellem Interesse.
V. Technologische und ökologische Entwicklungen
1 Der BIP-110-Vorschlag gewinnt in der Bitcoin-Community an Diskussionen. Der Anteil der Nodes, die den Vorschlag unterstützen, steigt von 2,98% auf 7,99%. Ziel ist es, die Größe bestimmter Datenfelder zu begrenzen, um Anreizverzerrungen zu korrigieren. Das Fractal-Protokoll dient als Puffer- und Erweiterungsebene, um verschiedene Konsens-Resultate technisch zu ermöglichen.
2 Diskussionen konzentrieren sich auf die Kompatibilität zwischen Mainnet und Layer-2-Lösungen. Das Ziel des Fractal-Protokolls ist es, komplexe Zustände ohne Änderungen am Mainnet-Konsens zu tragen und so Marktvolatilität durch Änderungen der Mainnet-Regeln zu vermeiden.
VI. Marktausblick und Ansichten von Institutionen
1 Analysten sind sich uneins über den Bitcoin-Preis 2026. Die meisten erwarten ein normales Tief bei 50.000-60.000 USD. Ein Durchbruch unter 30.000 USD gilt als extrem unwahrscheinlich und würde mehrere negative Faktoren (z.B. Fed-Zinserhöhungen, globale Panikverkäufe) erfordern.
2 Die Haltung von Institutionen und erfahrenen Investoren ist unterschiedlich: Der mexikanische Milliardär Ricardo Salinas kauft bei fallenden Kursen mehr Bitcoin, da er ihn als Inflationsschutz sieht. Andere warnen vor anhaltender Panik, warten auf makroökonomische Erleichterungen oder strukturelle Nachfrage.
3 Technisch befindet sich Bitcoin in einer Bären-Phase. Ein Durchbruch bei 69.500-70.000 USD könnte eine Erholung auslösen, andernfalls testet der Kurs die Unterstützung bei 59.900-60.000 USD.